Friedrichsdorf: Auf dem Weg in die Zukunft

Das umsichtige Handeln der Politik hat Friedrichsdorf für die Zukunft gerüstet: Durch das breite Flächenangebot sowie die moderne Infrastruktur ist die Gemeinde auch als Standort für die Ansiedlung von Unternehmen besonders attraktiv.

Friedrichsdorf gestaltet derzeit seinen kompletten Innenstadtbereich neu. War noch vor wenigen Jahren die Milupa mit ihrer Produktion im Innenstadtbereich angesiedelt, so stehen heute annähernd 40 000 Quadratmeter Grundstücksfläche zur Neugestaltung zur Verfügung. Noch in diesem Jahr beginnt der Neubau eines großzügigen Einkaufszentrums mit Anbindung an den bestehenden Innenstadtbereich sowie Eigentumswohnungen und Büros.

Die Preise für Einzelhandelsmieten in besonders bevorzugten Lagen liegen laut der jüngsten Marktdatenerhebung der Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK Frankfurt bei etwa 15 Euro pro Quadratmeter und in Nebenlagen rund zehn Euro pro Quadratmeter. Die Kaufkraftkennziffer von 135,4 für das Jahr 2010 zeigt das hohe Potenzial der Einwohner, das somit deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt. Im Zuge der innerstädtischen Entwicklung werden auch die Infrastruktur und Verkehrsführung neu gestaltet. So werden Straßen saniert und viele Kreuzungsknotenpunkte zu Kreiseln umgebaut.


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Unterschiedliche Wohnformen geplant
Bei Eigentumswohnungen werden gemäß dieser Umfrage bis zu 2 600 Euro pro Quadratmeter für Neubauten gehandelt. Der Durchschnitt für Eigentumswohnungen im Bestand wurde mit 1 750 Euro pro Quadratmeter festgestellt. Für Wohnbebauung werden großflächige Neubaugebiete ausgewiesen. Um eine möglichst breite Marktabdeckung zu erreichen, sollen unterschiedliche Wohnformen entstehen. Der Dillinger Hang wird zu einem Baugebiet für gehobene, überwiegend frei stehende Ein- und Zweifamilienwohnhäuser mit großzügiger Grundstücksgestaltung. Am Petterweiler Holzweg in Richtung Köppern sollen Reihenhäuser und Doppelhaushälften unter besonderen ökologischen Gesichtspunkten entstehen. Auf dem heutigen Gelände des Sportplatzes an der Plantation sind Flächen für Eigentumswohnungen und Reihenhäuser geplant. Die Neubautätigkeit liegt derzeit noch deutlich unter dem Nachfragepotenzial. Allerdings ist zu erwarten, dass sich dieses Verhältnis durch die großflächige Ausweisung an Neubaugebieten ändern wird. Die Frankfurter Immobilienbörse hat für Grundstückspreise ein Niveau von bis zu 650 Euro pro Quadratmeter ermittelt. Der Schwerpunkt liegt bei 550 Euro pro Quadratmeter.


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Große Preisdifferenz zwischen Stadtteilen
Grundsätzlich besteht aufgrund der sehr unterschiedlichen Infrastruktur eine große Preisdifferenz zwischen den Stadtteilen. Im Stadtteil Burgholzhausen werden durch die etwas ländliche Prägung am Übergang zur Wetterau grundsätzlich etwas niedrigere Immobilienpreise erzielt. Allerdings zeichnet sich gerade dieser Stadtteil durch seine idyllische Altstadt besonders aus. Im Stadtteil Köppern wurde die Ortsmitte in 2009/2010 umgebaut beziehungsweise neu gestaltet. Weiterhin wurde durch die neue Entlastungsstraße ein Teil des Schwerlastverkehrs aus der Ortsdurchfahrt herausgenommen. Hierdurch ist ein leichter Preisanstieg bei den Immobilien erkennbar.

