Ziele der Arbeitsgemeinschaft Gastropaten

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Wer Verantwortung in der Berufsbildung trägt, muss die Situation unter langfristigen Aspekten betrachten. Die Betroffenen verfolgen in der Öffentlichkeit oder in der Fachpresse verschiedene Themenkreise, die zum Teil kontrovers diskutiert werden.
 


  • Fachkräftemangel

  • hohe Zahl von Berufsabbrechern

  • schlechte Prüfungsergebnisse

  • Betriebe bilden nicht nach der Ausbildungsordnung aus

  • Bewerber/-innen bringen keine ausreichende Schulbildung ein

  • Prüferschulung

  • Berufsschulen im Vakuum

  • schlecht informierte Ausbilder/-innen und Ausbildungsbetriebe

  • fehlender Qualitätsstandard in der Ausbildung

Die Diskussion ist zum Teil von Unwissenheit geprägt, es wird leider zu häufig verallgemeinert und die Verantwortung meist auf den jeweils anderen geschoben. Das Gastgewerbe hat in den letzten 25 Jahren weit über eine Million junge Menschen ausgebildet. Sie sind die Garanten für die Leistungsfähigkeit in deutschen und internationalen Unternehmen. Die berufliche Ausbildung beeinflusst erheblich das Branchenimage. Nicht die eingesetzten Mittel und Technologien allein, sondern vor allem die Menschen und ihre Qualifikationen bestimmen den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.

Dabei sind diese Menschen nicht nur Leistungsträger, sondern auch Werbeträger. Das mehrheitliche Bemühen um eine gute Ausbildung wird aber häufig durch negative Aktivitäten Einzelner beeinflusst. Wenn Auszubildende über ihre persönlichen Ausbildungserlebnisse in öffentlichen Veranstaltungen, im Freundeskreis oder in der Familie berichten, hat das Auswirkungen auf den gesamten Wirtschaftsbereich. Plakative Negativschlagzeilen wie "Rüder Umgangston", "Keine Freistellung zur Berufsschule", "Unregelmäßige Gehaltsabrechnung", "Keine Unterweisung", "Mangelhafte Einarbeitung", "Fehlen von Dienstplänen" oder "Keine Ausbildung nach Plan" haben unerfreuliche Auswirkungen.

Die Öffentlichkeit nimmt diese Aussagen ungeprüft auf und hinterfragt nicht die näheren Umstände. So kommt eine Meinung zustande, die zu einem Negativimage führt, das ein schlechtes Licht auf die gesamte Branche wirft.

Dieser Tendenz muss entgegnet werden. Das kann nicht von außen kommen. Hierzu werden alle aufgefordert, die Kontakt zu Auszubildenden haben oder für die Ausbildung in den Unternehmen verantwortlich sind.


Zu den wesentlichen qualitätsbestimmenden Faktoren gehören unter anderem:
 

  • Die Werbung und Auswahl vom Auszubildenden

  • Die Gestaltung der Probezeit

  • Die Qualifizierung, Weiterbildung und Förderung von Ausbildern

  • Die Einführung in den Betrieb

  • Die Unterweisung

  • Der höfliche Umgang im Unternehmen

  • Die Einhaltung von Ausbildungs- und Versetzungsplänen

  • Die Gestaltung von Dienstplänen

  • Das persönliche Erscheinungsbild

  • Die Einhaltung der Arbeitsgesetze

  • Die Führung der Ausbildungsnachweise

  • Die Lernortkooperation von Betrieb und Berufsschule

  • Die Freistellung zu Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte

  • Die Konsequenzen einer Zwischenprüfung

  • Das Hinführen zu selbständigem Handeln

  • Die Zusammenarbeit von Auszubildenden und Gastgeberteam

  • Die kontinuierliche Verbesserung der Lernbedingungen

  • Die Vorbereitung auf die Abschlussprüfung

  • Die Ansprechpartner außerhalb der Ausbildung

  • Die Mitarbeit im Prüfungsausschuss

  • Die Organisation und Durchführung von Schülerpraktika

  • Die Personalentwicklung durch Weiterbildung

  • Das Ende der Ausbildung und die Nachbetreuung

  • Der korrekte Abschluss eines Ausbildungsvertrages


Um die Mängel zu beseitigen und die Qualität zu sichern, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Hierzu gehören unter anderem:
 

  • Zusammenarbeit mit allgemeinbildenden Schulen zur Verbesserung der Grundqualifikationen und Informationen über die Berufsausbildung im Gastgewerbe.

