Methodische Anmerkungen

Die Erhebung

Die Konjunkturberichte zur wirtschaftlichen Lage der Unternehmen werden von der IHK Frankfurt drei Mal jährlich erstellt. Die Erhebungen der Befragungen erfolgen dabei in den Zeiträumen Januar (Jahresbeginn), Mai (Frühsommer) und September (Herbst).

Mit der Konjunkturumfrage verfolgt die IHK das Ziel, Aufschluss über die aktuelle Wirtschaftslage der Unternehmen in den einzelnen Wirtschaftszweigen und Branchen zu erhalten. Gleichzeitig werden auch die Erwartungen der Unternehmen für die nähere Zukunft erfasst, um auf diese Weise Anhaltspunkte für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Region erhalten zu können.

Insgesamt werden je Umfrage 1.200 Unternehmen befragt. Mit wenigen Ausnahmen handelt es sich dabei um Betriebe, die in das Handelsregister eingetragen sind und eine Mindest-Betriebsgröße von 20 regelmäßig Beschäftigten besitzen. Die Größe des Stichprobenumfangs und seine Zusammensetzung nach Wirtschaftszweigen und Branchen gewährleistet ein hohes Maß an Repräsentativität.


Der zeitliche Bezug

Der Konjunkturbericht gibt Auskunft über die Wirtschaftslage auf drei zeitlichen Ebenen:

1. Die wirtschaftliche Entwicklung seit der letzten Erhebung,
2. die aktuelle Einschätzung der Geschäftslage durch die Unternehmen zum Zeitpunkt der Erhebung und
3. die erwartete Geschäftslage der Unternehmen für die kommenden 12 Monate.


Indikatoren

Geschäftsklima-Indikator: Dieser Indikator dient als Barometer zur Beurteilung der aktuellen Stimmung in den Unternehmen. Er setzt sich zusammen aus der Lagebeurteilung und den Erwartungen der Unternehmen und wird nach folgender Formel errechnet:







G1: Gute gegenwärtige Geschäftslage
G2: Befriedigende Geschäftslage
G3: Schlechte gegenwärtige Geschäftslage
Z1: Gute bzw. günstigere zukünftige Geschäftslage
Z2: Befriedigende zukünftige Geschäftslage
Z3: Schlechte bzw. ungünstigere zukünftige Geschäftslage


Der Indikator kann zwischen den Werten 0 und 200 schwanken. Je höher der Wert, desto besser das Geschäftsklima. Bei einem Wert unter 100 Punkten muss von einer ausgesprochen schlechten Stimmung, bei Werten über 100 Punkten kann von einer sehr guten Stimmung gesprochen werden.


Beschäftigungs-Indikator, Investitions-Indikator, Export-Indikator

Diese Indikatoren ergeben sich aus dem Saldo der relativen Anteile der nach Betriebsgröße gewichteten positiven und negativen Antworten der befragten Unternehmen. Die Indikator-Werte können zwischen minus 100 und plus 100 Punkten liegen. Ein positiver Indikator-Wert bedeutet, dass der Anteil der positiven Antworten größer ist als der Anteil der negativen. Bei einem Wert kleiner Null überwiegt der prozentuale Anteil der negativen Antworten. Ein Indikatorwert von Null zeigt an, dass gleich viele positive wie negative Antworten abgegeben wurden.