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Medientechnologe Druckverarbeitung
Wer sich bislang in einem großen Zeitungsverlag um die Weiterverarbeitung der Zeitschriften und Magazine kümmern wollte, musste Buchbinder lernen. Ein traditionsreicher Beruf, der jedoch mit den modernen Verarbeitungsprozessen in einem Industriebetrieb immer weniger Berührungspunkte hat. Das wird ab 1. August 2011 anders. Dann gibt es einen neuen Ausbildungsberuf, der speziell auf die Belange von Verlagshäusern oder Mailingunternehmen abgestimmt ist. Die Medientechnologen Druckverarbeitung sind die künftigen Experten, wenn es darum geht, in kurzer Zeit eine große Anzahl an Druckprodukten in anspruchsvoller Qualität zu verarbeiten. Das können beispielsweise 200.000 Tageszeitungen sein, oder ein Buch mit einer Auflage von 50.000 Stück und mehr. Medientechnologen Druckverarbeitung sind darüber hinaus in der Akzidenzproduktion gefragt. Darunter versteht man die Verarbeitung von Broschüren, Flyern und Prospekten. Die Ausbildung sieht modulare Abschnitte in einem Umfang von 13 bzw. 26 Wochen vor. Daneben gibt es für die Medientechnologen Druckverarbeitung verbindliche Qualifikationen, die von allen erlernt werden. In allen drei Einsatzbereichen Zeitungsproduktion, Buchproduktion oder Akzidenzproduktion stehen beispielsweise Verarbeitungstechnologien und -prozesse auf dem Ausbildungsplan. Medientechnologen Druckverarbeitung lernen, wie Verarbeitungsaufträge geplant werden und rüsten die Maschinen und Anlagen entsprechend um. Anschließend werden die Produktionsprozesse gesteuert und überwacht. Alles in allem ein anspruchsvoller neuer Beruf, der von Zeitungs- und Buchverlagen, aber auch von Mailingunternehmen sehnsüchtig erwartet wird. Ausbildungsdauer: 3 Jahre
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Mediengestalter Flexografie
„Flexograf ist die Berufsbezeichnung eines Stempelmachers“ – so steht es in einem bekannten Online-Lexikon. Das stimmt spätestens zum 1. August 2011 nicht mehr so ganz. Dann treten die neuen Ausbildungsvorschriften für den Mediengestalter Flexografie in Kraft. Wer künftig lernen will, wie Stempel, Gravuren, Schilder oder Folienbeschriftungen hergestellt werden, kann auf diesen modernen Beruf zurückgreifen. Mediengestalter Flexografie beraten ihre Kunden, um anschließend genau diesen Wunsch mit Hilfe eines Computers nach typografischen und gestalterischen Grundsätzen umzusetzen. Sie berücksichtigen dabei sowohl technische wie auch wirtschaftliche Aspekte. Das zeigt sich auch in einer weiteren Veränderung: Neben neuen technischen Entwicklungen bei der Herstellung der Produkte erwirbt ein Mediengestalter Flexografie auch kaufmännische Qualifikationen. Die braucht er, um etwa zu beurteilen, ob es sich lohnt, eine analoge Vorlage aufzubereiten oder ob es für den Kunden günstiger ist, direkt eine neue digitale Vorlage erstellen zu lassen. Neben diesen Tätigkeiten stellt er aber nach wie vor Stempel her, konfektioniert Produkte und justiert sie bei Bedarf. Eine schnelle und sichere Rechtschreibung ist dabei ebenso erforderlich, wie die notwendige Sorgfalt bei der Durchführung der Arbeit. Ausbildungsdauer: 3 Jahre
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Medientechnologe Druck
Wer bisher Drucker werden wollte, musste sich entscheiden, welches der vier Druckverfahren er lernen möchte: Digitaldruck, Flachdruck, Hochdruck oder Tiefdruck – das war die Frage. Schwierig ist nur, dass in den modernen Unternehmen, die Druckprodukte herstellen, immer häufiger mehr als ein Verfahren gebraucht wird. Doch damit ist nun Schluss: Die Medientechnologen Druck können ihre Ausbildung individuell mittels so genannter Wahlqualifikationseinheiten gestalten. Das sind Ausbildungsabschnitte von 13 bis 26 Wochen Dauer, die auf die betrieblichen Bedürfnisse abgestimmt sind. Daneben gibt es aber auch noch eine breite fachliche Kernqualifikation, die alle Medientechnologen Druck erlernen: Sie bedienen und richten Produktionsanlagen ein, mit denen Druckprodukte hergestellt werden. Dabei kontrollieren sie kontinuierlich die Qualität ihrer Erzeugnisse und führen umfangreiche Mess- und Prüftätigkeiten durch. Um die Produktionsmaschinen mit Daten zu „füttern“, müssen sie unterschiedliche Formate übernehmen, transferieren und konvertieren. Sie sind nach der dreijährigen Ausbildung aber auch in der Lage, die erstellten Druckprodukte weiterzuverarbeiten. Schlussendlich steht noch die Wartung und Pflege der Anlagen auf dem Ausbildungsplan. Ein rundes Programm, das die anspruchsvollen Tätigkeiten eines Druckers mit einer attraktiven Berufsbezeichnung verknüpft. Ausbildungsdauer: 3 Jahre
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Medientechnologe Siebdruck
