Studieren an hessischen Hochschulen mit IHK-Weiterbildungsprüfungen

Fragen und Antworten zum Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte:

1. Können sich Absolventen der IHK-Weiterbildungsprüfungen ohne Abitur auf alle Studiengänge hessischer Hochschulen bewerben?

Ja, die Prüfungen zum Fachwirt, Fachkaufmann sowie Industrie- und Fachmeister berechtigen zu einem Hochschulstudium in Hessen.

2. Für welche IHK-Weiterbildungsabschlüsse gilt diese Regelung?
 
  • Betriebswirtinnen und Betriebswirte, Technische Betriebswirte mit IHK-Abschluss 
  • Fachkaufleute
  • Fachwirtinnen und Fachwirte
  • Bilanzbuchhalterinnen und Bilanzbuchhalter, Controllerinnen und Controller, Handelsassistentinnen und Handelsassistenten, Pharmareferentinnen und Pharmareferenten im Bereich der Industrie- und Handelskammer
  • und alle weiteren Abschlüsse auf der Grundlage von IHK-Prüfungen nach § 53 bzw. § 54 des Berufsbildungsgesetzes (ist im IHK-Zeugnis aufgeführt)
  •  
3. Ist es möglich, sich mit einem IHK-Weiterbildungsabschluss, der außerhalb Hessens erworben wurde, an den hessischen Hochschulen zu bewerben?

Ja, denn die Abschlüsse sind nach dem Berufsbildungsgesetz bundesweit gültig.


Checkliste für Absolventen der IHK-Weiterbildungsprüfungen, die sich für ein Hochschulstudium interessieren:

1. Hinterfragen Sie Ihr Studieninteresse.
 
  • Sind es persönliche und / oder berufliche Gründe, die Sie zur Aufnahme eines Studiums bewegen?
  • Wenn es berufliche Gründe sind, klären Sie ab, welche Perspektiven Sie mit einem bestimmten Studienabschluss im Unternehmen haben, bzw. analysieren Sie den Stellenmarkt und die Anforderungen an bestimmte Stellen.

2. Recherchieren Sie umfassend nach dem „passenden“ Studiengang und der für Sie „passenden“ Studienorganisation.
 
  • Wollen Sie in Vollzeit oder berufsbegleitend studieren? Klären Sie dies ggf. auch mit Ihrer Familie.
  • Suchen Sie ein Präsenzstudium oder ein Fernstudium?

3. Nehmen Sie Kontakt mit der Studienberatung, dem Studierendensekretariat oder sonstigen zuständigen Stellen der Hochschule auf und informieren Sie sich im Rahmen von Informationsveranstaltungen, Messen, Tagen der offenen Tür usw.
 
  • Welche Kompetenzen und Inhalte werden im Rahmen des Studiums vermittelt?
  • Welche fachlichen Voraussetzungen werden an die Studierenden gestellt? Welche Voraussetzungen bringen Sie mit (Sprache, Mathematik in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen)?
  • Klären Sie, inwieweit ihnen ggf. Prüfungsleistungen und Praxiserfahrungen auf das Studium angerechnet werden können.

4. Suchen Sie Kontakt zu Studierenden und Ehemaligen, um weitere Informationen über den Studiengang zu erhalten.
 
  • Es gibt mittlerweile viele Foren im Internet, in denen sich die Studierenden austauschen.
  • Entsprechende Informationen (z.B. über Career Services, Alumni-Organisationen) erhalten Sie über das Internet und ggf. auch über die Studienberatung.

5. Schätzen Sie Ihre Eignung und Ihre Voraussetzungen auf der Grundlage der von Ihnen eingeholten Informationen und Gespräche realistisch ein.
 
  • Ggf. ist es empfehlenswert, theoretisches Grundlagenwissen, z.B. durch den Besuch von Vor- und Brückenkursen, aufzufrischen.
  • Möglich ist auch, zunächst als Gasthörer einzelne Lehrveranstaltungen zu besuchen.
 
 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Thomas Stetz Aus- und Weiterbildung
Telefon: 069 2197-1290Fax: 069 2197-1248

IHK-Info-Video: Wie werden Sie Ausbildungsbetrieb?

  • Wie werden Sie Ausbildungsbetrieb? Dieser Film zeigt, welche fachlichen und persönlichen Voraussetzungen Sie mitbringen müssen, um Ihre Fachkräfte selbst ausbilden zu dürfen.
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