Prüfungen für Gefahrgutbeauftragte und Erteilung von Schulungsnachweisen

I. Allgemeines
Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main bietet alle von der Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV) vorgesehenen Prüfungsarten an. Dies gilt sowohl für Grund- und Ergänzungs- als auch für Verlängerungsprüfungen und umfasst Prüfungen für alle Verkehrsträger gemäß § 6  der Gefahrgutbeauftragtenverordnung und der Satzung betreffend die Schulung, die Prüfung und die Erteilung des Schulungsnachweises für Gefahrgutbeauftragte (GbV-Satzung).


II. Prüfungstermine
Die Abnahme von Prüfungen für Gefahrgutbeauftragte ist an jedem Freitag eines Monats  um 10.00 Uhr, nach vorheriger schriftlicher Anmeldung (per Post, Fax oder E-Mail) in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main, möglich.

Soweit Lehrgangsveranstalter absehen können, dass nach Lehrgangsende eine größere Anzahl von Teilnehmern zur Prüfung zur IHK Frankfurt am Main kommen möchte, wird um eine entsprechende Vorankündigung gebeten.

Die Durchführung von Prüfungen bei
Lehrgangsveranstaltern nach Beendigung der Lehrgänge ist möglich. In diesen Fällen ist eine vorherige rechtzeitige (mindestens zwei Wochen vor der Prüfung) Terminabstimmung erforderlich. Die dadurch entstehenden besonderen Kosten werden dem Lehrgangsveranstalter nach Zeitbedarf incl. Anfahrt in Rechnung gestellt (100,- Euro je Stunde). Eine evtl. Absage muss bis spätestens vier Tage vor dem vorgesehenen Prüfungstermin erfolgen.


III. Prüfungsvoraussetzungen
Der Prüfling muss sich mit gültigem Personalausweis oder Reisepass ausweisen können. Der Prüfling muss darüber hinaus entsprechend seinem Wunsch zum Prüfungsumfang den entsprechend besuchten Lehrgang nachweisen können, soweit es sich um einen Grundlehrgang mit Grundprüfung oder einen Ergänzungslehrgang mit Ergänzungsprüfung handelt. Es muss zur Prüfung eine Lehrgangsbestätigung eines von einer IHK anerkannten Lehrgangsveranstalters vorgelegt werden.

Wer eine Wiederholungsprüfung gemäß § 17 Abs. 5 oder § 18 Abs. 3 GbV-Satzung für die Grund- oder Ergänzungsprüfung wünscht, muss den Bescheid einer IHK zur Erstprüfung vorlegen und versichern, dass die Voraussetzungen dieser Vorschriften erfüllt sind.
 
Die Verlängerungsprüfung gemäß § 16 Abs. 3 GbV-Satzung setzt voraus, dass der Prüfling über einen gültigen Schulungsnachweis verfügt. Die Prüfung darf nur für die Verkehrsträger abgelegt werden, die Inhalt des bestehenden Schulungsnachweises sind.  Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden, sofern der Prüfungstermin innerhalb der Gültigkeitsdauer des bestehenden Schulungsnachweises liegt.

Für eine Prüfungsteilnahme ist die vorherige Bezahlung der Prüfungsgebühr erforderlich. Das kann erfolgen:
  • durch vorherige Überweisung auf das Konto Nr. 12629601 bei der Postbank Niederlassung Frankfurt am Main, BLZ 500 100 60 unter dem Stichwort "GbV-Prüfung" und Name des Teilnehmers (bitte den Überweisungsbeleg bei der Prüfung vorlegen)
  • durch Barzahlung am Prüfungstag

IV. Gebühren
Gemäß der Gebührenordnung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main werden
  • 165,00 EUR für Grundprüfungen, Ergänzungsprüfungen oder Verlängerungsprüfungen, unabhängig von ihrem Umfang (ein oder mehrere Verkehrsträger) und
  • 31,00 EUR für die Ersatzausstellung von Schulungsbescheinigungen von Gefahrgutbeauftragten
berechnet.


