Unterrichtung im Bewachungsgewerbe nach § 34a

Organisation der Unterrichtung

Die zuständige Fachabteilung der IHK Frankfurt hat das Bildungszentrum der
IHK mit der Organisation und der Durchführung der Unterrichtungen beauftragt.

 

Kontakt:
Team Bewachungsgewerbe
Jacqueline Reinemann
Tel. 069 2197-1450
E-Mail: j.reinemann@frankfurt-main.ihk.de

 

Sprechzeiten:
montags bis donnerstags von
09:00 Uhr bis 11:00 Uhr und
13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
freitags von
09:00 bis 12:00 Uhr

 

Ort der Unterrichtung
IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4

 

 

Allgemeines
§ 34 a der Gewerbeordnung macht die Erteilung der Erlaubnis für die Ausübung des Bewachungsgewerbes u.a. davon abhängig, dass zuvor eine Unterrichtung über die notwendigen rechtlichen Vorschriften oder bei bestimmten Tätigkeitsbereichen eine bestandene Sachkundeprüfung nachgewiesen werden kann.

 

Aktuelle Bewachungsgewerbeverordnung (juris)

 

Achtung: Änderung in der Gewerbeordnung und der Bewachungsverordnung
 

Am 1. Dezember 2016 trat das Gesetz zur Änderung bewachungsrechtlicher Vorschriften in Kraft. Damit gehen auch Änderungen der Bewachungsverordnung (BewachV) voraussichtlich zum Ende Dezember 2016 einher.

 

Änderungen beim Unterrichtungsverfahren:

  • Ersatzlose Streichung der 80-Stunden Unterrichtung für Selbständige, gesetzliche Vertreter einer juristischen Person und Betriebsleiter.
  • Konkretisierung der Anforderungen an die Sprachkenntnisse, über die die Teilnehmer am Unterrichtungsverfahren verfügen müssen. Es sollten mindestens Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Kompetenzniveau der selbständigen Sprachverwendung (Kompetenzniveau B1) vorhanden sein.
  • Die Unterrichtung kann bei jeder Industrie- und Handelskammer, welche die Unterrichtung anbietet erfolgen.
  • Im Rahmen der Unterrichtung hat die IHK sich mitunter durch einen aktiven Dialog mit den Unterrichtsteilnehmern, sowie durch mündliche und schriftliche. Verständnisfragen nach jedem Sachgebiet, zu überzeugen, dass die zu unterrichtende Person mit den für die Ausübung des Gewerbes notwendigen rechtliche Vorschriften und fachspezifischen Pflichten und Befugnissen sowie deren Anwendung nach der Maßgabe des § 4 BewachV vertraut ist.

 

Teilnahme am Unterrichtungsverfahren:

 

Für alle Mitarbeiter, die mit der Durchführung von Bewachungsaufgaben beschäftigt werden sollen, schreibt die Bewachungsverordnung ein mindestens 40-stündiges Unterrichtungsverfahren vor. 

 

Ausgenommen von dieser Pflicht sind:

  • Personen, die die Sachkundeprüfung nach § 5c Abs. 6 GewO erfolgreich abgelegt haben,
  • Selbständige, die vor dem 1. Dezember 1994 das Bewachungsgewerbe befugt ausgeübt haben oder als gesetzliche Vertreter oder Betriebsleiter tätig waren (Erläuterung befugte Ausübung),
  • als Unselbständige (Wachpersonal) am 31. März 1996 in einem Bewachungsunternehmen beschäftigt waren und dies durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers nachweisen können.

Folgende Prüfungszeugnisse werden als Nachweis der erforderlichen Unterrichtung anerkannt:

  • einschlägiger Berufsabschluss, wie z.B. IHK-geprüfte Werkschutzfachkraft, geprüfter Werkschutzmeister, Fachkraft für Schutz und Sicherheit, geprüfter Meister für Schutz und Sicherheit, geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft etc.
  • Nachweis von Abschlüssen im Rahmen einer Laufbahnprüfung zumindest für den mittleren Polizeivollzugsdienst, auch im Bundesgrenzschutz, für den mittleren Justizvollzugsdienst sowie für Feldjäger in der Bundeswehr.

Bitte beachten Sie:

Dem zuständigen Ordnungsamt ist der Befreiungstatbestand durch Vorlage der entsprechenden Zeugnisse nachzuweisen.

In Frankfurt am Main: Ordnungsamt, Gewerbeangelegenheiten, Kleyerstraße 86, 60326 Frankfurt am Main

 

Zweck der Unterrichtung

Zweck der Unterrichtung ist es, die im Bewachungsgewerbe tätigen Personen mit den für die Ausübung des Gewerbes notwendigen

  • rechtlichen Vorschriften und fachspezifischen Pflichten und Befugnissen und
  • deren praktischer Anwendung vertraut zu machen.

