Beschäftigungs- und Konjunkturprognose FrankfurtRheinMain 2012

Titel PrognoseStabiles Wachstum in 2011 – nachlassende Dynamik in 2012

 

2011 war ein gutes Jahr für die Unternehmen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Die Umsätze sind in diesem Jahr gestiegen, die Auftragsbücher sind gefüllt, die Beschäftigung steigt. Die schwelende Schuldenkrise in Europa und die unsicheren Perspektiven der Weltwirtschaft trüben jedoch die Wachstumsaussichten für 2012 deutlich ein. Trotzdem erwartet das IHK-Forum Rhein-Main, dass auch in 2012 zusätzliche Jobs in der Metropolregion entstehen werden.

 

Das IHK-Forum Rhein-Main rechnet für FrankfurtRheinMain derzeit mit einem satten Wirtschaftswachstum von 3 Prozent in 2011 und rund 1,1 Prozent in 2012. Nach den Berechnungen werden 2011 etwa 2,5 Prozent bzw. rund 50.000 neue Stellen entstehen. Im kommenden Jahr lässt die Dynamik etwas nach, aber es werden immer noch voraussichtlich etwa 1 Prozent bzw. 20.000 neue Jobs geschaffen. Ende 2012 werden somit etwas mehr als 2,1 Millionen Personen in unserer Region sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein. Das ist der höchste Beschäftigungsstand seit 20 Jahren.

 

Die Prognose steht unter dem Vorbehalt, dass die Politik die genannten Risiken in den Griff bekommt und der Schuldenabbau in Europa konsequent fortgesetzt wird. Außerdem können zusätzliche Arbeitsplätze in der erwarteten Zahl nur entstehen, wenn die Unternehmen genügend qualifizierte Fachkräfte finden. Denn die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat eine Kehrseite – der Fachkräftemangel verschärft sich weiter. Es wird für die Betriebe immer schwieriger, den Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken. Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sie derzeit nur schwer offene Stellen besetzen können. Diese Hürde wird für Betriebe noch größer, denn der IHK-Fachkräftemonitor zeigt, dass in den kommenden fünf Jahren in der Metropolregion pro Jahr durchschnittlich rund 150.000 Fachkräfte fehlen werden.

 

Die Unternehmen reagieren bereits auf den Fachkräftemangel. Viele wollen mehr aus- und weiterbilden sowie mehr ältere Mitarbeiter beschäftigen. Außerdem wollen immer mehr Betriebe durch Angebote die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre Fachkräfte erleichtern und so zugleich Anreize für Bewerber schaffen. Bei der Fachkräftesicherung muss allerdings auch der Staat seine Hausaufgaben machen. Die Unternehmen erwarten, dass die Ausbildungsfähigkeit der Schulabgänger verbessert wird. Fast die Hälfte der Betriebe beklagt die vielfach mangelnde Ausbildungsfähigkeit der Bewerber. Außerdem fordern die Unternehmen, dass mehr und schneller in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert wird – sowohl was die Anzahl der Plätze, als auch die flexibleren Öffnungszeiten der Kitas angeht.

 

>> zum Download der Studie (pdf, 1,7 MB)

 

 

Die Broschüre kann bei Frau Sabrina Siegmund kostenfrei unter dem Stichwort "Beschäftigungsprognose" angefordert werden.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Dr. Martin Debus Wirtschaftspolitik und Metropolenentwicklung
Telefon:069 2197-1508 Fax:069 2197-1815

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