Aktueller Konjunkturbericht für Hessen

Unternehmen optimistisch trotz schwächerer Lage


Trotz nachlassender Geschäftslage blicken die Unternehmen in Hessen weiterhin zuversichtlich in die Zukunft. Die lange Kälteperiode zu Jahresbeginn und die Auswirkungen der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise haben zwar ihre Spuren in der aktuellen Geschäftslage der Unternehmen hinterlassen. So beurteilen nur noch 31 Prozent ihre Lage als gut, ein Rückgang um sieben Prozentpunkte im Vergleich zur Vorumfrage. Jedoch blickt die Mehrzahl der Unternehmen weiterhin optimistisch in die Zukunft: Insgesamt rechnen 82 Prozent der Unternehmen mit besseren oder gleichbleibenden Geschäften in den kommenden Monaten.

Der Konjunkturmotor sollte in der zweiten Jahreshälfte aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes, der Exportstärke und der Wettbewerbsfähigkeit der hessischen Wirtschaft Fahrt aufnehmen. Voraussetzung: Die Eindämmung der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise verläuft in ruhigen Bahnen und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen stärken weiterhin die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Insgesamt ist der IHK-Geschäftsklimaindex um vier Zähler auf 109 Punkte gesunken.
 

 

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Investitionspläne lassen nach

 

Die Investitionspläne der hessischen Unternehmen entwickeln sich zwar noch nicht zum Hemmschuh für die Konjunktur, deren nachlassende Dynamik erfordert allerdings erhöhte Wachsamkeit. Aktuell geben 19 Prozent der Unternehmen an, in den kommenden Monaten mehr investieren zu wollen (minus ein Prozentpunkt), 22 Prozent wollen weniger Mittel für Investitionen aufwenden (plus ein Prozentpunkt). Nur noch 26 Prozent der Unternehmen geben Kapazitätserweiterungen als Hauptmotiv für ihre Investitionspläne an.

2011 waren es noch 31 Prozent. In Innovationen, welche die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhalten und steigern, wollen nur noch 29 Prozent investieren (minus zwei Prozentpunkte). Weitere Investitionsmotive sind der Ersatzbedarf (57 Prozent), Rationalisierung (32 Prozent) und der Umweltschutz (zehn Prozent). Die schwindende Investitionsbereitschaft könnte sich in Zukunft als Hypothek für die Konjunktur erweisen. Das derzeitige Investitionsklima wird durch Diskussionen über höhere Steuern zusätzlich belastet. Die mit Investitionen verbundenen langfristigen Verpflichtungen erfordern Planungssicherheit und verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen.
 

 

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Der Geschäftsklimaindex (linke Achse) dient als Barometer zur Beurteilung der aktuellen und der zukünftigen Geschäftslage in den Unternehmen. Er setzt sich aus der Lagebeurteilung und den Erwartungen der Unternehmen zusammen. Ein Wert von 100 stellt die Grenze zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung dar.
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Die Lage und Erwartungen (rechte Achse) werden als Saldo aus den gewichteten positiven Antworten (Antwort: “wird steigen”) und negativen Antworten (Antwort: “wird sinken”) ermittelt. Neutrale Aussagen bleiben unberücksichtigt.

 

 

Download: Detailanalysen zum aktuellen Konjunkturbericht Hessen (Excel-Datei)

 

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