Die Unterrichtung ermöglicht den Teilnehmern damit die eigenverantwortliche Wahrnehmung von Bewachungsaufgaben.

 

Nach Abschluss der Unterrichtung wird eine Bescheinigung ausgestellt. Voraussetzung dafür ist:

  • die Teilnahme an der Unterrichtung ohne Fehlzeiten,
  • die Unterrichtung wurde aufmerksam verfolgt und der Unterrichtungsstoff wurde verstanden. Das setzt u.a. sehr gute Deutschkenntnisse voraus.

Bitte beachten Sie:

Ergibt sich, dass der Teilnehmer mit den notwendigen rechtlichen Vorschriften des Gewerbes nicht vertraut ist, ist die Bescheinigung zu verwehren.

 

Inhalte der Unterrichtung

Die Unterrichtung umfasst für alle Arten des Bewachungsgewerbes die fachspezifischen Pflichten und Befugnisse folgender Sachgebiete:

  • Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich Gewerberecht und Datenschutzrecht,
  • Bürgerliches Gesetzbuch,
  • Straf- und Strafverfahrensrecht einschließlich Umgang mit Waffen,
  • Unfallverhütungsvorschrift Wach- und Sicherungsdienste (DGUV 23),
  • Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen, Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen sowie interkulturelle Kompetenz unter besonderer Beachtung von Diversität und gesellschaftlicher Vielfalt und
  • Grundzüge der Sicherheitstechnik.

Nähere Informationen finden Sie im Rahmenplan für die Sachkundeprüfung und der Stoffsammlung für die Unterrichtung.

 

Zum Inhalt ist weiterhin zu beachten:

Die Unterrichtung ist kein Vorbereitungslehrgang auf die Sachkundeprüfung gem. §34a GewO.

Die Stoffpläne sind für Selbständige und Unselbständige weitgehend identisch, unterscheiden sich aber in der Intensität der Unterrichtung.


Dauer der Unterrichtung

  • Für Unselbständige (Wachpersonal) dauert die Unterrichtung mindestens 40 Unterrichtsstunden.
  • Eine Unterrichtsstunde beträgt 45 Minuten.

Die Unterrichtung erfolgt mündlich in deutscher Sprache. Die Teilnehmer müssen deshalb über die zum Verständnis des Unterrichtungsverfahrens unverzichtbaren deutschen Sprachkenntnisse verfügen. Es werden mündliche und schriftliche Verständnisfragen während der Unterrichtung gestellt.

 

Die Anzahl der Teilnehmer an einer Unterrichtung soll 20 Personen nicht übersteigen.

 

Gebühren für die Unterrichtung

Für die 40-stündige Unterrichtung fällt bei der IHK Frankfurt am Main eine Gebühr i.H.v. 425 Euro* (inklusive Literatur) an.

 

*entsprechend der Gebührenordnung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, es gilt jeweils die Gebührenordnung in der zum Zeitpunkt geltenden Fassung.

 

5-Tage-Unterrichtung (40-stündige Unterrichtung) für Personen i.S.v. § 1 Abs. 2 Nr. 4 BewachV für Angestellte

 

Termine* jeweils Montag bis Freitag
jeweils von 9:00 bis 16:30 Uhr

09.01.

bis

13.01.2017 - belegt

30.01.

bis

03.02.2017 - belegt

20.02.

bis

24.02.2017 - belegt

06.03.

bis

10.03.2017 - belegt

20.03.

bis

24.03.2017

03.04

bis

07.04.2017

24.04.

bis

27.04.2017

28.05

bis

12.05.2017

29.05.

bis

02.06.2017

03.07.

bis

07.07.2017

07.08.

bis

11.08.2017

21.08.

bis

25.08.2017

04.09.

bis

08.09.2017

25.09.

bis

29.09.2017

09.10.

bis

13.10.2017

23.10.

bis

27.10.2017

06.11.

bis

10.11.2017

04.12.

bis

08.12.2017

18.12

bis

22.12.2017

 

*) Änderungen vorbehalten!

 

Anmeldung

Wenn Sie sich für eine Unterrichtung anmelden möchten,

  • füllen Sie bitte das Anmeldeformular vollständig und gut lesbar aus und tragen Sie den Termin ein, an dem Sie teilnehmen möchten.
  • Bitte senden Sie uns das Formular per E-Mail, Fax oder per Post.
  • Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie von uns eine Bestätigung zusammen mit der Einladung.

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Zusätzliche Information

Bitte beachten Sie unsere Informationen zur Sachkundeprüfung nach § 34a der Gewerbeordnung.

 

Zweitschrift beantragen:


Im Falle des Verlustes der Originalbescheinigung können Sie eine Zweitschrift per Formular beantragen. Die Gebühr beträgt derzeitig 31,00 EUR entsprechend der Gebührenordnung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.