Hessens Wirtschaft beweist Leistungsfähigkeit

09.02.2012:

„Die Wirtschaft in Hessen ist weiterhin gut aufgestellt. Die erfreulichen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, die stabilen Konsumentwicklungen und ein noch immer gutes Exportniveau stärken die aktuelle Geschäftslage der Unternehmen.

Besonders gut gestimmt sind die Dienstleister, das Kredit- und Versicherungsgewerbe sowie die Investitionsgüterproduzenten“, sagt Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, anlässlich der landesweiten Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn. Der IHK-Geschäftsklimaindex liegt aktuell bei 117 Zählern –  ein leichter Rückgang von vier Punkten im Vergleich zur Vorumfrage im Herbst 2011. „Ein Wirtschaftswachstum in Hessen in 2012 von etwa einem Prozent ist jedoch nach wie vor realistisch, vorausgesetzt die Krise im Euroraum verschärft sich nicht deutlich“, betont Dr. Müller.

Die aktuelle Geschäftslage schätzen die Unternehmen in Hessen unvermindert positiv ein. So berichten noch immer 45 Prozent der Unternehmen von guten Geschäften, ein ebenso großer Anteil ist mit den Geschäften zufrieden. In einer schlechten Geschäftslage sehen sich lediglich zehn Prozent. Die Erwartungen sind jedoch rückläufig: So hat sich der Anteil an Unternehmen, die in nächster Zeit mit besseren Geschäften rechnen, seit der Vorumfrage von 23 auf 19 Prozent verringert. Hingegen rechnen nun mehr Betriebe mit einem schlechteren Geschäftsverlauf: Der Anteil steigt von 15 auf 18 Prozent. „Die Sorge um die künftige Entwicklung der Inlandsnachfrage, die steigenden Energie- und Rohstoffpreise sowie der Mangel an Fachkräften machen den Unternehmen zu schaffen und trüben die regionalen Erwartungen leicht ein“, so Dr. Müller weiter.

Der Beschäftigungsaufbau der hessischen Wirtschaft verlangsamt sich zwar etwas, die Unternehmen suchen jedoch auch weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Fast 18 Prozent der hessischen Unternehmen planen im weiteren Jahresverlauf mit mehr Personal. Das Gastgewerbe ist hierbei sehr optimistisch, ebenso die Unternehmensbezogenen Dienstleister.

Aufgrund der andauernden Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Krisendiskussionen in Europa planen die hessischen Unternehmen ihre Investitionen etwas vorsichtiger als noch im Herbst 2011. So beabsichtigen 22 Prozent der Betriebe ihre Investitionen zu erhöhen, in der Vorumfrage lag der Anteil noch bei 24 Prozent. 18 Prozent wollen in den nächsten Monaten weniger investieren. Besonders zuversichtlich planen die Vorleistungsgüterproduzenten und die Versicherungsunternehmen.

Das Auslandsgeschäft in Hessen läuft weiterhin gut. Trotz unsicherer Konjunkturerwartungen bei wichtigen Handelspartnern in Europa und den USA konnten 26 Prozent der exportierenden Unternehmen in den vergangenen Monaten ihre Auftragseingänge weiter steigern. So sehen auch nur 17 Prozent der Betriebe in der Auslandsnachfrage ein entscheidendes Risiko für ihre weiteren Geschäfte in diesem Jahr. Mit steigenden Exportzahlen in den nächsten Monaten rechnen 27 Prozent der Unternehmen, zehn Prozent erwarten einen Rückgang der Ausfuhren und eine Mehrheit von 62 Prozent geht davon aus, dass ihr Auslandsgeschäft auf dem momentanen Niveau verbleibt.

Der aktuelle Konjunkturbericht der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern gibt einen Überblick zu den konjunkturellen Entwicklungen der Gesamtwirtschaft sowie einzelner Branchen in Hessen. Die Umfrage wurde von Mitte Dezember 2011 bis Mitte Januar 2012 bei 8.000 Mitgliedsunternehmen durchgeführt. Der Konjunkturbericht steht hier zum Download bereit.

 

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