Wir möchten Ausbildungsbetrieb werden

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Die Berufsausbildung

Die Berufsausbildung besteht aus praxisorientierter Ausbildung im Betrieb und Theorie in der Berufsschule.


Im Betrieb werden Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt, die für den Beruf erforderlich sind und die in der Ausbildungsordnung festgelegt sind. Ergänzend zur Praxis wird in der Berufsschule berufstheoretisches Wissen und Allgemeinbildung vermittelt. Im Durchschnitt sind die Auszubildenden an drei Tagen pro Woche im Betrieb.

 

Unternehmen, die ausbilden, investieren in ihre betriebliche Zukunft und stärken die Wettbewerbsfähigkeit.


Fast zwei Millionen junge Menschen befinden sich in einer dualen Berufsausbildung in einem der rund 400 anerkannten Ausbildungsberufe. Über 80 Prozent der Ausbildungsplätze sind in mittelständischen Unternehmen. Im Bezirk der IHK Frankfurt am Main stellt die gewerbliche Wirtschaft über 60 Prozent der Ausbildungsplätze.


Die Berufe sind staatlich anerkannt. Auszubildende werden nach der geltenden Ausbildungsordnung geschult um eine bundesweit geordnete und einheitliche Berufsausbildung zu gewährleisten. Die Ausbildungsordnungen werden ständig modernisiert und den Erfordernissen angepasst. Neue Berufe entstehen.

 

Das duale Sytem der Ausbildung ist die Voraussetzung dafür, dass Betriebe auf qualifizierte Mitarbeiter zurückgreifen können. Viele Betriebe machen jedoch keine Fachkräfteplanung, die über nächsten eineinhalb Jahre hinausgeht. Dies führt zum Fachkräftemangel und zu Wettbewerbsnachteilen für das Unternehmen. Denn von guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird ein umfangreiches Können und Wissen verlangt. Was liegt also näher, als selbst Fachkräfte auszubilden, die genau wissen, worauf es ankommt?

 

Einige Unternehmen glauben: „Ausbildung kann ich mir nicht leisten!“

Manche Unternehmen sind der Ansicht, die Ausbildungskosten seien zu hoch.
Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Ausbildung schafft auf mittlere Sicht mehr Erträge als Kosten. Denn den Bruttokosten stehen Erträge gegenüber, welche die Auszubildenden relativ kurz nach ihrer Einstellung durch ihre Leistungen erwirtschaften.


Gleichzeitig entfallen langfristig Personalbeschaffungskosten, denn bei der Einstellung von neuem Personal entstehen Kosten für Zeitungsanzeigen, Verwaltungsaufwände und Bewerbungsgespräche. Sie liegen bei etwa 500 bis 2.500 Euro pro neuem Mitarbeiter.

Hinzu kommen die Kosten für die Einarbeitung, diese betragen in den ersten drei Monaten 2.000 bis 6.000 Euro. Bei hochqualifizierten Kräften kann die Einarbeitung ein bis eineinhalb Jahre betragen.

Neueingestellte Fachkräfte erhalten oft Gehälter die 10 bis 15 Prozent über dem der eigenen Mitarbeiter liegen und sind somit für das Unternehmen teurer als betriebsinterne Nachwuchskräfte. Diese Kosten fallen weg, wenn Auszubildende nach der Ausbildung übernommen werden.

Da es bei der Einstellung von externen Fachkräften häufiger zu personellen Fehlentscheidungen kommt, ist die Fluktuationsrate bei der Übernahme interner Auszubildenden niedriger.

Wer darf ausbilden?


Ausbilden kann, wer dafür persönlich und fachlich geeignet ist, über einen Berufsabschluss verfügt und die arbeitspädagogische Kompetenz nachweisen kann. Der Ausbilder und die Ausbilderin können nach längerer Berufspraxis auch in verwandten Berufen ausbilden. Es besteht die Möglichkeit der Zuerkennung fachlicher Eignung.


Der schriftliche Teil der Ausbilderprüfung besteht aus der Erarbeitung fallbezogener Aufgabenstellungen; die praktische Prüfung beinhaltet die Präsentation oder praktische Durchführung einer Ausbildungseinheit, deren Auswahl und Gestaltung vom Prüfungsteilnehmer bestimmt wird. Zur Vorbereitung auf diese Prüfung werden Lehrgänge zwischen 60 und 100 Stunden angeboten. Es ist aber auch ein Selbststudium oder die Teilnahme an einem Fernlehrgang möglich.

 

Ich möchte ausbilden!

Der Ausbildungsbetrieb muss so ausgestattet sein, dass die Fertigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt werden können, die in der Ausbildungsordnung vorgesehen sind. Technische Geräte und Werkzeug müssen nicht dem modernsten, aber dem aktuellen technischen Stand entsprechen.


Wenn der Betrieb stark spezialisiert ist, kann er sich mit anderen Unternehmen zusammenschließen und Verbund ausbilden. Auch hier hilft die Ausbildungsberatung der IHK.


Das Verhältnis zwischen den beschäftigten Fachkräften und Auszubildenden sollte "angemessen" sein. Wie viele Auszubildende ein Unternehmen ausbildet, wird mit der Ausbildungsberatung abgestimmt.

Im Unternehmen wird zwischen dem Ausbilder, der den jungen Leuten die notwendigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen vermittelt, und dem Auszubildenden unterschieden. Der Ausbilder oder die Ausbilderin ist Vertragspartner der Auszubildenden.


Ihre IHK ist verantwortlich für:

  • die Prüfung der Eignung von Ausbildungsstätte und Ausbilder/-innen
  • den Erlass von Rechtsvorschriften für die Durchführung der Ausbildung, z.B. Prüfungsordnungen, Ausbildungsvertrag und Ausbildungsnachweis
  • die Beratung von Betrieben und Auszubildenden, z.B. bei der Einrichtung von Ausbildungsplätzen oder Streitigkeiten zwischen Betrieb und Auszubildenden
  • die Durchführung von Zwischen- und Abschlussprüfungen
  • die Eintragung, Änderung und Löschung von Ausbildungsverträgen



Für weitere Fragen und Informationen steht Ihnen das Ausbildungsberaterteam jederzeit gern zur Verfügung.

 

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Frank Markus Ziemer Aus- und Weiterbildung stv. Geschäftsführer
Telefon: 069 2197-1481Fax: 069 2197-1396

IHK-Info-Video: Wie werden Sie Ausbildungsbetrieb?

  • Wie werden Sie Ausbildungsbetrieb? Dieser Film zeigt, welche fachlichen und persönlichen Voraussetzungen Sie mitbringen müssen, um Ihre Fachkräfte selbst ausbilden zu dürfen.
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