Radio machen kann jeder, oder?

Finanziell, technisch und organisatorisch unterstützt werden die NKLs und Offenen Kanäle in Hessen von der Landesanstalt für privaten Rundfunk. Außerdem finanzieren sich die nichtkommerziellen Sender aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Werbung darf auf diesen Kanälen nicht gesendet werden. Mitmachen kann im Grunde jeder, der etwas zu sagen oder zu senden hat.

Einen eigenen privaten Radio- oder Fernsehsender auf die Beine zu stellen ist komplizierter. Wer als Rundfunkanbieter über Satellit, Kabel oder Antenne auf Sendung gehen möchte, braucht dazu mindestens eine Frequenz und die Zulassung durch die Landesanstalt für privaten Rundfunk Hessen (LPR).

Die Landesanstalt schreibt terrestrische Frequenzen, die für neue Programme frei sind, im hessischen Staatsanzeiger aus. Daraufhin können private Rundfunkanbieter oder solche, die es werden wollen, Anträge auf Zulassung ihres Programmangebots stellen. Der Antrag beinhaltet eine Beschreibung der Programminhalte und ihrer Dauer, stellt die Übertragungstechnik und das Verbreitungsgebiet dar und enthält einen Finanzierungsplan.

Auf dieser Basis entscheiden die Gremien der LPR über Zulassung und Erteilung einer Frequenz. Die Voraussetzungen für die Zulassung sowie das Zulassungsverfahren sind im Gesetz über den privaten Rundfunk in Hessen geregelt.

Eine Ausnahme wird beim so genannten Einrichtungs- und Veranstaltungsrundfunk gemacht, bei dem ein vereinfachtes Zulassungsverfahren gilt. Hierbei handelt es sich um Programme, die speziell für eine Einrichtung (z.B. Schule, Krankenhaus, Supermarkt u.a.) oder im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung (z.B. Messen oder Kulturwochen) gestaltet sind. Weitere Informationen dazu gibt ein Merkblatt der LPR.