Arbeitskreis Stärkung des Vertrauens in die Finanzmärkte

Arbeitskreis „Stärkung des Vertrauens in die Finanzmärkte“ der IHK Frankfurt fordert Rechtssicherheit bei Finanzdienstleistungs- und Kapitalanlageberatung

Der Arbeitskreis „Stärkung des Vertrauens in die Finanzmärkte“ der IHK Frankfurt fordert, die Arbeit für die Finanzdienstleistungs- und Kapitalanlageberater auf ein sicheres Fundament zu stellen.

Mit dem Positionspapier „Finanzdienstleistungs- und Kapitalanlageberatung auf Honorarbasis“ setzt er einen neuen Impuls für die weitere Beratung des Ansatzes Honorarberatung.

Das Papier spricht sich für konkrete Schritte zur Einführung des „Unabhängigen Finanzberaters“ mit einem rechtlich klar definierten Berufsbild aus.

Nachdem der Arbeitskreis den Eindruck hat, dass die politisch Handelnden derzeit keine Erfordernis sehen, diesen in der „Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vorgesehenen Ansatz weiter zu verfolgen, hat er sich entschlossen, die Anpassungsnotwendigkeiten des bestehenden Rechtsrahmens aufzuzeigen und Verbesserungsvorschläge für eine künftige Regulierung vorzulegen.

Die im Rahmen des Positionspapiers identifizierten Ansätze lassen sich auf die folgenden Aspekte verdichten:
 
  • Die aktuelle Diskussion um die verschiedenen Vergütungsmodelle ist nicht zielführend. Honorar- und Provisionsberatung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
     
  • Dringend müssen verlässliche gesetzliche Grundlagen für die Honorarberatung geschaffen werden. Eine Vielzahl von Finanzdienstleistern sind dem im Rahmen der "Qualitätsoffensive Verbraucherfinanzen" des BMELV erfolgten Ruf nach Unterstützung von Honorarberaterlösungen gefolgt und haben entsprechende Beratungskonzepte bereits entwickelt und umgesetzt. Das Ausharren im ungeregelten rechtlichen Raum ist ihnen nicht länger zuzumuten.
     
  • Die Schaffung und rechtliche Verankerung eines Berufsbildes „Unabhängiger Finanzberater“ ist dazu erforderlich. In diesem Zusammenhang sind auch Qualifikationserfordernisse, Zulassung, Registrierung und laufende Kontrolle zu beschreiben und gesetzlich zu verankern.
     
  • Ohne solche Grundlagen riskieren diese Finanzberater Verstöße gegen geschützte Betätigungsfelder wie beispielsweise § 34e der Gewerbeordnung, gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz und / oder gegen § 32 des Kreditwesengesetzes.
     
  • Das Modell der Honorarberatung kann für Verbraucher eine sinnvolle Alternative sein. Wenn die o. g. Voraussetzungen geschaffen sind, ist gewährleistet, dass Verbraucher transparent zwischen provisionsorientierter und honorarorientierter Beratung wählen und bei der Beratung auf Honorarbasis darauf vertrauen können, dass der Berater über die notwendigen Kenntnisse verfügt und nach einem rechtlich verpflichtenden Kodex handelt.
Der Arbeitskreis „Stärkung des Vertrauens in die Finanzmärkte“ sieht den Gesetzgeber im Zugzwang, die gesetzliche Basis für eine wirklich unabhängige, qualifizierte und ausschließlich an den Interessen des Beratungssuchenden ausgerichtete Finanzberatung zu legen. Das BMELV ist aufgefordert, schnellstmöglich Regelungen zu erlassen, die die Definition der notwendigen Qualifikationen, die Einrichtung eines ordentlichen Zulassungsverfahrens und die Festlegung eines Provisionsannahmeverbotes beinhalten.

Die Vorschläge des Arbeitskreises sind im Positionspapier eingehender ausgeführt. Die Pressemitteilungen finden Sie hier.
 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Michael Höppner Finanzplatz - Unternehmensförderung - Starthilfe stv. Geschäftsführer
Telefon:069 2197-1281 Fax:069 2197-1383

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