Elektromobilität

Förderung von Elektromobilität

Seit 1. Januar 2017 ist das Gesetz zur Förderung der Elektromobilität in Kraft. Die Förderung enthält ein Gesamtpaket im Umfang von 1 Mrd. Euro, das sich auf drei Gruppen erstreckt:

  • eine Kraftfahrzeugsteuerbefreiung,
  • den Ausbau der Ladeinfrastruktur und
  • eine Reduzierung der Kostenlücke zu konventionellen Kfz. 

 

1. Kfz-Steuerbefreiung

Für seit dem 1.1.2016 erstmals zugelassene reine Elektrofahrzeuge (einschließlich Brennstoffzellenfahrzeuge) gilt derzeit eine 5-jährige Kfz-Steuer-Befreiung. Diese Befreiung wird rückwirkend zum 1.1.2016 auf 10 Jahre erweitert.

Die Befreiung gilt für Personenkraftwagen, Nutzfahrzeuge, Leichtfahrzeuge und Krafträder für Zulassungen bis zum 31.12.2020 (§ 3d Abs. 1 KraftStG).

Auch eine vollständige Elektro-Umrüstung von Bestandsfahrzeugen wird in die 10-jährige Steuerbefreiung mit einbezogen, soweit es sich dabei um verkehrsrechtlich genehmigte Elektroumrüstungen handelt (§ 3d Abs. 4 KraftStG).

 

2. Förderung des Ausbaus von Ladeinfrastruktur

Vom 1. März 2017 an können private Investoren, Städte und Gemeinden Förderanträge stellen. Die Förderung umfasst neben der Errichtung der Ladesäule auch den Netzanschluss und die Montage. Voraussetzung für die Förderung ist unter anderem, dass die Ladesäulen öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. 

Antragstellungen bei der BAV sind ab dem 01. März 2017, 12:00 Uhr möglich.

 

3. Umweltbonus (Kaufprämie für Elektrofahrzeuge)

Seit Juli 2016 können Käufer von Elektroautos eine Prämie beantragen. Sie erhalten einen Betrag von 4.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge und von 3.000 Euro für Plug-in-Hybride. Bund und Industrie tragen jeweils die Hälfte des Zuschusses. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). 

Die Anträge können online beim Bafa gestellt werden. Das Amt vergibt die Förderung solange bis die Bundesmittel von 600 Millionen Euro aufgebraucht sind. Das Programm läuft spätestens 2019 aus.

 

 

 

Informationen zum Laden von Elektrofahrzeugen beim Arbeitgeber

 

Vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2020 ist das kostenlose „Betanken“ an Ladestationen beim Arbeitgeber (auf dessen Parkplatz, in dessen Garage, Parkhaus) sowohl für private Elektro- und Hybridfahrzeuge als auch für solche Dienstwagen, die zur privaten Nutzung überlassen wurden, jeweils steuerfrei.

 

Hierunter fallen auch Arbeitnehmer, die den geldwerten Vorteil für die private Nutzung des betrieblichen Kraftfahrzeugs nach der sogenannten Fahrtenbuchmethode ermitteln. Mit der Änderung wird das elektrische Aufladen eines vom Arbeitnehmer auch privat genutzten betrieblichen Kraftfahrzeugs in die Steuerfreiheit einbezogen. Die Steuerbefreiung gilt auch für Leiharbeitnehmer im Betrieb des Entleihers. 

 

Ferner wird auch eine verbilligte oder unentgeltliche Übereignung von Ladevorrichtungen an einen Arbeitnehmer begünstigt. Dies ist der Fall, wenn der Arbeitnehmer einen Elektrodienstwagen erhält und dieser auch an der Wohnung des Arbeitnehmers geladen werden muss. Der Arbeitgeber kann die Kosten für die Anschaffung und Errichtung für die Garage, Wohnhaus, Parkplatz des Arbeitnehmers übernehmen. Diese Kosten kann durch den Arbeitgeber mit 25 % pauschal lohnversteuert werden. Gleiches gilt für Arbeitgeberzuschüsse zur Anschaffung einer Ladeeinrichtung durch den Arbeitnehmer (§ 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 EStG).

