Kommunalwahl 2016 Entwicklung der Berufsschulen: Berufsorientierung verbessern und evaluieren

WIE ES IST

 

Berufsschulangebot ist wichtiger Standortfaktor: Die duale Berufsausbildung beruht auf dem Zusammen­wirken von Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Im IHK-Bezirk Frankfurt am Main existieren 21 Berufsschulen. IHK-Unternehmen profitieren von dem hohen Spezialisierungsgrad der Berufsschulen, die für viele Berufe Gebiets- oder sogar Landesfachklassen anbieten können. Nur wenige Auszubildende aus Frankfurter IHK-Unternehmen besuchen Berufsschulen außerhalb des IHK-Bezirks, ganz im Gegensatz zu Unternehmen z. B. in Mittel- oder Nordhessen. Insofern ist das Berufsschulangebot ein wichtiger Standortfaktor und trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der Region und seiner Unternehmen bei.

 

Ausstattung oft nicht zeitgemäß: In einer bundesweiten Umfrage haben sich die Unternehmen aus dem IHK-Bezirk deutlich unzufriedener als andere hessische Unternehmen und als der Bundesdurchschnitt geäußert. Viele Aspekte betreffen die Zusammenarbeit mit dem Lehrpersonal, die mit dem Kultusministerium zu klären sind. Die Infrastruktur und Ausstattung der Schulimmobilien liegt hingegen in kommunaler Verantwortung. Fast jeder zweite Vertreter eines Ausbildungsbetriebs im IHK-Bezirk Frankfurt hält die Sachausstattung der Berufsschulen für veraltet und unzweckmäßig, im Bundesdurchschnitt sagt dies nicht einmal jeder Dritte. Nicht nur die fachspezifischen, sondern auch die allgemeine Ausstattung wie Toiletten und Räume werden bemängelt. Gleichzeitig tätigen Schulträger Investitionen in Beruflichen Schulen, ohne auf den Bedarf des Arbeitsmarktes abzustellen.

 

Qualität der Berufsschulen entscheidet über gute Fachkräfte: Insbesondere in der Stadt Frankfurt werden die Beiträge der Berufsschulen zur wirtschaftlichen Entwicklung wenig wahrgenommen. Eine zeitgemäß ausgestattete Berufsschule zeigt dem Fachkräftenachwuchs die Wertschätzung seiner Leistung und bindet ihn an den Standort.

 

WAS ZU TUN IST

 

Investitionen an Bedarfen des Arbeitsmarktes ausrichten: Investitionen in die Ausstattung von Berufsschulen stellen eine Investition in den Wirtschaftsstandort und in seine gut auszubildenden Fachkräfte dar. Die Ausstattung von Berufsschulen muss als Investition aus Sicht der Wirtschaftsförderung betrachtet werden. Diese Investitionen sollten auf die Bedarfe am Arbeitsmarkt abgestellt werden und mit der Industrie- und Handelskammer sowie der Arbeitsagentur abgestimmt sein. Die für 2015|2016 geplante Schulentwicklungsplanung der Stadt Frankfurt sollte die Planungen der Schulträger in den Nachbarlandkreisen miteinbeziehen.

 

WAS LEISTET DIE IHK FRANKFURT AM MAIN

 

Ansprechpartner beim Thema Schulentwicklung: Die IHK Frankfurt am Main als für die Berufsausbildung zuständige Stelle erarbeitet gemeinsam mit ihrem Berufsbildungsausschuss Stellungnahmen zur Schulentwicklungsplanung. Zudem begutachtet sie freiwillig geplante Investitionen in den Beruflichen Schulen. Sie moderiert den regionalen Berufsbildungsdialog zur Standortfestlegung und zur Standortausstattung.

 

Organisation von Ausbilderarbeitskreisen: Die IHK Frankfurt am Main lädt regelmäßig zu Ausbilderarbeitskreisen ein und koordiniert damit das Zusammenspiel zwischen Unternehmen und Berufsschulen. Damit übernimmt sie insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen eine wichtige Vermittlungsfunktion; diese stellen die meisten Ausbildungsplätze im IHK-Bezirk.

 

ANSPRECHPARTNERIN

 

Dr. Brigitte Scheuerle | Telefon 069 2197-1223 | E-Mail b.scheuerle@frankfurt-main.ihk.de

Weiterführende Informationen: www.frankfurt-main.ihk.de/berufsbildung

 

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