Themen zum Ausbildungsberuf Hotelfachmann/Hotelfachfrau

Thema 1
Die weitere Auswahl der Prüfungsaufgaben
a) Erarbeiten einer Prüfliste, Kontrollieren und Herrichten eines Gastraumes anhand der Prüfliste,
b) Arbeiten am Empfang,
c) Bearbeiten von Reklamationen,
d) Servieren von Speisen und Getränken,
bringt zum Teil erheblichen Aufwand oder es findet wieder nur eine schriftliche Bearbeitung statt.

Antwort/Empfehlung

Thema 2
Eindecken eines festlichen Tisches als Prüfungsbestandteil aufnehmen.

Antwort/Empfehlung

Thema 3
Unsere Prüfer empfehlen:
1. Als komplexe Prüfungsaufgabe: Arbeiten am Empfang
2. Als weitere Prüfungsaufgaben neu: Planen einer verkaufsfördernden Maßnahme

Antwort/Empfehlung

Thema 4
Man bedenke die praktische Durchführung einer Prüfung:
Maximal können 10 Hotelfachfrauen eingeladen werden. Die paritätisch besetzte Kommission hört sich 10 vorgetragene Prüflinge an (Verkaufsaktion), liest 10 schriftliche Reklamationen (oder etwas Rollenspiele?!), improvisiert einen Check-in im Empfangsbereich. Eine andere Wahlmöglichkeit führt ersatzweise zu einem 10-fachen Durchlesen einer Checkliste für einen Gastraum. Eine praktische Durchführung dieser Aufgabe ist aus zeitlichen Gründen nicht möglich. Die einzige wirkliche praktische Konfrontation bringt für die Prüfungskommission das Servieren von Speisen und Getränken. Hier ist die Kommission endlich begeistert oder zunehmend demotiviert. Die von der IHK vorgeschlagenen Prüfungsmodelle für die Hotelfachfrauen konnten bei uns bisher nicht umgesetzt werden, weil ungenügend.
Eine sinnvolle Überarbeitung der Prüfungsordnung für den praktischen Teil scheint mir unter Einbeziehung kompetenter Kommissionsmitglieder erforderlich.

Antwort/Empfehlung

Thema 5
Dürfen Hotelfachleute beim gastorientierten Gespräch eine Präsentationsmappe ihres Hotels mitbringen, in die sie einen Prospekt ihres Hauses, einen Flyer, Visitenkarten etc. hineinlegen, im Gespräch darauf eingehen und dem Prüfungsausschuss präsentieren, damit das gastorientierte Gespräch, das auf den schriftlichen Teil der komplexen Prüfung "Planen einer verkaufsfördernden Maßnahme" aufbaut, praxisbezogener wird?

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Antwort/Empfehlung zu Thema 1

Es entsteht immer wieder die Diskussion darüber, ob eine schriftliche Arbeit eine praktische Arbeit ist. Korrespondenz führen, Checkliste entwickeln, Anfragen bearbeiten oder Reservierungspläne erstellen, sind praktische Arbeiten. Durch entsprechende Schulungen müssen die Prüfer etwas stärker vom Kochen und Servieren als Standardtätigkeiten des Gastgewerbes weggeleitet werden. Es ist bekannt, wie schwer es Prüfern fällt, kreative Fälle für praktische Prüfungsaufgaben zu erstellen. Hier wäre, ähnlich wie bei den komplexen Aufgaben, eine zentrale Aufgabenbank sinnvoll.


Antwort/Empfehlung zu Thema 2

Die Gastronomische Akademie definiert „Service“ als Gesamtheit aller Arbeiten des Servierens der Speisen und Getränke, also die Gesamtheit aller Dienstleistungen im à-la-carte Geschäft und Bankett. Servieren im engeren Sinn ist das Bereitstellen von Speisen und Getränken und Bedienen der Gäste.

Unterschieden wird nach
- Vorlegeservice,
- Darbieteservice,
- Service vom Beistelltisch,
- Tellerservice.

Da niemand auf die Idee käme, einen Tisch nicht einzudecken, bevor serviert wird, kann der Prüfungsausschuss unter der Prüfungsaufgabe:
„Servieren von Speisen und Getränken“ eine entsprechende Aufgabenerstellung machen.


Antwort/Empfehlung zu Thema 3

Die komplexe Aufgabe bezieht sich auf einen Ausbildungsschwerpunkt. Alle Sachverständigen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite waren der Meinung, dass der Verkauf ein zentrales Thema für jeden gastronomischen Betrieb ist.
Er wird vor dem Empfang eingestuft, da ohne Verkauf keine Gäste empfangen werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Ausbildungsbetrieb eine eigenständige Marketingabteilung hat. Das Thema spielt in vielen Bereichen des Unternehmens eine Rolle.

Ein Tausch dieser Thematik in die Aufzählung der Auswahl für die beiden weiteren Prüfungsaufgaben würde auch nicht funktionieren. In drei Stunden Prüfungszeit ist keine verkaufsfördernde Maßnahme zu planen und zusätzlich noch eine der drei weiteren Aufgaben zu bearbeiten.



Antwort/Empfehlung zu Thema 4

Bei einer solchen Umsetzung der Ausbildungsordnung einschließlich der Prüfungen, ist noch erheblicher Schulungsbedarf erkennbar. Der Ausbildungsordnung wird eine Prüfung, in der Speisen und Getränke serviert werden, nicht gerecht.


Antwort/Empfehlung zu Thema 5

Nein, das ist nicht möglich. Bei der komplexen Prüfungsaufgabe handelt es sich um eine in sich geschlossene Arbeit. Im Gespräch wird ausschließlich auf die Ausarbeitungen eingegangen und Fragestellungen hieraus abgeleitet. Es geht nicht darum, die Marketinginstrumente des Ausbildungsbetriebes zu präsentieren.

 
 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Sascha Sandner Aus- und Weiterbildung
Telefon: 069 2197-1446Fax: 069 2197-1396

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