Gebäudeenergiegesetz in Kraft getreten

Am 1.11.2020 ist das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten. Es löst das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ab.

Ein Aspekt des neuen Gesetzes ist, dass der Solar-Förderdeckel von 52 Gigawatt installierter Leistung aufgehoben wird. Das bedeutet, dass neue Solaranlagen auch in Zukunft über die Ökostrom-Umlage gefördert werden.

Eine weitere Neuerung ist das Einbauverbot von Ölheizungen ab dem Jahr 2026. Zudem dürfen Gas- oder Ölheizungen, die 1991 oder später eingebaut wurden, nur 30 Jahre lang betrieben werden. Heizkessel, die vor dem 1.1.1991 eingebaut oder aufgestellt wurden, dürfen dann gar nicht mehr betrieben werden. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn ein Haus weder mit Gas oder mit Fernwärme versorgt und die Heizung auch nicht aus erneuerbarer Energie betrieben werden kann.

Höhere energetische Anforderungen an Neubauten und an den Bestand enthält das aktuelle Gesetz nicht – diese sollen im Jahr 2023 auf den Prüfstand kommen. Neu sind auch Flexibilisierungsoptionen bei der Erfüllung der energetischen Neubaustandards sowie die Einführung einer befristeten Innovationsklausel.

 

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