Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain
Märkte | Entwicklungen | Strukturen | Bedeutung
Ein kostenloses Druckexemplar erhalten Sie im IHK-Servicecenter oder in den Geschäftsstellen Bad Homburg oder Hofheim. Benötigen Sie neben einem Freiexemplar weitere Exemplare, sind diese zum Preis von 5,00 Euro/Exemplar inkl. Mwst. und Porto erhältlich. Nach der Veröffentlichung im Frühjahr 2007 liegt nun im November 2009 eine vollständige Aktualisierung und Fortschreibung der Studie "Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain - Märkte, Entwicklungen, Strukturen, Bedeutung" vor.
Die Bau- und Immobilienwirtschaft zählt mit 18% Anteil an der regionalen Bruttowertschöpfung nach wie vor zu den wirtschaftlichen Schwergewichten der Region und nimmt wie kaum eine andere Branche Einfluss auf die räumliche und bauliche Entwicklung. Erneut ist die nun vorliegende Aktualisierung der Studie aus dem Jahr 2007 ein Beleg für die große Bedeutung der Bau- und Immobilienbranche für FrankfurtRheinMain, die sich in dieser Region nicht nur durch den genannten hohen Anteil an der Bruttowertschöpfung zeigt, sondern sich ebenso in Umsätzen, Unternehmenszahlen und Arbeitsplätzen dokumentieren lässt. Im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2007 ist der Anteil der Bau- und Immobilienwirtschaft sogar um rund 2%-Punkte gestiegen.
Einzigartig für FrankfurtRheinMain ist außerdem die enge Verflechtung zwischen Immobilienwirtschaft und Finanzplatz. Aufgrund der räumlichen Nähe und Verwobenheit zwischen diesen Branchen sind hier exzellente Voraussetzungen gegeben. Ein solches immobilienwirtschaftliches Cluster ist kein zweites Mal in Deutschland vorzufinden.
Verlässliches und aktuelles Datenmaterial sind die Grundlage für exakte Planungen. Insbesondere bei Investorenentscheidungen sind diese harten Fakten von hoher Relevanz. Aus diesem Grund haben das IHK-Forum Rhein-Main und die IHK Frankfurt am Main die erstmals im Jahr 2007 erschienene Studie „Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain – Märkte, Entwicklungen, Strukturen, Bedeutung“ nun nach drei Jahren aktualisiert und das Datenmaterial um drei Jahrgänge ergänzt.
Die wichtigsten Ergebnisse
Bevölkerung, Einwohnerdichte und Haushaltsstruktur
- Über ein Viertel (26,6 Prozent) der Bevölkerung FrankfurtRheinMains lebt in den Kernstädten Aschaffenburg, Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach am Main und Wiesbaden. In Frankfurt am Main wohnen 12,0 Prozent der Bevölkerung der Region.

- Die Bevölkerung in FrankfurtRheinMain stieg zwischen 1999 und 2008 um 1,8 Prozent (+97.909). Das Wachstum vollzog sich mit einem Zuwachs von 3,7 Prozent (+51.950) insbesondere in den Kernstädten. In Frankfurt am Main stieg die Bevölkerung um 3,3 Prozent (+20.999) und hatte somit einen Anteil an der Gesamtentwicklung der Region von 21,5 Prozent.
- Die Einwohnerdichte liegt 2008 im regionalen Durchschnitt bei 374 Einwohnern pro Quadratkilometer und ist damit um 1,8 Prozent (+7) im Zehnjahreszeitraum gestiegen. Vor allem haben sich die Kernstädte um 68 Einwohner pro Quadratkilometer weiter auf 1.885 Einwohner pro Quadratkilometer verdichtet.
- Die Anzahl der Haushalte in FrankfurtRheinMainbeträgt im Jahr 2008 3.095.000. Sie ist zwischen 2000 und 2008 um 4,8 Prozent (+142.000) gewachsen. Das Wachstum vollzog sich überwiegend bei den Ein- und Zweipersonenhaushalten (+12,3 Prozent bzw. +7,3 Prozent), während die Anzahl der Dreipersonenhaushalte und Haushalte mit vier und mehr Personen sank (-2,8 Prozent bzw. -9,1 Prozent). Die durchschnittliche Zahl der Personen pro Haushalt liegt bei 2,08 und sank zwischen 2000 und 2008 um 0,09 Punkte.

Wohnungsbestand
- Die Zahl der Wohngebäude in FrankfurtRheinMain stieg zwischen 1999 und 2008 um 6,9 Prozent auf 1.159.322 Wohngebäude, die der Wohnungen in Wohngebäuden um 6,3 Prozent auf 2.614.653. Die Wohnfläche nahm im gleichen Zeitraum um 8,4 Prozent zu. Von den 155.791 neu errichteten Wohnungen in Wohngebäuden entstanden 75,8 Prozent (118.115) außerhalb der Kernstädte.
- Die durchschnittliche Wohnfläche pro Wohngebäude in FrankfurtRheinMain liegt bei 88,8 Quadratmetern. In den Kernstädten beträgt sie 72 Quadratmeter. Außerhalb der Kernstädte liegt sie mit 97,7 Quadratmetern deutlich über dem regionalen Durchschnitt.