Besonders beliebt sind im gesamten Stadtgebiet Reihenhäuser und Doppelhaushälften, die nach der Markterhebung in einem Preisniveau zwischen etwa 200 000 bis 380 000 Euro liegen. Der Durchschnitt wurde mit circa 330 000 Euro festgestellt. Für die Preisfindung sind die Grundstücksgrößen und das Flächenangebot innerhalb eines Hauses besonders maßgebend.


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Gute Nachfrage bei frei stehenden Einfamilienhäusern
Für frei stehende Einfamilienwohnhäuser werden durchschnittlich etwa 550 000 Euro bezahlt. Die Spanne liegt bei etwa 360 000 bis 685 000 Euro. Sie ist deshalb so groß, weil das Preisniveau zwischen den Stadtteilen aufgrund der unterschiedlichen Infrastruktur sehr weit auseinandergeht. Für besonders gute Villen am Dillinger Hang werden auch deutlich höhere Preise erzielt. Die Nachfrage nach derartigen Immobilien ist grundsätzlich als gut zu bezeichnen. Die Ausstattung, das Baualter und auch der Ortsteil sind für die Kaufpreise solcher Immobilien besonders entscheidend.

Das Angebot an Mehrfamilienwohnhäusern ist sehr gering und liegt deutlich unter der Nachfrage. Dadurch werden derartige Objekte wieder mit einem bis zu 17-fachen Faktor der Jahresnettomiete gehandelt. Die durchschnittlich festgestellten monatlichen Nettokaltmieten für Wohnraum liegen mit sieben bis elf Euro pro Quadratmeter auf dem hohen Niveau des Vordertaunus. Es ist absehbar, dass sie auch in dieser Kommune weiter steigen werden. Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum übersteigt deutlich das Angebot.


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Genug Fläche für Gewerbeansiedlungen
Für Gewerbeansiedlungen steht sowohl heute als auch mittelfristig ein ausreichendes Flächenangebot zur Verfügung. Im neu entstandenen Gewerbegebiet Köppern-Nord/Ost können sich Unternehmen sofort ansiedeln. Die Zentralität dieses Standorts ist aufgrund des direkten Autobahnanschlusses zur A 5 besonders erwähnenswert. Für die Zukunft ist ein weiteres Gewerbegebiet im Bereich der Max-Planck-Straße direkt an der Autobahn geplant. Die Preise für Büroflächen wurden von der Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK Frankfurt mit fünf bis neun Euro pro Quadratmeter für einfachen Bürostandard und mit neun bis zwölf Euro pro Quadratmeter für durchschnittlichen bis gehobenen Standard ermittelt. Der Schwerpunkt liegt zwischen 7,50 und 9,50 Euro pro Quadratmeter. Für Lager- und Produktionsflächen werden an monatlicher Miete je nach Lage zwischen 3,50 und fünf Euro pro Quadratmeter bezahlt. 


Autor:
Stephan Schlocker
Mitinhaber
Henning Immobilien
Bad Homburg
info@henning-immobilien.de

 

Zitat:

„Die demografische Entwicklung ist für die Städte in Deutschland eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dieser müssen sich die Städte mit ihrem Stadtmarketing stellen. Als Wohn- und Wirtschaftsstandort auch in der Zukunft für junge Familien attraktiv zu sein, ist das Ziel in Friedrichsdorf. Die städtische Wirtschaftsförderung wird hierfür ihren Anteil zu leisten haben. Die Ansiedlung des neuen Einkaufszentrums wird die Attraktivität Friedrichsdorfs als Wohnstandort weiter steigern.“
Norbert Fischer, Erster Stadtrat, Friedrichsdorf
 

Kontakt:       
Magistrat der Stadt Friedrichsdorf
Norbert Fischer
Erster Stadtrat und Wirtschaftsdezernent
Hugenottenstraße 55
61381 Friedrichsdorf
norbert.fischer@friedrichsdorf.de

Fotos: Jochen Müller
 


IHK WirtschaftsForum
Mai 2011