Profil der Hauptschule stärken
Die Streichung der Übergangsprüfungen nach der Grundschule, die Absenkung der schulischen Leistungsanforderungen und der Trend zu weiterführenden Schulen haben einen strukturellen Wandel im allgemeinbildenden Schulwesen bewirkt. Während sich die Zahl der Hauptschüler in den letzten Jahrzehnten halbierte, verdoppelte sich die Zahl der Realschüler und Gymnasiasten.
Gleichzeitig weiteten sich die schulischen Korrekturbereiche aus. Inzwischen wird davon gesprochen, dass rund 1,2 Milliarden Euro für schulische Reparaturmaßnahmen aufgewendet werden müssen, wobei sich der Aufwand für privaten Nachhilfeunterricht auf über 750.000 Millionen Euro belaufen soll. Für ausbildungsbegleitende Hilfen gibt die Bundesanstalt für Arbeit rund 415 Millionen Euro aus.
Der Bildungsgang Hauptschule sollte in besonderer Weise arbeitswelt- und berufbezogen gestaltet werden. Das dadurch erworbene ausbildungsnahe Profil könnte der Hauptschule in der Bewertung durch Schüler, Eltern, Lehrer und Arbeitgeber wieder eine solche Attraktivität geben, dass sie auch in der Praxis zu einem weiterführenden Bildungsgang wird. Das Projekt "Partnerschaft zwischen Unternehmen und Schulen, die zum Hauptschulabschluss führen" ist ein geeigneter Beitrag. Die hessische Hauptschule muss von dem Image einer "Restschule" befreit werden.
Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main fordert, besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Hauptschulen zu richten, um konsequent die Stärken der Schüler zu fördern und Schwächen zu beheben.
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