Tourismusausschuss: Rahmenbedingungen verbessern

Als eine der ersten deutschen IHKs hat die Frankfurter IHK 1989 einen Ausschuss für Tourismus eingerichtet. Das Gremium soll dazu beitragen, die touristische Qualität der Region weiter zu verbessern.


Die vorrangige Aufgabe des IHK-Ausschusses für Tourismus ist es, sowohl die Vollversammlung als auch die Geschäftsführung in politischen und wirtschaftlichen Fragen in Bezug auf touristische Belange zu beraten. Dabei geht es auf regionaler Ebene um Themen, die den IHK-Bezirk selbst betreffen, auf hessischer Ebene um Fragen der Landespolitik und auf Bundes- und Europa-Ebene um Angelegenheiten, die vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag an die IHK Frankfurt mit der Bitte um Stellungnahme herangetragen werden. Die Mitglieder des Ausschusses wollen sich aktiv in die Gremien der IHK einbringen. Neben dieser Beratungsaufgabe steht vor allem auch der Meinungs- und Erfahrungsaustausch der Mitglieder untereinander im Vordergrund.


Insgesamt 47 Unternehmer aus der Hotellerie, mittelständisch geführten Gastronomiebetrieben, Reisebüros und Reiseveranstaltern, Verkehrsbetrieben und der kommunalen Tourismusförderung diskutieren im Ausschuss, welche Politik die Interessen und Belange der Tourismusunternehmen in Frankfurt und den beiden Landkreisen Hochtaunus und Main-Taunus angemessen berücksichtigt.

 

Ausschuss sorgt für richtige Rahmenbedingungen

Für die richtigen Rahmenbedingungen zu sorgen, ist erste Aufgabe des Ausschusses für Tourismus der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, beginnend mit der Durchsetzung regionaler Denkweisen, aber auch Verknüpfung der Themen auf Landes- und Bundesebene.


Neben den harten Standortfaktoren von Frankfurt und seiner Region ist es von großer Bedeutung, insbesondere die weichen Standortfaktoren in den Vordergrund zu stellen. Hier sehen die Ausschussmitglieder noch erhebliche Defizite. Das Kultur- und Freizeitangebot in Frankfurt und seiner Umgebung wird vielfach und vor allem in der überregionalen Vermarktung unterschätzt, obwohl es innerhalb der Tourismuswirtschaft als weicher Standortfaktor zur Attraktivität der Region FrankfurtRheinMain erheblich beitragen könnte. Neben dem Museumsufer mit seinem vielfältigen kulturellen Angebot müssen auch Einrichtungen wie die übrigen Museen, die Alte Oper, der Zoo und der Palmengarten besser vermarktet werden.


Aktuelle Themen 2017 / 2018

Für das Jahr 2018 zeichnet sich die Einführung einer Tourismusabgabe in der Stadt Frankfurt ab. Im Juni 2017 ist die Stadt offiziell als Tourismusort anerkannt worden und hat somit die notwendige Hürde für die Schaffung einer Tourismusabgabe genommen. Es wird erwartet, dass der Stadt daraus zusätzlich Einnahmen in einem mittleren einstelligen Millionenbetrag zur Verfügung stehen werden. Die Abgabe wird von den Freizeittouristen zu zahlen sein und soll von den ansässigen Beherbergungsbetrieben erhoben werden.

 

Der Ausschuss für Tourismus der IHK Frankfurt und der DEHOGA Frankfurt haben gemeinsam ein Positionspapier zur Tourismusabgabe erarbeitet und stehen mit der Stadt Frankfurt in Dialog. Das Ziel muss eine Verbesserung der touristischen Infrastruktur und des touristischen Marketings sein, um Frankfurt als Geschäftsreise- und Freizeitziel weiter zu stärken. Insgesamt muss es zu einer dauerhaft spürbaren Verbesserung der finanziellen Ausstattung der städtischen Tourismus+Congress GmbH Frankfurt kommen, um im nationalen und internationalen Wettbewerb mit Städten wie Berlin, Hamburg, München, Zürich und Wien bestehen zu können. Im Idealfall wird die Frankfurter Tourismuswirtschaft auf diesem Wege von der Tourismusabgabe profitieren.


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Der Tourismusausschuss der IHK Frankfurt
Gruppenbild Tourismusausschuss 2018

Silhouette Tourismusausschuss 2018