Webdesign

Im Internet gibt es für den ersten Eindruck keine zweite Chance. Je gelungener die Website, desto professioneller erscheint das Unternehmen in der Wahrnehmung. „Schlechte“ Websites hingegen laufen Gefahr, Anti-Werbung zu betreiben. Interessanterweise werden bei der Gestaltung von Websites immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Ganz gleich, ob im Design, der Menüführung oder in der Kundenansprache.

 

 

Um was geht es?

 

Kennen Sie das? Sie landen auf einer Webseite und haben keine Ahnung, wo Sie sind, was Sie tun können und ob das Angebot etwas taugt. Minuten später klicken Sie immer noch ratlos durch die Seiten. Frust und Enttäuschung sind die Folge. In der Regel sind die Besucher so schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind. Chance vertan, der Kunde ist weg, im Zweifelsfall für immer.

 

Nennen Sie Ross und Reiter bereits auf der Startseite, Ihrem Online-Schaufenster. Beantworten Sie dort folgende drei Fragen:

 

>> Wer bin ich?

>> Was biete ich an?

>> Warum bin ich besser als andere?

 

Und zwar mediengerecht: kurzer, knackiger Text, der überflogen werden kann. Drei bis vier aussagekräftige Sätze, aufgelockert durch Aufzählungspunkte und die wichtigsten Schlüsselbegriffe im Fettdruck. Ein guter Text fällt nicht vom Himmel, sondern kostet Hirnschmalz. Als Belohnung weckt er das Interesse des Besuchers und bindet ihn an die Website.

 

 

Überladene Websites

 

„Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.“ Textblöcke und Grafiklandschaften lassen die Botschaft des Unternehmens untergehen. Zu viele Farben und Formen, Schriftgrößen und Abstände tun ihr Übriges. Funktionelles Design – Fehlanzeige. Benutzerführung – ebenso Fehlanzeige. Die Seiten wirken unaufgeräumt und unruhig. „Rauschen“ nennen Webdesigner diesen Zustand. Häufigste Reaktion: „Ich will hier weg!“ Damit es Ihren Kunden mit Ihrer Webseite nicht genauso ergeht, sollten Sie mit maximal zwei bis drei Textformatierungen arbeiten. Statt großen Textblöcken lieber kurze Sätze, Aufzählungspunkte und wichtige Begriffe im Fettdruck platzieren. Unterschiedliche Elemente müssen auch unterschiedlich formatiert werden. Sonst erkennt der Besucher nicht, ob es sich beispielsweise um das Haupt- oder das Nebenmenü handelt. Mit einem Zweispaltendesign liegen Sie in der Regel richtig: oben das Menü, unten die Inhalte und rechts noch eine Service-Spalte z.B. mit Ansprechpartner oder Hinweis auf den Newsletter.

 

 

Surfgewohnheiten berücksichtigen

 

Auch Internetsurfer sind Gewohnheitstiere. Sie erwarten auf den Webseiten gewisse Strukturen. Ähnlich der Bedienung von DVD-Playern, die sich unabhängig von Modell und Marke in den Grundzügen ähneln, müssen auch Webseiten einem gelernten Raster entsprechen. So können Aufmerksamkeit und Konzentration voll und ganz dem Inhalt gewidmet werden. Verzichten Sie daher auf innovative Design-Experimente. Platzieren Sie Logo und Slogan links oben und die Grafiklandschaft in den Kopfbereich.

 

 

Mobiles Webdesign

 

Smartphones und Tablets erobern die Websites. In der Tat wird dann der meiste Traffic auf Webseiten von mobilen Endgeräten stammen. Der gute alte Desktop-PC dient langsam aus. Für Webseiten-Betreibern bedeutet das, dass sie ihre digitale Präsenz für die mobile Welt zugänglich machen müssen. Und zwar nicht nur in Form einer verkleinert dargestellten Website, die der Besucher auf dem Smartphone mit den typischen Fingerbewegungen vergrößern muss. Sondern in Form von angepassten Designs. Auf welche Menüeinträge kann verzichtet werden? Welche Textblöcke sind zu lang? Das Zauberwort heißt „Responsive Websdesign“. Nicht der Besucher muss sich anpassen, sondern die Website passt sich dem Besucher bzw. seinem Endgerät (sei es ein Tablet oder Smartphone) an. Leider wird diese Anforderung von vielen Unternehmen noch stiefmütterlich behandelt. Hier haben Unternehmen noch die Chance, sich positiv, mit einer gut funktionierenden mobilen Website vom Mitwettbewerber abzuheben.

 

 

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