Kommunalwahl 2011 - Forderungen an den Hochtaunuskreis

Verkehrsinfrastruktur verbessern: Die Verkehrsinfrastruktur zählt zu den wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen. Die Verkehrsanbindung des Hochtaunuskreises ist zwar insgesamt als „gut“ zu bezeichnen, doch speziell bei der Straßenanbindung des nördlichen Teils des Landkreises sowie beim öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gibt es noch dringenden Ausbaubedarf.
 

  • Zügiger Ausbau der Bad Homburger PPR-Kreuzung zur besseren Verkehrsanbindung des nördlichen Hochtaunuskreises und Stärkung des gesamten Wirtschaftsstandortes. Eine Untertunnelung der Kreuzung verspricht eine nachhaltige Verbesserung der Situation und sollte daher realisiert werden.
  • Realisierung des Projekts „Regionaltangente West“ (RTW). Hierdurch erhält der Vordertaunus eine direkte Anbindung zum Flughafen Frankfurt am Main, was zu einer nachhaltigen Verbesserung der Standortbedingungen für Unternehmen beiträgt.
  • Verlängerung der U-Bahn-Linie U2 von Bad Homburg-Gonzenheim zum Bad Homburger Bahnhof.
  • Anbindung von Steinbach am Taunus an die U-Bahn-Linie U6 nach Frankfurt am Main.
  • Elektrifizierung der Taunusbahn bis Usingen.
     

Flächendeckende Versorgung mit High-Speed-Internetanschlüssen: Für Unternehmen und weite Teile der Bevölkerung ist heute die Verfügbarkeit von High-Speed-Internetanschlüssen eine Selbstverständlichkeit wie ein Telefonanschluss. Bestehende Versorgungslücken bei Internetanschlüssen hemmen die Entwicklung der Kommunen als Wohn- und Wirtschaftsstandort.
 

  • Vorhandenen Bedarf evaluieren und Möglichkeiten zur flächendeckenden Versorgung auch in weniger dicht besiedelten Gebieten des Hochtaunuskreises prüfen. Dabei ist zu untersuchen, ob durch die Gründung einer Regionalgesellschaft unter Beteiligung der öffentlichen Hand der flächendeckende Ausbau von High-Speed-Internetanschlüssen vorangetrieben werden kann.
     

Bildungsstandort weiter stärken: Die Verfügbarkeit gut qualifizierten Nachwuchses wird in Zukunft für den Erfolg von Unternehmen von noch höherer Bedeutung sein als bereits heute. Der Hochtaunuskreis hat die Herausforderungen erkannt und setzt zum Beispiel mit der Schulbauinitiative „Schulen für das 21. Jahrhundert“ Maßstäbe für zukunftsweisenden Schulbau. Insgesamt gilt es auch in Zukunft, den Schul- und Bildungsstandort Hochtaunuskreis weiter zu stärken.
 

  • Trotz knapper öffentlicher Mittel an der Schulbauinitiative „Schulen für das 21. Jahrhundert“ festhalten.
  • Neubau der Feldbergschule als kaufmännische Berufsschule am Oberurseler Bleibeskopf realisieren.
  • Private Hochschul- und Fachhochschulinitiativen durch die kommunale Seite stärker unterstützen. Gerade in der beruflichen Weiterbildung kommt den privaten Hochschulen in der Region eine wichtige Aufgabe zu.
  • Betreuungskonzept des Kreises an den Grundschulen mit Mittagstisch und Öffnungszeiten bis 17:00 Uhr weiter ausbauen.
     

Angebote beim Übergang von der Schule in den Beruf optimieren: Der Übergang von der Schule in den Beruf bereitet häufig große Probleme und ist für die Wirtschaft von besonderer Bedeutung. Den Schulabgängerinnen und Schulabgängern fehlt es zu oft an der Ausbildungsfähigkeit. Darüber hinaus mangelt es an der beruflichen Orientierung.
 

  • Der Hochtaunuskreis sollte Eltern und Schüler besser informieren und eine zentrale Informations- und Koordinierungsstelle schaffen, um den Übergang von der Schule in die Wirtschaft zu erleichtern.
  • OloV-Strategie (Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen) noch intensiver umsetzen.
  • Beratung bezüglich des Nachholens von Berufsabschlüssen verbessern. 

    Zur weiteren Erklärung siehe die Ausführungen in „Übergang in Beruf“ auf S. 12 f.
     

Touristisches Marketing verbessern: Der Taunus besitzt als Mittelgebirge im Ballungsraum FrankfurtRheinMain ein Alleinstellungsmerkmal. Darin liegt für die Region ein besonderes Potential. 
 

  • Das Taunus-Informations-Zentrum an der Hohemark in Oberusel als Grundstein für ein breiteres touristisches Marketing für den Taunus nutzen.
  • Engagement der kommunalen Seite bei der touristischen Vermarktung erhöhen.
  • Reorganisation der touristischen Aktivitäten in Form einer Marketinggesellschaft für den Taunus mit festem Budget prüfen.


Die gesamten wirtschaftspolitischen Positionen zur Kommunalwahl 2011 der IHK Frankfurt am Main finden Sie unter: http://www.frankfurt-main.ihk.de/kommunalwahl