Wer einen Spezialisten braucht, der Gläser, Textilien oder Keramik bedruckt, der ist bei einem Medientechnologen Siebdruck gut aufgehoben. Sie erstellen Siebdruckprodukte auf einer Vielzahl unterschiedlicher Bedruckstoffe. Doch bevor es soweit ist, planen und analysieren sie die Arbeitsaufgaben und richten ihre Maschinen ein. Dazu bereiten sie Vorlagen auf, übernehmen und transferieren Daten, um daraus eine Siebdruckform zu erstellen. Anschließend wählen sie ein geeignetes Material sowie die dazu passenden Farben und Fertigungswege aus. Während sie die Produkte herstellen, kontrollieren sie ständig ihre Arbeit. Sie führen Mess- und Prüftätigkeiten aus und optimieren ihren Produktionsprozess. Wie auch die Medientechnologen Druck können die „neuen“ Siebdrucker ihre Ausbildungsinhalte aus einer Vielzahl an Modulen auswählen. Diese individuellen Ausbildungsabschnitte umfassen 13 bis 26 Wochen. In dieser Zeit erlernt ein Medientechnologe Siebdruck zum Beispiel, wie ein Tampondruck oder ein großformatiger Digitaldruck funktioniert. Ein nicht gewähltes Modul kann von einem pfiffigen Azubi erlernt und von der IHK zusätzlich geprüft werden.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
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Packmitteltechnologe
Ob Briefumschlag oder Versandtasche, ob Haft- oder Selbstklebeetikett, ob Packstoff oder Packmittel – jeder, der eine Ware verschicken oder verpacken muss, benötigt eine geeignete Hülle. Hier kommen die Packmitteltechnologen ins Spiel. Sie sind die Fachleute, wenn Packmittel entwickelt und hergestellt werden müssen. Dazu planen sie Produktionsabläufe, wählen geeignete Materialien und Fertigungswege aus, um anschließend die Produktionsanlagen zur Herstellung von Packmitteln zu bedienen. Ganz wichtig: Der Fertigungsprozess muss laufend kontrolliert und bei Bedarf optimiert werden. Dabei spielen sowohl firmeninterne Qualitätsstandards, als auch gesetzliche Hygienevorschriften eine wichtige Rolle. Die Packmitteltechnologen sind aber auch gefragt, wenn die Produktionsanlagen gewartet oder instand gesetzt werden müssen. Die können – wie auch die hergestellten Produkte – sehr unterschiedlich sein. Daher wurden die Ausbildungsvorschriften so konzipiert, dass der Betrieb zweimal einen Teil der dreijährigen Ausbildungszeit modular gestalten kann. In einem Umfang von acht bzw. zehn Wochen kann der Ausbildungsbetrieb die Inhalte flexibel seinen Bedürfnissen anpassen. Damit sind die ehemaligen Verpackungsmittelmechaniker fit für die Zukunft. Ausbildungsdauer: 3 Jahre
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Technischer Produktdesigner und Technischer Systemplaner
Ob Auto, Staubsauger, Windkraftanlage oder Möbelstück – eine technische Grundlage ist für alle Produkte erforderlich. Neben dem tüftelnden Erfinder ist daher die solide praktische Umsetzung genauso wichtig. Mit den neuen Berufen Technischer Produktdesigner und Technischer Systemplaner werden zwei neue hochmoderne Ausbildungsberufe für die Umsetzung geschaffen. Früher erstellten Technische Zeichner die zeichnerischen Unterlagen, welche als Grundlage für die Montage und Fertigung dienten. Heute sind Konstruktion und Ausführung viel enger miteinander verbunden. Das Zeichnen am Reißbrett ist fast vollständig vom Computer-Aided Design (CAD) abgelöst. Die digitalen Daten gehen unmittelbar vom Computer des Konstrukteurs in die Produktion ein. Mit den technologischen undarbeitsorganisatorischen Veränderungen haben sich die Anforderungen an die Fachkräfte ebenfalls verlagert: Technische Produktdesigner und Technische Systemplaner setzen die Vorgaben der Ingenieure nicht nur in CAD-Zeichnungen um, sondern sind bereits an der Produktentwicklung beteiligt. Der Technische Produktdesigner beinhaltet die beiden Fachrichtungen „Gestaltung, Entwicklung und Konstruktion“ und „Entwicklung, Konstruktion und Dokumentation“. Fachkräftearbeiten in Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen von Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus, des Fahrzeugbaus, bei Herstellern von Möbeln und Elektrogeräten sowie vieler anderer Branchen. Der Technische Systemplaner umfasst die drei Fachrichtungen „Versorgungs-und Ausrüstungstechnik“, „Elektrotechnische Systeme“ sowie „Stahl- und Metallbautechnik“. Technische Systemplaner arbeiten in Konstruktions- und Planungsbüros von Betrieben der Gebäudetechnik, der Elektroindustrie und des Stahl- und Metallbaus. Ausbildungsdauer: 3 oder 3,5 Jahre.
Mehr Informationen unter: Technischer Produktdesigner
Mehr Informationen unter: Technischer Systemplaner
Text: © DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung mbH, Bonn
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