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Innovationsmanagement
Von der Idee zum erfolgreichen Produkt

Eine Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Umsatz von Unternehmen aller Größenordnungen durch Innovationsmanagement enorm gesteigert werden kann. Dies sollte Unternehmer motivieren, ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen.

Innovationsmanagement spielt in Unternehmen eine immer wichtigere Rolle. Unternehmen für dieses Thema zu sensibilisieren und auch Weiterbildungen anzubieten, ist das Anliegen der IHK-Innovationsberatung Hessen. Über 500 Fach- und Führungskräfte aus Hessen und den benachbarten Bundesländern haben in den beiden vergangenen Jahren Lehrgänge besucht, um Kompetenz im Innovationsmanagement zu erwerben.

Ob aus einer guten Idee ein marktreifes Produkt wird, entscheidet sich im Unternehmen. Ein Innovationserfolg entsteht aber erst dann, wenn der geniale Gedanke auch auf systematische Prozesse zur Umsetzung stößt. Doch hier zeigen sich immer wieder Schwachstellen, so die Erkenntnis aus zahlreichen Gesprächen der hessischen IHK-Innovationsberater mit Verantwortlichen in Unternehmen.

Oft verzögern Faktoren wie unklare Ziele bei Projektbeginn, unvollständiges Wissen, fehlende Mitarbeiterkompetenz oder zu spätes Forschungs- und Entwicklungsmarketing die rasche Umsetzung neuer Ideen. Wird der Innovationsprozess genauer unter die Lupe genommen, zeigt sich oft, dass dieser wenig systematisiert ist und folglich ineffizient.

Genau an diesem Punkt setzt das Innovationsmanagement an: Seine Aufgabe ist es, nicht nur neue Ideen entstehen zu lassen, sondern diese auch auf Umsetzbarkeit zu überprüfen. Dabei spielen Innovationsmethoden als Werkzeuge eine prozessbegleitende Rolle und sind bei den Mitarbeitern als neue Kompetenzen gefragt. Eine weitere Herausforderung besteht darin, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Innovationen gedeihen können. Der daraus erwachsende Innovationsprozess ist effizient und effektiv zu gestalten. Diese Aufgabe wird vom Innovationsmanager wahrgenommen.

Er überblickt und steuert den Gesamtprozess und ist derjenige, der Strategien entwickelt, damit die Kreativität der Mitarbeiter in zielgerichtetes Handeln einmündet. Hierzu werden zum einen Hard Skills benötigt, um die richtigen Werkzeuge und Methoden wirksam für die Innovationsvorhaben einzusetzen. Zum anderen sind Soft Skills gefragt, um die Mitarbeiter in ihrer Kreativität zu fördern, sie für neue Ideen zu begeistern und Konflikte in der Teamarbeit zu vermeiden.

Der Aufgaben- und Tätigkeitsbereich eines Innovationsmanagers ist nicht an Unternehmensbereiche wie Marketing, Vertrieb, Controlling, Forschung und Entwicklung oder Produktion gebunden. Daher gibt es auch keine festgelegte oder empfohlene Positionierung der Funktion im Unternehmen. Mancherorts sind Innovationsmanager der Geschäftsführung zugeordnet oder in bestehende Unternehmensfunktionen eingebunden, mancherorts hat der Innovationsmanager eine eigenständige Querschnittsfunktion. Einige Unternehmen hingegen schaffen keine Sonderfunktionen. Die Aufgaben werden von Mitarbeitern aus der Linien- oder Projektfunktion wahrgenommen. Es hängt letztendlich von der jeweiligen Unternehmensgröße und -struktur ab, welche Person die-se Funktion übernimmt und wo sie angedockt wird.

Innovationsmanager benötigen innerhalb des Unternehmens zum einen die Unterstützung durch Führungskräfte. Zum anderen sind sie auf Mitarbeiter angewiesen, die in den Veränderungsprozess eingebunden sind. Letztere müssen geschult sein in Methoden, die den Prozess von der Idee bis zur Vermarktung von Produkten unterstützen.

Beispiele dafür sind Kreativitätstechniken, TRIZ (Theorie des erfinderischen Problemlösens), FMEA (Failure Mode and Effects Analysis / Fehlermöglichkeiten- und Einflussanalyse) oder Wertanalyse (Wertkonzept in der Produktentwicklung). Dabei ist es wichtig, dass die Methodenkompetenz nicht nur in einer Person konzentriert ist, sondern auf mehrere Mitarbeiter verteilt ist. Dies können Fach- und Führungskräfte, Projektleiter oder Mitarbeiter in Projektteams aus den Bereichen Forschung, Entwicklung, Produktion oder Produktmanagement sein.

Innovationsmanagement ist stets ein interdisziplinärer Prozess, in dem viele an einem Strang ziehen müssen, damit das Unternehmen erfolgreich am Markt bestehen kann. Sowohl das Managen von Prozessen wie auch Methoden im Innovationsprozess sind abteilungsübergreifend als Kompetenzen gefragt. Insbesondere gilt dies für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), die dem Innovationsprozess oftmals zu wenig Bedeutung beimessen. Um die Innovationsfähigkeit von KMUs zu unterstützen, bietet die IHK-Innovationsberatung Hessen für diese Zielgruppe spezielle Lehrgänge an, um Fach- und Führungskräfte im Themenfeld „Innovationsmanagement“ und „Methodenwissen“ zu schulen.

Neben der fachlichen Qualifizierung wird der Umgang mit Problemlösungen, Kreativität und Prozesskompetenz gefördert. Dabei wird insbesondere der Einfluss des Kunden auf den Innovationsprozess betrachtet und die Kundenorientierung geschult.     
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Januar 2009

 
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