IHK Frankfurt: GEZ-Gebührenreform überfällig – keine Rundfunkgebühren auf PCs!

2006-09-26

Ab 1. Januar 2007 sollen Unternehmen für ihre internetfähigen Computer und ihre UMTS-Handys Rundfunkgebühren bei der GEZ bezahlen, nämlich jährlich 204,36 Euro pro Grundstück. Und dies, obwohl kaum ein Unternehmer in der Lage ist, Radio oder TV mit seinem PC im Betrieb zu nutzen!

Nach der geplanten Neuregelung bittet die GEZ gleich dreifach zur Kasse: Erstens für den privaten Fernseher, zweitens für das Radio im Firmenfahrzeug und drittens für den Computer im Betrieb – in Summe 474,96 Euro.

Wenn die Regelung nicht gestoppt wird, müssen vom 1. Januar 2007 an in Deutschland auch für weit über 50.000 Geldautomaten Rundfunk- und Fernsehgebühren bezahlt werden, weil sie über das Internet an die Banken angeschlossen sind. Auch jedes Laptop und jedes internetfähige Handy wird gebührenpflichtig, da es keinem Grundstück zugeordnet werden kann.

Die Rundfunkkommission der Bundesländer hat auf ihrer Tagung Ende vergangener Woche noch keine endgültige Entscheidung zu den geplanten Rundfunkgebühren für internetfähige PCs getroffen. Die IHK Frankfurt am Main setzt sich daher bei der Hessischen Landesregierung weiterhin mit Nachdruck für eine Abschaffung dieser Rundfunkgebühr ein und fordert zudem die längst überfällige GEZ-Gebührenreform. Die Unternehmen können die IHK Frankfurt bei ihren Bemühungen unterstützen, indem sie Aufkleber „Keine Rundfunkgebühren auf unsere Computer“ sichtbar in ihrem Geschäft oder in ihren Büros auf den PCs anbringen. Die Aufkleber sind kostenlos und können bei der IHK Frankfurt, Unternehmenskommunikation, Sabine Stallknecht, Telefon 069 / 2197-1202, E-Mail s.stallknecht@frankfurt-main.ihk.de, angefordert werden. Bislang nehmen schon über 200 Frankfurter Unternehmen an dieser Protestaktion teil.

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Informationen für die Presse: Annett Munterer