Staufreies Hessen
Im Rahmen des Projekts "Staufreies Hessen bis 2015" der Landesregierung gibt es eine Kooperation zwischen dem Hessischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen sowie dem Hessischen Rundfunk (hr).
Ein Redakteur vom hr nimmt während der Hauptberufsverkehrszeiten einen festen Arbeitsplatz in der Verkehrszentrale Hessen (VZH) ein. In der europaweit leistungsstärksten Zentrale werden mit mehr als 3.000 Induktionsschleifen sowie 80 parallel verfügbaren Videobildern alle Verkehrsdaten der hessischen Autobahnen aufgezeichnet und weiterverarbeitet.
Der hr-Redakteur kann somit alle Verkehrslageinformationen schnell der hr-Verkehrsredaktion übermitteln. Der Sender wiederum informiert je nach Bedeutung in den nächsten Verkehrsnachrichten oder in Sondermeldungen über die Lage auf den Straßen. Angedacht sind auch zusätzliche Liveberichterstattungen aus dem Kontrollraum der VZH, um die Verkehrsteilnehmer z.B. über schwere Unfälle oder Messeverkehrslagen zu informieren.
Ziel der Kooperation ist, die Autofahrer schnell, präzise und aktuell zu informieren. Damit diese bei ihrer Routenwahl entsprechend reagieren können. Außerdem soll die Akzeptanz gegenüber Reisezeitverzögerungen und Umleitungen bei den Verkehrsteilnehmern gesteigert werden.
Die Kooperation zwischen dem Hessischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen (Verkehrszentrale Hessen) und dem Hessischen Rundfunk ist Teil der Initiative Staufreies Hessen 2015.
Elemente dieses Programms sind unter anderem:
- Zeitweise Freigabe der Autobahnstandspuren
- Frühwarnsystem – Diana
- Die Einrichtung der Integrierten Gesamtverkehrsleitzentrale (IGLZ) mit Verkehrshinweisen innerhalb Frankfurts und die
- elektronische Wegweisung auf Autobahnen
- Informationstafeln zur Fahrtzeitanzeige an Autobahnen
- Förderung von Fahrgemeinschaften (www.pundm.hessen.de)
Position der IHK: Funktionierende Mobilität ist ein wichtiger Standortfaktor
Aus der Dynamik des Wirtschaftsraums FrankfurtRheinMain ergibt sich ein hohes Verkehrsaufkommen, das alle Systeme beansprucht. Die Sicherstellung funktionierender Verkehrswege auf den Straßen, der Luft, dem Wasser und der Schiene sowie der Schnittstellen ist unverzichtbar, damit der Standort wachsen und sich entwickeln kann. Mobilität bedeutet sowohl für die Wirtschaft als auch für die Gesellschaft Wachstum und Beschäftigung, Freiheit und Lebensqualität. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass der fließende und ruhende Straßenverkehr so organisiert wird, dass er staufrei fließen kann. Hierzu ist die Strategie der Landessregierung mit dem Programm „Staufreies Hessen 2015“ ein wichtiger Bestandteil. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass das Zusammenspiel aller Verkehrsträger und deren Schnittstellen sichergestellt wird. Dazu gehört auch die Sicherung ausreichender Kapazitäten bei der Schiene, im Luftverkehr und auf der Straße. Deshalb ist es für den Standort Ballungsraum FrankfurtRheinMain so wichtig, dass zügig das Schienenförderprogramm Frankfurt RheinMain plus die Leistungsfähigkeit des Schienenknotens FrankfurtRheinMain steigert, der Flughafen so schnell wie möglich bei Abwägung der Interessen aller Beteiligter unter Beachtung des Mediationsergebnisses eine weitere Landebahn erhält und auch die Straßen die notwendigen Kapazitäten erhalten. Auch hier hat die Region FrankfurtRheinMain mit allein 12 identifizierten Engpässen mit permanenter Staugefahr Nachholbedarf. Dies hat die Engpassstudie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) herausgefunden: Download Stauatlas.
Ansprechpartner
Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Dr. Alexander Theiss
Standortpolitik