Zoo Frankfurt
Tiere erleben, Natur bewahren

Mit über 900 000 Besuchern pro Jahr zählt der Frankfurter Zoo zu den beliebtesten Freizeiteinrichtungen in Frankfurt und Umgebung. Neben vielen Tieranlagen bieten die einzigartige Lage mitten in der Metropole, das repräsentative Zoogesellschaftshaus und die sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr attraktive Rahmenbedingungen für den traditionsreichen Zoo.

Der Frankfurter Zoo kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Als zweiter zoologischer Garten in Deutschland wurde er im Jahr 1858 auf Initiative von Frankfurter Bürgern gegründet. Bis 1915 wurde er von der Zoologischen Gesellschaft betrieben. In der Zeit der wirtschaftlichen Not während des Ersten Weltkriegs übernahm die Stadt Frankfurt den Zoo, um ihn vor der Schließung zu bewahren. Im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört, konnte der Zoo dank des Durchsetzungsvermögens seines legendären Direktors Bernhard Grzimek innerhalb kurzer Zeit nach neuesten fachlichen Erkenntnissen wieder aufgebaut werden. Zu verdanken ist dies nicht zuletzt den Frankfurter Bürgern, die den Aufbau mit Spendengeldern großzügig unterstützten.

Mit dem neuen Motto „Tiere erleben – Natur bewahren“ hat der Zoo Frankfurt den Naturschutz ganz oben auf die Agenda gesetzt. Umgesetzt wird dieses Mission Statement auf mehreren Ebenen. So beteiligt sich der Zoo Frankfurt zum Beispiel an europäischen Erhaltungszuchtprogrammen und engagiert sich in Kooperation mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in verschiedenen internationalen Schutzprojekten vor Ort. Aber auch auf den eigenen elf Hektar wird Umweltschutz großgeschrieben: Konzepte zur Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs werden entwickelt und umgesetzt.

Den Besuchern wird an vielen Stellen Wissenswertes zum Thema Natur- und Umweltschutz vermittelt, dazu gehören auch praktische Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit wertvollen Ressourcen. Überhaupt ist die Vermittlung von Wissen eine der Hauptsäulen, denn im Zoo gelingt Bildung auf besonders angenehme Weise. Der Besuch von zahllosen Schulklassen und die vielen ausgebuchten Führungen zeigen, dass der Bedarf an Information riesig ist. Wenn er dann noch auf emotional ansprechende Weise gedeckt wird, ist das umso besser. 2008 erhielt der Zoo Frankfurt – als einziger in Hessen – die Anerkennung als Ausbildungsbetrieb für Zoo-Fachtierärzte. Der Zoo ist aber auch eine Forschungseinrichtung. In Zusammenarbeit mit mehreren deutschen Universitäten entstehen hier zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten.

Die meisten Zoobesucher suchen – neben der Begegnung mit Tieren – aber vor allem die Erholung. Mit einem Programm, das Vorträge hochkarätiger Wissenschaftler ebenso umfasst wie Kinderfeste, wird versucht, sowohl dem Bedürfnis nach fundierter Information als auch nach Entspannung auf vielerlei Arten gerecht zu werden. Besucherfreundlichkeit beginnt heute schon im Internet. Durch die Neugestaltung der Website soll das Service-Angebot verbessert werden, denn der Zoo ist nicht nur Tiergarten, sondern zugleich Ansprechpartner bei vielen Fragen rund um Zoo-, Wild- und Haustiere.

Mithilfe eines vom Magistrat beschlossenen umfassenden Investitionsprogramms werden in den nächsten Jahren verschiedene Neubauten realisiert. Damit wird der durch die nie realisierten Pläne für einen großen Außenzoo verursachte Investitionsstau endlich aufgelöst. Den Anfang machen ein attraktiver Kassen- und Eingangsbereich sowie der Neubau der Bärenanlagen. Auch das Zoogesellschaftshaus soll im Innenbereich modernisiert werden. In Verbindung mit einem innovativen Gastronomiekonzept kann das traditionsreiche Gebäude so wieder zu einem Zentrum des Frankfurter Gesellschaftslebens werden.      


Prof. Manfred Niekisch
Direktor
Zoologischer Garten Frankfurt am Main

Weitere Infos online unter www.zoo-frankfurt.de.

IHK WirtschaftsForum
Oktober 2009