Eschborn: Frankfurts Silicon Valley

Vor den Stadttoren der Finanzmetropole Frankfurt ist die Stadt Eschborn von einem beschaulichen Dorf zu einem selbstbewussten Wirtschaftszentrum avanciert. Seit 1950 ist die Zahl der Arbeitsplätze dort um das zweihundertfache gewachsen.

Eschborn lag seit jeher am Kreuzungspunkt wichtiger Handelswege wie der alten Weinstraße, die den Rhein mit dem Norden Deutschlands verband. Dennoch blieb der verkehrsgünstig gelegene kleine Ort vor den Toren Frankfurts, der auf eine über 1200-jährige Geschichte zurückblicken kann, bis in die Fünfzigerjahre des 20. Jahrhunderts ein beschauliches Dorf. Heute ist Eschborn eine Stadt mit rund 20 700 Einwohnern und der höchsten Zahl an Arbeitsplätzen im Main-Taunus-Kreis.

Der rasante Aufstieg zum Wirtschaftszentrum wurde nicht nur durch die geografische Lage, sondern auch durch eine wohlüberlegte und großzügige Stadtplanung begünstigt.
Sie sorgt in der Stadt mit mittlerweile vier Gewerbegebieten für eine sinnvolle räumliche und bauliche Eingliederung und Abstimmung. Während sich die Einwohnerzahl seit 1950 verzehnfacht hat, wuchs die Zahl der Arbeitsplätze im gleichen Zeitraum um das Zweihundertfache. Über 30 000 Beschäftigte, darunter mehr als 22 000 Einpendler, finden in Eschborn Arbeit, 90 Prozent davon im Dienstleistungsbereich.

Mit der gewerblichen Entwicklung Eschborns ging auch der Ausbau von Infrastruktur einher. Es entstanden Wohnungen, Schulen, Sportanlagen, Kindertagesstätten und Spielplätze. Und auch an Grün- und Erholungsflächen fehlt es der Stadt an den Ausläufern des Taunus nicht.

Standort-eschborn

Trend zur Um- oder Ansiedlung im Umland
Der größte Gewerbepark der Kommune, Eschborn-Süd, grenzt direkt an den großen Nachbarn Frankfurt und hat sich in den vergangenen Jahren zum Silicon Valley im Wirtschaftsdreieck Rhein-Main-Taunus entwickelt, was sicherlich auch dem im Vergleich günstigen Gewerbesteuerhebesatz von 280 Prozent geschuldet ist. Das mit modernen Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetzen ausgestattete Dienstleistungszentrum ist Sitz zahlreicher – auch internationaler – Consulting-, Marketing- und Softwareunternehmen. Der Trend zur Um- oder Ansiedlung im Umland der Finanzmetropole hält an. So hat sich beispielsweise auch die Deutsche Börse für Eschborn als neuen Unternehmenssitz entschieden.

In den vergangenen 50 Jahren haben sich Wohnsiedlungen, Handelszentren und Industriegebiete, aber auch Freizeitanlagen in einem ungeordneten Flickenteppich um Städte wie Hamburg, München oder auch Frankfurt gelegt. An den Rändern fransen die Städte weiter aus. Etwa 70 Prozent der deutschen Bevölkerung lebt mittlerweile in solch verstädterten Landschaften. Durch das Flächenangebot in deren Umfeld finden Unternehmen attraktive Standorte auf der sprichwörtlich grünen Wiese. Sie sind oftmals durch preisgünstige, gut erschlossene und gut erreichbare Industrie- und Gewerbeflächen geprägt. Zudem findet sich dort zumeist ein großes Potenzial an qualifizierten Arbeitskräften.

Ein erfolgreiches Beispiel für die nachhaltige Stadtentwicklung im Umland von Ballungszentren ist das Gewerbegebiet Eschborn Ost, das bis Mitte der Neunzigerjahre von großflächigem Einzelhandel geprägt war. Mit dem Helfmann-Park ist im Gewerbegebiet Eschborn Ost nun ein zeitgemäßes Büro- und Dienstleistungsquartier entstanden. Bei der Realisierung wurden die Erfahrungen berücksichtigt, die in den bereits gut erschlossenen Gewerbegebieten Süd und West gesammelt wurden.

Verkehrsgünstige Lage des Büroparks
Für den Bürostandort Eschborn West, an dem sich bedeutende Unternehmen wie D2-Vodafone, Deutsche Telekom, VR-Leasing, Techem, Monster, Yaskawa, Cisco oder Management Circle niedergelassen haben, spricht einiges – nicht nur die günstigen Grund- und Gewerbesteuersätze. Die verkehrsgünstige Lage des Büroparks am Taunus, mit ampel- und auch im Berufsverkehr staufreier Anbindung an die wenige hundert Meter entfernte vierspurige Schnellstraße L 3005, gewährleistet eine gute Erreichbarkeit wichtiger Autobahnen und Verkehrskreuze, wie Hauptbahnhof und Flughafen.

In Eschborn Süd werden Immobilien in unterschiedlichsten Mietpreissegmenten angeboten. Für Unternehmen, die preisgünstige Büroflächen suchen, werden Flächen mit einem einfachen Standard zwischen 6,50 und 9,00 Euro je Quadratmeter angeboten. Sucht jemand durchschnittlichen Standard, kann er mit Mieten zwischen acht und elf Euro pro Quadratmeter kalkulieren, aber auch gehobener Standard wird vor allem in Neubauten angeboten. Hier lassen sich Mieten zwischen 12,00 und 15,00 Euro realisieren. Eines dieser möglichen neuen Projekte ist das Eschborn Waves, das mit seiner prägnanten Architektur die Silhouette Eschborns bereichern könnte.

Ebenso wichtig ist eine innovative Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität in Eschborn. Die Entlastung der Bevölkerung vom Verkehr spielt dabei eine große Rolle. Die Lösung solcher Fragen ist oftmals nur im Verbund mit den umliegenden Kommunen und der Region möglich, was vor allem in jüngster Zeit intensiv betrieben wird.

    
Autor
José M. Martinez
Director
BNP, Paribas Real Estate
Frankfurt

 
 


„Eschborn bietet den ansässigen und interessierten Unternehmen eine hervorragende Mischung aus harten und weichen Standortfaktoren. Mit den Anschlüssen an die A 5 und die A 66 und der Nähe zum Frankfurter Flughafen sind wir gut aufgestellt. Die optimalen steuerlichen Rahmenbedingungen mit einem Gewerbesteuerhebesatz von nur 280 Punkten ergänzen dies. Hinzu kommen eine hundertprozentige Abdeckung im Kindergartenbereich und ein sehr gutes Angebot bei der U3-Betreuung, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich erleichtern.“   
Wilhelm Speckhardt, Bürgermeister der Stadt Eschborn


 

Kontakt  
Dong-Mi Park-Shin
Leiterin der Wirtschaftsförderung
Magistrat der Stadt Eschborn
Rathausplatz 36
65760 Eschborn
Telefon 06196 490107


Download: Broschüre „Immobilienmarktbericht. Gewerbeflächen im IHK-Bezirk Frankfurt“
Die Broschüre kann auch als Druckexemplar über den Link www.frankfurt-main.ihk.de/gewerbemarktbericht angefordert werden. Der Marktbericht enthält neben Zahlen, Daten und Fakten zu allen Kommunen des IHK-Bezirks auch umfangreiches statistisches Begleitmaterial.


Foto: Jochen Müller