Branchenprofil Verkehr
Statistik
Anzahl der Unternehmen im Kammerbezirk (1. Januar 2011):
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KGT*
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HR*
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Gesamt
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Frankfurt
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1.779
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834
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2.613
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HTK
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333
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127
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460
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MTK
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276
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143
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419
|
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Gesamt
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2.388
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1.104
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3.492
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* Kleingewerbetreibende / Handelsregister
Der Anteil der Wahlgruppe Verkehr an der Gesamtzahl der Unternehmen im IHK Bezirk beträgt 4,2%.
Aus- und Weiterbildungssituation (Stand 31.12.2010):
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Neueintragungen (Neuabschlüsse Ausbildungsverträge) |
Bestand (momentan in Ausbildung befindlich) |
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Ausbildungsberufe |
2008 | 2009 | 2010 | 2008 | 2009 | 2010 |
| Kaufmann/frau für Spedition und Logistikdienstleistungen | 146 | 119 | 149 | 373 | 363 | 364 |
|
Fachkraft für Lagerlogistik |
105 | 91 | 104 | 254 | 251 | 255 |
|
Fachlagerist/in |
38 | 38 | 39 | 67 | 70 | 77 |
|
Eisenbahner/in im Betriebsdienst |
24 | 24 | 51 | 57 | 70 | 95 |
|
Kaufmann/frau für Verkehrsservice |
23 | 30 | 42 | 83 | 77 | 93 |
| Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen | 22 | 23 | 25 | 54 | 45 | 49 |
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Luftverkehrskaufmann/frau |
17 | 19 | 17 | 54 | 48 | 52 |
|
Berufskraftfahrer/in |
10 | 10 | 8 | 17 | 23 | 24 |
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Servicefahrer/in |
0 | 5 | 6 | 0 | 12 | 10 |
| Spedition, Lager, Transport und Verkehr gesamt: | 385 | 359 | 441 | 959 | 959 | 1.019 |
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Ausbildungsberufe gesamt: |
5.996 | 5.610 | 5.622 | 15.585 | 15.098 | 14.672 |
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Teilnehmer/innen |
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Weiterbildungsprofile |
2008 | 2009 | 2010 |
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Fachkaufmann/frau für Einkauf und Logistik |
79 | 105 | 63 |
|
Fachwirt/in für den Bahnbetrieb |
0 | 0 | 0 |
|
Logistikmeister/in (alt: Meister/in Lagerwirtschaft) |
16 | 13 | 3 |
|
Industriemeister/in Luftfahrttechnik |
36 | 48 | 44 |
|
Meister/in für Bahnverkehr |
21 | 25 | 19 |
|
Verkehrsfachwirt/in |
56 | 65 | 68 |
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Weiterbildungsprüfungen Logistik, Verkehr gesamt: |
208 | 256 | 197 |
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Weiterbildungsprüfungen |
2.834 | 3.022 | 3.163 |
Hauptprobleme und Chancen der Branche
Güterkraftverkehr
- Überkapazitäten im Güterkraftverkehr aufgrund der EU-Osterweiterung noch nicht überwunden
- Pflicht zur betriebswirtschaftlichen und ertragsorientierten Verhaltensweise
- zunehmender internationaler Konkurrenzdruck innerhalb des EU-Binnenmarkts; insbesondere bei Kabotage
- Harmonisierungsdefizite im Vollzug der verschiedenen sicherheitsrelevanten Vorschriften in der EU
- schlechtes Image unter Umweltgesichtspunkten in der öffentlichen Diskussion
- mangelnder Verkehrsinfrastrukturausbau
Straßenpersonenverkehr
- zunehmend wachsender internationaler Wettbewerbsdruck durch Öffnung der Märkte
- mangelnder Verkehrsinfrastrukturausbau
Taxiverkehr
- lokal zunehmender Konkurrenzdruck durch verbesserten ÖPNV
- Verstärkung des Konkurrenzdrucks durch auswärtige Taxiunternehmer
- häufige Unternehmerwechsel durch schlechte Ertragslagen bei gleichzeitiger Zahlung erheblicher Ablösebeträge (Konzessionspreise)
ÖPNV
- Anpassungsprobleme auch für die in Privatisierungsprozessen befindlichen kommunalen Nahverkehrsanbieter.
- Probleme mit der Ausschreibung bei kleinen und mittelständischen privaten Busunternehmen.
Eisenbahn
- Nach dem Frachtverkehr soll bis 2010 innerhalb der Europäischen Union auch der Passagierverkehr auf der Schiene liberalisiert werden.