  • Durchführung von Image bildenden Maßnahmen, Sponsoring, Berufsbildungsmessen, Praktika unter Einbindung von Partnern und Auszubildenden sowie aktive Öffentlichkeitsarbeit durch Aktionen.

  • Nutzung aller Möglichkeiten des Azubimarketings.

  • Verbesserung der Kommunikation, der Personalführung und Personalentwicklung im Gastgeberteam.

  • Gespräche, Praktika und Informationen für Ausbildungsberater/-innen, Berufsberater/-innen, Lehrer/-innen, Eltern und andere Multiplikatoren

  • Informationen zur Umsetzung der Ausbildungsordnungen.

  • Angebote zur Weiterbildung von Ausbildern und Prüfern.

  • Weiterentwicklung der bestehenden Prüfungsstandards und Bewertungskriterien für die Zwischen- und Abschlussprüfung.

  • Ausbau der Fachkompetenz in den Berufsschulen durch verpflichtende Lehrerweiterbildung.

  • Regelmäßiger berufsbezogener Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten.


Um diese Ziele zu realisieren, sollte sich dieser ständige Arbeitskreis der berufsständigen Organisation bemühen. Rahmenbedingungen hierzu sind:
 

  • Vertreter/-innen aller gastronomischen Organisationen

  • Zentraler Standort

  • Entwicklung und Fortschreibung von Kriterien zur Qualitätssicherung

  • Umsetzung der Ergebnisse durch die Mitglieder der beteiligten Organisationen

  • Regelmäßiger Erfahrungsaustausch


Aktionsgemeinschaft Gastropaten

Ziel:

Nachwuchs für das Gastgewerbe gewinnen, qualifiziert ausbilden und für die Branche erhalten.
Die Mitglieder der beteiligten Organisationen müssen sich persönlich mit dem gemeinsamen Ziel der Qualitätssicherung identifizieren. Nur so ist auf Sicht mit Erfolgen zu rechnen. Die Beteiligten sind der Meinung, dass mit dieser Verbindlichkeit die Basis für alle zukünftigen Aktivitäten geschaffen wird.
Auf der Basis der jeweiligen Satzungen sollen sich die Mitglieder verpflichten, an dem Ziel der Qualitätssicherung in der gastronomischen Berufsausbildung mitzuwirken.



  • Jedes Mitglied ist Patin oder Pate.

  • Ziel der Patenschaft ist, junge Menschen über das Gastgewerbe zu informieren und Auszubildende qualifiziert auszubilden. Die Paten sind Botschafter der Branche und wirken so aktiv an der Sicherung des Fachkräftebedarfs mit.

  • Um das Ziel zu erreichen, verpflichten sich die Patinnen und Paten, Hilfestellung bei persönlichen und fachlichen Fragestellungen im Zusammenhang mit Berufsinformationen und Berufsausbildung zu geben.

  • Die Aktionsgemeinschaft Gastropaten plant gemeinsam die Projekte zur Qualitätssicherung der Berufsausbildung. Die Patinnen und Paten wirken aktiv an der Umsetzung der Projekte mit.


Die Qualität der gastronomischen Berufsausbildung soll durch aktive Mitwirkung an Veranstaltungen, Aktionen und in den ausbildenden Unternehmen gesichert werden. Hierzu gehören insbesondere die Bereiche:
 

  • Durchführung von oder Mitwirkung an Veranstaltungen

  • allgemeinbildende Schulen

  • Berufsbildungsmessen

  • Berufsinformationstage

  • Betriebspraktikum

  • Elternarbeit

  • Lehrerweiterentwicklung

  • Arbeitsamt

  • Förderung der Gastgeberidee

  • Ausbildung unter Beachtung aller rechtlichen Rahmenbedingungen

  • Förderung der persönlichen Entwicklung

Ein Logo soll dazu dienen, Aktivitäten zu kennzeichnen.