V. Schulungsnachweis
Ausstellung und Gültigkeitsdauer des EG-/Schulungsnachweises

Erstausstellung
Grundlehrgang + bestandene Grundprüfung (§ 4  GbV)

 
Erweiterung des Umfangs des Schulungsnachweises
gültiger Schulungsnachweis + Lehrgang für einen weiteren Verkehrsträger + bestandene Ergänzungsprüfung (§ 4 GbV)
 
Verlängerung
gültiger Schulungsnachweis + bestandene Verlängerungsprüfung (§ 4 GbV)

(Eine Schulung ist nicht mehr zwingend vorgeschrieben, wird aber allgemein empfohlen, da die Auffrischung der Kenntnisse generell von Vorteil ist, um die Prüfung erfolgreich zu absolvieren).

 

Jeder Schulungsnachweis hat eine Gültigkeit von fünf Jahren. Seine Geltungsdauer wird ab dem Zeitpunkt des Ablaufs um jeweils fünf Jahre verlängert, wenn der Inhaber des Nachweises innerhalb von zwölf Monaten vor dem Ablauf der Geltungsdauer eine Prüfung nach § 6 Abs. 4 GbV bestanden hat.

 
Bei Ergänzungsprüfungen gemäß § 6 Abs. 2 GbV berechnet sich die Gültigkeitsdauer des Schulungsnachweises nach dem bereits ausgestellten Exemplar.
 

VI. Prüfungsabwicklung
Entsprechend den beantragten Prüfungsgebieten erhalten die Prüflinge einen Fragebogen, der in den vorgegebenen Prüfungszeiten gemäß Satzung zu bearbeiten ist.
 
Als Hilfsmittel sind ausschließlich die gefahrguttransportrechtlichen Rechtsvorschriften in gebundener Form erlaubt. Für diese Unterlagen ist der Prüfling verantwortlich. Gefahrgutvorschriften, die auf Laptops oder sonstigen elektronischen Medien hinterlegt sind, können nicht zur Prüfung zugelassen werden, da nur sehr schwer nachvollziehbar ist, ob nicht andere Dateien ebenfalls gespeichert sind, die eigene Aufzeichnungen enthalten. Loseblattsammlungen sind aus den zuvor genannten Gründen ebenfalls nicht zugelassen.

Allgemein (Verkehrsträgerübergreifend)
  • Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG)
  • Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV)
  • Gefahrgut-Ausnahmeverordnung (GGAV)
  • Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG)
  • Atomgesetz (AtG)
  • Strahlenschutzverordnung (StrlSchV)
  • Sprengstoffgesetz (SprengG)
  • Chemikaliengesetz (ChemG)
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
  • Straßenverkehrsgesetz (StVG)
  • Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Einzelne Verkehrsträger
 
Straße
Schiene
Binnenschifffahrt
ADR mit Anlagen
RID mit Anlagen
ADN mit Anlagen
GGVSEB
GGVSEB
GGBinsch
Kontrollverordnung
COTIF-Übereinkommen
 
RSEB
RID-Ausnahmeverordnung
 
 
RSEB
 
 
Seeschifffahrt
 
IMDG-Code
 
Gefahrgutverordnung See
 
Container-Pack-Richtlinie
 
SOLAS
 



 

Auf die Folgen von tatsächlichen und versuchten Täuschungshandlungen gemäß § 20 Abs. 4  der SatzungGbV2011 betreffend die Schulung, die Prüfung und die Erteilung des Schulungsnachweises für Gefahrgutbeauftragte wird ausdrücklich hingewiesen: Ausschluss von der Prüfung und Nichtbestehen.
 

Die Ergebnisse der Prüfung werden so zeitnah wie möglich dem Prüfling schriftlich in einem Bescheid mitgeteilt.




VII. Ansprechpartner

Für Rückfragen und weitere Absprachen steht jederzeit unter der Telefonnummer 069 - 2197 - 1334, Herr Kreis zur Verfügung. Fax: 069 - 2197 - 1485.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Harald Kreis Standortpolitik
Telefon:069 2197-1334 Fax:069 2197-1485

Ortskenntnisprüfung für Taxifahrer

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Publikation: Verkehrsinfrastruktur für Hessen

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