Kommunalwahl 2016
Tourismusstandort: Wirtschaftsfaktor anerkennen, Tourismusentwicklung sichern

WIE ES IST

 

Die Tourismusbranche fördert den Standort und ist wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber: Sowohl Frankfurt als auch die Kommunen in den Landkreisen profitieren von den Einkommens- und Beschäftigungs­effekten aus dem Tourismus – sowie dem hieraus generierten Steueraufkommen. Wirtschaftszweige, wie Einzelhandel, Verkehr, Immobilien-Branche und Dienstleistungen generieren Umsätze aus dem Tourismus.

 

Tourismus leistet einen wichtigen Beitrag zur dynamischen Entwicklung der Standorte in der Region: Für Touristen und Bürger wird eine erlebbare touristische Infrastruktur vorgehalten. Im Wettbewerb der Regionen wird die touristische Attraktivität gesichert und gleichzeitig stärken die „weichen Standortfaktoren“ das Profil der Region als attraktiver Wohn- und Arbeitsort.

 

Investitionsbereitschaft in die freiwillige Aufgabe Tourismus ist verhalten: In Zeiten angespannter kommunaler Haushalte sind die Investitionen in touristische Infrastruktur bzw. in touristisches Marketing in den Haushalts­debatten häufig schwer durchsetzbar. Die positiven wirtschaftlichen Effekte aus dem Tourismus werden dabei von den politisch Verantwortlichen bei der Mittelvergabe zu wenig berücksichtigt. Tourismus wird nur als freiwillige Leistung gesehen.

 

Der Geschäftsreiseverkehr, das Messe-, Tagungs- und Kongresswesen prägen Frankfurt und die Region: In den Landkreisen spielt der Freizeittourismus eine größere Rolle. Der Tagestourismus, wie auch die Heilbäder und Kurorte, generieren bemerkenswerte touristische Wirtschaftseffekte.

 

FrankfurtRheinMain im Wettbewerb: Auch im Tourismus steht die Metropolregion im intensiven Wettbewerb mit anderen Regionen. Hier muss sich die Region gegenüber klassischen Freizeittourismus-Destinationen und anderen Metropolräumen behaupten. Regionales Standortmarketing im Bereich Tourismus ist zu fördern und auszubauen.

 

WAS ZU TUN IST

 

Neue Abgaben werden abgelehnt: Der Wirtschaftskraft der Branche sollte adäquat Rechnung getragen werden. Neue Abgaben oder Steuern zur Finanzierung des Tourismus wären kontraproduktiv und werden abgelehnt. Frei­willige Finanzierungslösungen unter Beteiligung der Wirtschaft sind – wo sinnvoll – vorzuziehen. Voraussetzung ist die Bindung der Mittel zu touristischen Zwecken und ein gewährleistetes Mitspracherecht der Wirtschaft.

 

Finanzierung der Tourismusförderung gewährleisten: Um die Weiterentwicklung touristischer Angebote, Infrastrukturen und Vermarktungsinstrumente auf verschiedenen Ebenen voranzutreiben, muss die Organisation und Durchführung der Tourismusförderung – in definierten Aufgabenbereichen – finanziell durch Kommunen und Land gesichert werden. Dadurch profitiert der Wirtschaftsstandort insgesamt.

 

Die Stärken im Geschäftsreise-Segment sowie das Messe-, Tagungs- und Kongresswesen müssen ge­sichert und gefördert werden: Um den Privatreiseverkehr anzukurbeln müssen die Unternehmen in Kooperation mit Verbänden und Tourismusorganisationen weitere Produkte|Angebote entwickeln. Zudem muss der Incoming-Tourismus im Verbund mit Partnern gestärkt werden.

 

Die touristische Zusammenarbeit im regionalen Kontext muss weiter intensiviert werden: Es gilt Kooperationen über Gemeinde-, Landkreis- und Ländergrenzen hinweg zu fördern. Auf Basis kommunaler Tourismusarbeit muss die Region in der Außendarstellung als attraktive Einheit vermarktet werden. Zum Ausbau des regionalen Standortmarketings müssen entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden.

 

WAS LEISTET DIE IHK FRANKFURT AM MAIN

 

Die IHK fördert das Tourismusmarketing, z. B. durch die Ernennung „Frankfurter Kongressbotschafter“. Ziel dieser Initiative ist es, die Positionierung Frankfurts als Kongress- und Tagungsdestination zu stärken.

 

Die IHK hat die wirtschaftliche Bedeutung der Tourismusbranche untersuchen lassen, um den Wirtschaftsfaktor Tourismus für Stadt und Region zu verdeutlichen. Um tourismuspolitische Lösungen für die Herausforderungen der Branche zu finden, wird der Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung initiiert.

 

Die IHK Frankfurt führt in Hessen die „Spielgeräteaufstellerunterrichtung“ durch. Dieses Beispiel für praxisbezogene, branchenrelevante Veranstaltungen versetzt die Unternehmer in die Lage, den Spieler- und Jugendschutz nach den gesetzlichen Regeln in ihren Betrieben umzusetzen.

 

Die IHK organisiert die Ortskenntnisprüfung für Taxifahrer mit dem Ziel, Taxifahrer in die Lage zu versetzen, Besucher und Bewohner der Stadt schnell und auf kürzestem Weg an ihr Ziel zu bringen.

 

ANSPRECHPARTNER

 

Dr. Alexander Theiss | Telefon 069 2197-1332 | E-Mail a.theiss@frankfurt-main.ihk.de

Martin Süß | Telefon 069 2197-1333 | E-Mail m.suess@frankfurt-main.ihk.de

Weiterführende Informationen: www.frankfurt-main.ihk.de/tourismus

 

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