- Güterzüge aus anderen EU-Staaten haben das Recht Binnentransporte zu übernehmen. Die Eisenbahngesellschaften müssen für das Schienennetz getrennte Bücher führen und die Züge der Konkurrenz zu den gleichen Bedingungen auf ihren Schienen fahren lassen wie die eigenen. In der Praxis wird die Konkurrenz jedoch weiterhin nach allen Regeln der Kunst behindert. 90 Prozent der Güter auf der Schiene werden weiter von den Ex-Monopolisten befördert.
- Die nationalen Schienennetze wachsen nur langsam aufgrund unterschiedlicher technischer Voraussetzungen wie Stromsysteme oder Sicherheitsvorschriften zusammen. Sie machen den europaweiten Einsatz von Lokomotiven und Waggons oft unmöglich. Einschließlich der Schweiz gibt es bspw. 15 unterschiedliche Signalsysteme in Europa.
Luftverkehr
- Im Weltluftverkehr hält der Aufwärtstrend an. Die große Nachfrage ließ die Beförderungsleistungen der Airlines weiter ansteigen. Der Luftverkehr wird sich auch in Zukunft hauptsächlich auf die großen Drehscheiben Europas (Hubs) verteilen.
- Das Wachstum der Hubs wird, aufgrund der gegenseitigen Abhängigkeit, alle anderen Flughäfen ebenfalls positiv beeinflussen.
- Eine wesentlich verbesserte Intermodalität in Deutschland und Europa ist daher unerlässlich, die Schaffung von bedarfs- und wettbewerbsgerechten Flughafenkapazitäten ist daher ein vorrangiges Ziel.
- Fehlende Kapazitäten auf Frankfurter Flughafen. Der Ausbau muss zügig vorangetrieben werden.
Postwesen
- Die Postdienste in der EU sollen stufenweise liberalisiert werden. Seit 2006 liegen nur noch die Beförderungen unter 50g im Monopolbereich der nationalen Anbieter. Über den Zeitpunkt einer vollständigen Marktöffnung konnten die Mitgliedstaaten der EU jedoch bisher keine Einigung erzielen.
- Deutschland sieht die vollständige Liberalisierung seit dem 01.01.2008 vor.
- Das im deutschen Postgesetz genannte Ziel der Erstellung von chancengleichem und funktionsfähigem Wettbewerb wird nach wie vor verfehlt. Trotz fortschreitender Liberalisierung behauptet die Deutsche Post AG einen Marktanteil von knapp 91%. Sie beschränkt das Marktvolumen, auf dem Wettbewerb möglich ist, und hindert Wettbewerber daran, Größen- und Verbundvorteile für einen verstärkten Marktauftritt in den liberalisierten Teilen des Marktes zu nutzen. Die Exklusivlizenz schafft Raum für Quersubventionen und ermöglicht es der Deutschen Post AG, ihre Monopolmacht auf benachbarte Märkte auszudehnen.
Leistungen der IHK für die Branche
- Im hoheitlichen Bereich: Fachkundeprüfungen, Beurteilungen beim Marktzugang, Anmeldung und Überwachung von Gefahrgutschulungen und Ortskenntnisprüfungen für Taxifahrer. Seit dem 01.09.2008 Einführung der Prüfung für Berufskraftfahrer für Bus und Lkw.
- Im Servicebereich: Adressenvermittlungen, Auskünfte im internationalen Verkehr, Auskünfte über Rechtsfragen, Begutachtungen im Rahmen von notwendigen Ausnahmen vom Straßenverkehrsrecht, Mitarbeit und Gestaltung der Taxitarife sowie Stellungnahmen im Rahmen der Beantragung öffentlicher Finanzierungshilfen.
- Im Politbereich: Eintreten für notwendige Verkehrsinfrastruktur (Straßenbau und -erhalt, Mitarbeit im Regionalen Dialogforum zum Ausbau des Frankfurter Flughafens), Fortentwicklung der verschiedenen Rechtsrahmen für die Gewerbeausübung (Fortschreibung des Straßenverkehrsrechts und des untergesetzlichen Regelwerks, Postliberalisierung), Hilfen für das örtliche Taxigewerbe bei Kommunen, Unterstützung der Autovermieter bei den örtlichen Zulassungsstellen, Sachstandanalyse der Ausübungspraxis der Auftragsvermittlungszentrale in Hessen für Abschleppunternehmen.
PR-Aktionen / Veröffentlichungen
- Straßenzustandsbericht und Verkehrssicherheit in Frankfurt am Main
- Mobilitätsplan Frankfurt am Main (deutsch/englisch)
- Verkehrsinfrastruktur in Hessen
- Bedarfsgerechte Verkehrsinfrastruktur – Anforderungen an die Verkehrspolitik im Bezirk der IHK Frankfurt am Main
- Broschüre „Flughafenausbau jetzt – Für Wachstum und Arbeitsplätze in FrankfurtRheinMain“
- Positionspapier „Autohöfe“
April 2011
Ansprechpartner
Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Dr. Alexander Theiss
Standortpolitik