Was ändert sich für Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler ab Dezember 2020?

Im Dezember 2020 treten für Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler einige Gesetzesänderungen in Kraft. Zum einen hat der Bundesrat Änderungen im Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) – gültig seit 1.12.2020 – und zum anderen das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten beim Immobilienkauf – wirksam ab 23.12.2020 – beschlossen.

 

Das WEMoG sieht im Wesentlichen folgende Änderungen für Wohnungseigentümer und Wohnimmobilienverwalter vor:

  • Sanierung und Modernisierung werden einfacher, wie beispielsweise der Einbau einer Lademöglichkeit für ein Elektrofahrzeug.
  • Wohnungseigentümer erhalten mehr Rechte, unter anderem auf Einsichtnahme in die Verwaltungsunterlagen und auf einen jährlichen Vermögensbericht des Verwalters.
  • Eigentümerversammlungen können künftig flexibler gestaltet werden. Beispielsweise wird eine Online-Teilnahme möglich sein. Versammlungen sind außerdem künftig beschlussfähig – unabhängig davon, wie viele Eigentümer daran teilnehmen.
  • Wohnungseigentümer haben ab dem 1.12.2022 das Recht, bei der Beauftragung eines Verwalters einen Zertifizierungsnachweis einzufordern, sofern dieser keine adäquate Ausbildung oder eine höhere Qualifikation vorweisen kann.
  • Der Verwalter kann künftig in eigener Verantwortung ohne Beschlussfassung über Maßnahmen entscheiden, die von untergeordneter Bedeutung sind und nicht zu erheblichen Verpflichtungen führen.

 

Die Gesetzesänderungen treten ab dem 1.12.2020 in Kraft. Das Gesetz steht online zur Verfügung.

 

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Neues Gesetz zur Teilung der Maklerprovision

 

Außerdem tritt ab dem 23.12.2020 das Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser in Kraft. Private Käufer müssen dann künftig höchstens die Hälfte der Maklercourtage zahlen. Ein Makler, der aufgrund zweier Verträge für Käufer und Verkäufer tätig ist, kann künftig von beiden Parteien nur eine Vergütung zu gleichen Teilen verlangen. Hat er mit einer Partei eine unentgeltliche Tätigkeit vereinbart, kann er von der anderen Partei keine Vergütung beanspruchen. Bisher war es in Hessen üblich, dass der Käufer die Provision alleine trug, auch wenn der Verkäufer den Makler beauftragte – dies ist ab 23.12.2020 nicht mehr möglich.

 

Neben den neuen Regelungen im Hinblick auf die Provisionsteilung müssen Maklerverträge künftig schriftlich erfolgen – eine Unterschrift ist nicht notwendig. Es genügt, wenn die Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger festgehalten ist und den Absender erkennen lässt, beispielsweise per Brief, E-Mail oder SMS.

 

Welche Änderungen außerdem für Immobilienmakler ab dem 23.12.2020 gelten werden, finden Sie online zusammengefasst.

 

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Ansprechpartner

Luisa Quirin Wirtschaftspolitik und Metropolenentwicklung
Telefon: 069 2197-1390 Fax: 069 2197-1304