Themen zum Ausbildungsberuf Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie

  • Thema
    Die in der Ausbildungsordnung für die Prüfungsaufgaben vorgesehenen Bereiche für den Ausbildungsberuf Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie zeigen sich in der Praxis als nicht oder nur sehr schwer anwendbar, soweit sie den Küchen- und Servicebereich berühren. Die Arbeitsabläufe in der systematisierten Gastronomie weichen in der Küche und im Service sehr stark von der übrigen Gastronomie ab.
    Vorgabe einer Prüfungsaufgabe, die sich unterteilt in:
    - Arbeitsplanung (Warenbestellung),
    - Arbeitsausführung (Kontrolle von Lieferscheinen),
    - Präsentation (Reklamationsbearbeitung bei Warenanlieferung).
    Die Zeitvorgabe beträgt 105 Minuten.

    Antwort/Empfehlung

    Die Anforderungen für die Zwischenprüfung im Monoberuf Fachmann/-frau für Systemgastronomie lauten:
    In höchstens drei Stunden soll der Prüfling eine praktische Aufgabe bearbeiten. Dabei soll er zeigen, dass er die Arbeit planen, durchführen und präsentieren, die Ergebnisse kontrollieren und Gesichtspunkte der Hygiene, des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit und der Gästeorientierung berücksichtigen kann. Die Prüfung erstreckt sich auf die Fertigkeiten und Kenntnisse des ersten Ausbildungsjahres.
    Hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:

    1. Planen von Arbeitsschritten,
    2. Anwenden von Arbeitstechniken,
    3. Präsentieren von Produkten.

    In der Tat geht die Bandbreite der systematisierten Gastronomie von serviceorientierten Systemen, wie zum Beispiel Mitropa, wo klassisch eingedeckt wird oder Mövenpick Marché mit einem Küchenbereich, der sehr nah bei dem der Individualgastronomie liegt bis zu den Fastfood Systemen.
    In den Prüfungsanforderungen wird aber nicht Kochen und Servieren verlangt. Ein Prüfungsausschuss Fachmann/-frau für Systemgastronomie, der mit dieser Problematik vertraut ist, wird durchaus in der Lage sein, eine Aufgabe zu erstellen, die den Prüfungsanforderungen gerecht wird. Es ist natürlich nicht möglich diese Berufsgruppe zusammen mit den Restaurantfachleuten oder den Köchen zu prüfen.
    Die beschriebene Aufgabe ist ein gutes Beispiel für eine praxisbezogene und wirtschaftliche Form der Zwischenprüfung für diesen Ausbildungsberuf. Eine zentrale Aufgabenbank wäre hilfreich.
 

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