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Tätigkeiten in der Datenverarbeitung

Folgende Tätigkeiten im DV-Bereich dürfen ohne Eintragung in der Handwerksrolle ausgeübt werden:
 
  • DV-Beratung und –Schulung
  • Konfiguration von Netzwerken und Einrichtung der entsprechenden Netzwerksoftware
  • Konfiguration von Computeranlagen
  • Entwicklung von Software
  • Softwareservice

PC-Service, insbesondere:
  • Konfiguration der Systemdateien
  • Installation der System- und Anwendungssoftware
  • strukturierte Verkabelung für die Vernetzung von Computeranlagen
  • Zusammenstellen der Hardware aus Modulen sowie der Modulaustausch, d. h. der Zusammenbau von Rechnern aus Fertigteilen
  • Auswechseln von Verschleißteilen, wie Druckerköpfen, Tintenpatronen, Tonerbehältern, Trommeln u. ä.
  • technische Erweiterung durch den nachträglichen Einbau von Teilen zum Aufrüsten z. B. durch Karten oder Modulerweiterungen
  • Entsorgung und Recycling veralteter bzw. defekter Hardware

In diesem Zusammenhang ist das Urteil des LG Karlsruhe vom 17.12.1997 (O 101/97 –KfH II) lesenswert.

Unzulässig ohne Eintragung sind dagegen:
 
  • Reparatur des Monitors
  • Eingriffe in und Arbeiten an Netzspannungsteilen

Allerdings dürfen diese Tätigkeiten im Rahmen eines unerheblichen zulassungspflichtigen handwerklichen Nebenbetriebs (z. B. zu einem PC-Handel) ausgeübt werden, ohne dass es einer Eintragung in der Handwerksrolle bedarf. Als Maßstab dieser Unerheblichkeit legt § 3 Abs. 2 HwO fest, dass die durchschnittliche Arbeitszeit eines ohne Hilfskräfte Vollzeit arbeitenden Betriebes des betreffenden Handwerkszweiges nicht überschritten werden darf, und zwar während eines Jahres (ca. 1664 Stunden/Jahr). Diese Grenze gilt auch für Ein-Mann-Betriebe.
Selbst die Ausübung aller Tätigkeiten führt nicht zur Ausübung des zulassungspflichtigen Handwerks des Informationstechnikers, da kein Verstoß gegen § 1 Abs. 2 S. 3 HwO vorliegt (Kumulierungsverbot).