- Die Baugenehmigungen und Fertigstellungen im Wohnungsbau waren im Zeitraum 1999 - 2008 stark rückläufig. Wurden 1999 in FrankfurtRheinMain noch 23.657 Wohnungen fertig gestellt, sind es 2008 nur noch 11.586. Im Jahr 2008 werden 71,4 Prozent der Wohnungen außerhalb der Kernstädte fertig gestellt, 15,8 Prozent in der Stadt Frankfurt am Main.
Büromarkt
- In FrankfurtRheinMain liegt die Zahl der Bürobeschäftigten im Jahr 2008 bei 848.264. Davon sind 253.135 Bürobeschäftigte in Frankfurt am Main tätig (29,8 Prozent).
- Der Büroflächenbestand in den Hauptbürozentren der Region beträgt 22.483.145 Quadratmeter. Gegenüber 1999 ist er um 11,8 Prozent gestiegen. Das größte Flächenvolumen liegt mit 11.227.155 Quadratmetern (49,9 Prozent) in Frankfurt am Main.
Markt für Einzelhandelsflächen
- Der regionale Einzelhandelsflächenbestand beläuft sich im Jahr 2008 auf 9.964.080 Quadratmeter. Er stieg zwischen 1999 und 2008 um 30,4 Prozent (+2.325.104 Quadratmeter). 72,2 Prozent des Zuwachses erfolgte außerhalb der Kernstädte. Die durchschnittliche Einzelhandelsfläche pro Einwohner der Region liegt bei 1,80 Quadratmetern und ist seit 1999 um 0,39 Punkte gestiegen. Der Durchschnitt der Kernstädte beträgt 2,06 Quadratmeter pro Einwohner. Außerhalb beträgt er 1,71 Quadratmeter pro Einwohner. Frankfurt am Main liegt mit 1,94 Quadratmetern pro Einwohner unter dem Durchschnitt der Kernstädte und über dem regionalen Durchschnitt.

Unternehmen und sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
- Über 34.000 Unternehmen der Region zählen im Jahr 2009 zur Bau- und Immobilienwirtschaft. Davon sind 37 Prozent in der Bau- und 63 Prozent in der Immobilienwirtschaft tätig.
- Die Bau- und Immobilienwirtschaft steht im Jahr 2008 für über 152.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Region.
- Die Bau- und Immobilienwirtschaft hat 18 Prozent Anteil an der regionalen Bruttowertschöpfung. Im Vergleich zur Studie aus dem Jahr 2006 ist der Anteil um rund zwei Prozentpunkte gestiegen. Das Wachstum ist überwiegend der Immobilienwirtschaft zuzuschreiben. Der Anteil der Bauwirtschaft blieb konstant bei 4 Prozent.
Bruttowertschöpfung und steuerbarer Umsatz
- Die Bau- und Immobilienwirtschaft erwirtschaftet 2007 einen Umsatz in Höhe von rund 27 Mrd. Euro. Den größten Anteil daran hat mit 5,7 Mrd. Euro Frankfurt am Main.

Daten aus der Kaufpreissammlung der Gutachterausschüsse
- Im Jahr 2008 wechseln in FrankfurtRheinMain 15.420 Wohnimmobilien mit einem Wert von über 2,2 Mrd. Euro ihren Besitzer. Der Wert der veräußerten bebauten Grundstücke beläuft sich auf 6,9 Mrd. Euro, der der unbebauten Grundstücke auf 1,3 Mrd. Euro.
Grunderwerbsteueraufkommen
- Auf Basis des Grunderwerbsteueraufkommens errechnet sich ein Immobilientransaktionsvolumen in FrankfurtRheinMain in Höhe von 14,6 Mrd. Euro. In Frankfurt am Main wechseln Immobilien im Wert von 3,9 Mrd. Euro den Besitzer. Dies entspricht einem Anteil von 26,9 Prozent.
IHK Frankfurt, Wirtschaftspolitik und Metropolenentwicklung
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Download der Ausgabe 2009: Die Bau- und Immobilienwirtschaft in FrankfurtRheinMain - Märkte | Entwicklungen | Strukturen | Bedeutung - Ausgabe 2009 (6 MB)
Als Printversion ist ein Exemplar der Studie im IHK-Service-Center, Schillerstraße 11, sowie in den IHK-Geschäftsstellen Bad Homburg, Louisenstraße 105, und Hofheim, Kirschgartenstraße 6, kostenlos erhältlich.
Ansprechpartner
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Sebastian Trippen
Wirtschaftspolitik und Metropolenentwicklung