Tipps für die Unternehmensgründung und –nachfolge

 
Unternehmensnachfolge
» 0. Prozessstruktur Unternehmensnachfolge
 1. Sensibilisierung
» 2. Rechtliche Vorbereitung
» 3. Wirtschaftliche Vorbereitung
» 4. Auswahlphase
» 5. Übergabephase
» 6. Sicherungsphase
» 7. Publikationen, Kontaktadressen und Links
  • Prüfen Sie als erstes äußerst selbstkritisch, ob Sie ein Unternehmertyp sind. Es wird Sie von ersten Tag an ein Überlebensstress begleiten, der etwas ganz anderes ist als ein Viel-Arbeits-Stress. Den hat man noch obendrauf. Sie sollten über eine hohe Einsatzbereitschaft verfügen und äußerst belastbar und ausgeglichen sein. Sie müssen auch in Drucksituationen gute Entscheidungen treffen können. Denn ein Unternehmer muss Entscheidungen oft auch ohne alle wünschenswerte Informationen treffen können.
 
  • Entwickeln Sie für Ihr Unternehmen eine klares Geschäftsmodell und eine Geschäftsstrategie für die Zukunft. Diskutieren Sie diese Vorstellungen kritisch mit Leuten Ihres Vertrauens und eventuell Beratern. Und Ihrem Lebenspartner!
 
  • Stellen Sie für das von Ihnen beabsichtigte Unternehmen unbedingt einen realistischen Businessplan auf. Viele Detailentscheidungen werden später durch äußere Einflüsse bedingt anders getroffen als ursprünglich geplant. Man darf aber nie das ursprüngliche Ziel aus den Augen verlieren. Schaffen Sie sich ein Controllinginstrumentarium an, mit dem Sie monatlich die Unternehmens-Performance kontrollieren und steuern können.
 
  • Schaffen Sie eine Firmenkultur, die Ihren Werte-Vorstellungen entspricht. Bedenken Sie dabei immer, dass Sie nicht nur der Gralshüter dieser Kultur sind, sondern auch das größte Vorbild für alle anderen. Deshalb funktioniert eine Kultur nur auf dem Papier nicht, sondern nur dann, wenn sie auch gelebt wird!
 
  • Halten Sie von Anfang an unbedingt finanzielle Reserven für ungeplante Entwicklungen vor. Liquidität ist eine der wichtigsten Ressourcen im deutschen Mittelstand - ein Windhauch darf die gute Perspektive nicht zum Fallen bringen.
 
  • Auch ein gutes Produkt verkauft sich nicht von selbst. Wichtiger denn je ist heute der Vertrieb der Produkte. Erstellen Sie ein Vertriebskonzept, wie Sie Ihre potenziellen Kunden am besten erreichen. Erwarten Sie keine schnellen Erfolge. Prüfen Sie unbedingt die Bonität neuer Kunden.
Die Mitarbeiter müssen verstehen, was Sie vorhaben. Leitende Mitarbeiter müssen so denken wie Sie und Ihr Konzept aktiv mittragen. Machen Sie keine Kompromisse!

Hubertus Kaiser
Geschäftsführer,
Athex GmbH & Co. KG
Werl

Stand März 2010