 

In beiden Fällen wird jedoch Voraussetzung sein, dass die Vorteile zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden. Eine Entgeltumwandlung ist nicht begünstigt.

 

 

E-Bikes nicht steuerbefreit

Nicht umgesetzt wird die von den Bundesländern zunächst vorgeschlagene Förderung mittels einer Sonderabschreibung für Elektrofahrzeuge bzw. für Ladevorrichtungen im betrieblichen Bereich. Und auch das Aufladen sog. E-Bikes wird nicht steuerbefreit sein. Pedelecs dagegen gelten als Kraftfahrzeuge, weil sie in der Lage sind, 25 km/h zu fahren.

 

 

 

Förderberatung des Bundes

Allgemeine Informationen zu Förderung von Elektromobilität in Unternehmen finden Sie auch auf der Seite Förderinfo des Bundes. Hier finden Sie auch verschiedene Ansprechpartner.

 

 

 

Förderdatenbank

​Einen Überblick gibt ebenso die Förderdatenbank.

 

 

 

Modellregion Elektromobilität Rhein-Main

Auf der Seite der Leitstelle sowie auf den Seiten der Bundesregierung finden Sie weitere Informationen zur Modellregion Elektromobilität Rhein-Main.

 

 

Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität

Bereits 2007 erklärte die Bundesregierung im Integrierten Energie- und Klimaprogramm die Förderung der Elektromobilität zu einem entscheidenden Baustein für den Klimaschutz. 2009 folgte mit dem "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" dann der maßgebliche Handlungsrahmen. Ziel ist, die Forschung und Entwicklung, die Marktvorbereitung und die Markteinführung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen in Deutschland voranzubringen. Bis spätestens zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren.

 

Am 3. Mai 2010 wurde deshalb die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) ins Leben gerufen, um Elektromobilität in Deutschland entscheidend voran zu bringen und die Markteinführung innovativer Elektrofahrzeuge zu beschleunigen. Die NPE veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Fortschrittsberichte, aktuell den "Wegweiser Elektromobilität", der den bis Juni 2016 erreichten Entwicklungsstand für Elektromobilität in Deutschland erfasst..


Das "Regierungsprogramm Elektromobilität" aus dem Jahr 2011 formulierte schließlich die bis heute maßgebliche Strategie und die zugehörigen Instrumente. Ziel ist, Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität zu entwickeln. Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren. Bis 2030 sollen es schon sechs Millionen sein. Die vier für Elektromobilität zuständigen Ressorts der Bundesregierung BMWi, BMVI, BMUB und BMBF haben daraufhin die Unterstützung der Elektromobilität intensiviert. 

 

 

Leitfaden zur Integration von Elektrofahrzeugen in die Unternehmensflotte

 

Die Nationale Organisation Wasserstoff (NOW) hat einen Handlungsleitfaden zur Integration von Elektrofahrzeugen in Flotten von Unternehmen bzw. Fuhrparkbetreibern veröffentlicht.

Der Leitfaden zeigt Potenziale der Elektromobilität für Unternehmen auf, macht Handlungsoptionen für die Integration von Elektrofahrzeugen in den Fuhrpark deutlich und informiert mittels Praxisbeispielen.

Der Leitfaden und weitere Publikationen können auf der Seite www.starterset-elektromobilitaet.de/publikationen heruntergeladen oder bestellt werden.

Hier finden Sie auch weitere nützliche Informationen rund um das Thema Elektromobilität in Unternehmen.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Dr. Susanne Rühle Standortpolitik
Telefon: 069 2197-1303Fax: 069 2197-1485

Publikation: Hessische Verkehrsumfrage

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