IHK-Jahresthema 2012: Energie und Rohstoffe für morgen
Energie für morgen
Mit den Beschlüssen von Bundestag und Bundesrat zur Energiewende hat die deutsche Politik einen grundlegenden Umbau der Energieversorgung eingeleitet. Unterbrechungsfrei verfügbare Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen ist für viele Unternehmen eine zentrale Voraussetzung, um auf den internationalen Märkten bestehen zu können. Neue Netze, Speicher und Kraftwerke müssen daher gebaut werden, denn nur so können erneuerbare Energien die Versorgung übernehmen. Die Unternehmen ihrerseits müssen Kompetenz und Kreativität bei der Steigerung der Energieeffizienz unter Beweis stellen.
Wohlstand, Sicherheit und Fortschritt in einer lebenswerten Umwelt sind ohne eine leistungsfähige Energiepolitik und Energiewirtschaft nicht denkbar. Damit der von der Politik in Hessen eingeleitete Weg der Energiewende zum Erfolg wird, haben sich die hessischen Industrie- und Handelskammern aktiv und mit konkreten Vorschlägen in den Gesprächen zum Energiegipfel eingebracht. Es geht darum, mit den richtigen Maßnahmen den Umbau der Energieversorgung so zu gestalten, dass diese den Unternehmen nicht zum Standortnachteil werden.
Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt wird im Dialog mit der Politik darauf achten, dass Fehlentwicklungen vermieden werden.
Die IHK Frankfurt fordert:
- Energie muss langfristig planbar, umweltschonend, sicher und zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung stehen.
- Ein breiter Energiemix für die Zukunft ist anzustreben.
- Der Ausbau erneuerbarer Energien muss wettbewerbsfähig gestaltet werden.
- Eine effiziente Energienutzung muss gefördert werden.
- Die Energieforschung muss intensiviert und technologieoffen gestaltet werden.
Rohstoffe für morgen
Mit dem Wirtschaftsaufschwung des vergangen Jahres und durch „politische Verknappung“ auf einigen Rohstoffmärkten ist die Versorgung der heimischen Wirtschaft mit wichtigen Rohstoffen gefährdet – zumindest sind die Preise zum Teil deutlich gestiegen. Insbesondere das produzierende Gewerbe bekommt, bei einem Materialkostenanteil in einigen Branchen von bis zu 45 Prozent, diese Veränderungen zu spüren.
Die hessische Wirtschaft hat durch ihre Innovationskraft, ihre moderne Industriestruktur und eine besonders ressourcenbewusste Produktion die besten Voraussetzungen, diesen Veränderungen zu begegnen.
Dennoch werden auch in Hessen nicht alle Potenziale genutzt, um die starke Abhängigkeit von den internationalen Rohstoffmärkten zu minimieren und wirtschaftliche Risiken abzubauen. Potenziale gibt es etwa beim Materialeinsatz (Substitution), der Rohstoffeffizienz, in der Kreislaufwirtschaft oder selbst im Einkauf. In ihrem Veranstaltungsprogramm 2012 werden die hessischen IHKs hierzu Hilfestellung bieten und Wege für ein angepasstes betriebliches Ressourcenmanagement aufzeigen.
Die IHK Frankfurt fordert:
- Der Zugang zu Rohstoffen in Hessen wie weltweit muss für die Unternehmen gesichert sein.
- Die Förderung der Rohstoffeffizienz muss durch Forschung und Entwicklung vorangetrieben werden.
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Höhere gesetzliche Recyclingquoten führen nicht zu einer Erhöhung der Rohstoffeffizienz.
Mit einem modernen Veranstaltungs- und Lehrgangsprogramm wird ihre IHK Frankfurt 2012 verschiedene Seminare, Podiumsdiskussionen und Ausstellungen anbieten. Hinzu kommt die persönliche Beratung zu Themen aus den Feldern Energie und Rohstoffe.
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