Neu-Anspach: Familienfreundliche Gemeinde

Neu-Anspach hat bereits vor über 30 Jahren den Grundstein für die heutige Entwicklung im Wohnungsbau gelegt. So wurden großzügig Baugebiete ausgewiesen, in denen eine verdichtete Bebauung sowohl mit Einzelhäusern als auch mit kleineren Eigentumswohnungsanlagen ermöglicht wurde. Durch die attraktiven Grundstückspreise und ein breites Angebot waren insbesondere junge Familien angesprochen. Dies hat dazu geführt, dass Neu-Anspach einen stetigen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hatte und inzwischen knapp 15 000 Einwohner zählt.

Durch die Erhebung im Wohnungsmarktbericht der Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK Frankfurt konnte dies in der Untersuchung der Wohnungsmieten bestätigt werden. So wird für Wohnungen ein Preisniveau zwischen sechs und acht Euro pro Quadratmeter Wohnfläche monatlich erzielt, der Schwerpunkt liegt bei sieben Euro pro Quadratmeter. Neu-Anspach liegt damit um circa 30 Prozent unter dem Mietniveau des Vordertaunus. Allerdings kann die Nachfrage nach günstigem Wohnraum durch das Angebot am Immobilienmarkt derzeit nicht mehr vollständig ausgeglichen werden. Die Wohnqualität der Gemeinde hat zu einem Nachfrageüberhang geführt.

 

Standort Neu Anspach 1


Gemeinde hat gute Infrastruktur
Der Ort zeichnet sich besonders durch ein Wohnen in der Natur aus. Trotzdem verfügt Neu-Anspach über eine gute Infrastruktur. Mit dem Feldberg-Center ist ein Einkaufszentrum angesiedelt, das über ein breit gefächertes Angebot verfügt. Im Ortskern sind Fachgeschäfte vorhanden. Das schulische Angebot reicht von Grundschulen bis zur gymnasialen Oberstufe. Es wird besonders auf die Kindereinrichtungen mit ganztägiger Kleinkinderbetreuung Wert gelegt. Zur Gemeinde gehören auf einer Fläche von 36,14 Quadratkilometern vier Ortsteile, nämlich Rod am Berg, Westerfeld, Hausen und Neu-Anspach-Kernstadt.

Die Preise für Eigentumswohnungen waren in den vergangenen Jahren nach den Feststellungen der Frankfurter Immobilienbörse stabil. Im Bestand wurden 1 000 bis 2 000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt. Der Schwerpunkt lag bei 1 500 Euro. Für Neubauten muss mit etwa zehn Prozent höheren Preisen gerechnet werden. Um die Preise stabil zu halten, werden zwar weiterhin städtische Baulandflächen ausgewiesen. Allerdings werden die Grundstücke nur eingeschränkt veräußert. Derzeit entsteht das neue Baugebiet Westerfeld-West.

Im Gemeindeparlament wurde hierzu ein Beschluss zur freiwilligen Veräußerungsbeschränkung gefasst. So sollen pro Jahr nur etwa 15 Grundstücke verkauft werden – bei einem Preisniveau von circa 290 Euro pro Quadratmeter für das baureife Land. Hierdurch wird das neue Baugebiet in drei Bauabschnitten entstehen, inzwischen existieren Wartelisten von Grundstückssuchenden. Die Grundstückspreise am freien Markt liegen durch die sehr unterschiedlichen Lagen innerhalb der einzelnen Ortsteile bei etwa 180 bis 310 Euro pro Quadratmeter.
 

Standort Neu Anspach 2


Stabile Preise bei Häusern
Die sinnvolle Ausweisung von Bauland hat auch zu einer Stabilisierung der Preise im Bestand für Häuser geführt. So wurden für Reihenhäuser und Doppelhaushälften durchschnittlich zwischen 150 000 und 270 000 Euro im Jahr 2010 bezahlt. Der Schwerpunkt lag bei 215 000 Euro. Um auch für die Zukunft sinnvoll planen zu können, hat die Stadtverwaltung ein Baulückenkataster eingeführt, in dem private, nicht bebaute Grundstücke erfasst wurden. Dieses Kataster kann in die Planung sowie die Neuaufstellung von Bebauungsplänen miteinbezogen werden. Für frei stehende Einfamilienwohnhäuser wurden im Durchschnitt zwischen 200 000 und 450 000 Euro entrichtet. Der Durchschnitt lag bei 280 000 Euro im vergangenen Jahr. In Einzelfällen wurden für besonders ausgestattete Häuser beziehungsweise in attraktiven Lagen auch erheblich höhere Preise erzielt.

Besonders hat sich Neu-Anspach in den vergangenen Jahren mit der Entwicklung von gewerblich genutzten Flächen hervorgetan und unterscheidet sich hierdurch von anderen Kommunen. Das Gewerbegebiet im Stadtteil Hausen ist stark expandiert. Mit der Erweiterung der Umgehungsstraße wird die Verkehrsinfrastruktur weiter verbessert. Das Gewerbegebiet ist schneller erreichbar, ohne den Ort mit Lkw-Verkehr zusätzlich zu belasten.

 

Standort Neu Anspach 3


Neues Gewerbegebiet in Planung
Nachdem die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken bis etwa Mitte 2005 stagnierte, stieg der Verkauf von städtischen Flächen mittlerweile derart, dass bereits im Juni 2010 sämtliche im Besitz der Stadt befindlichen Grundstücke verkauft waren. Neu-Anspach kann seither dem Markt kein Angebot mehr zur Verfügung stellen.

In absehbarer Zeit sollen im Gemeindeparlament die Weichen für ein neues Gewerbegebiet gestellt werden, da die Nachfrage nach wie vor gut ist. An welcher Stelle beziehungsweise in welchem Stadtteil dies erfolgen soll, ist jedoch noch unklar. Im privaten Bestand befindliche Objekte sind teilweise vorhanden. Zumeist handelt es sich aber um nutzerspezifisch errichtete Immobilien, die nicht immer für den Nachfrager geeignet sind.

Mittlerweile steigen die Preise für Büroräume leicht. So wurden im vergangenen Jahr nach den Erhebungen der Frankfurter Immobilienbörse zwischen 4,50 und acht Euro pro Quadratmeter monatlich bezahlt. Der Schwerpunkt beträgt sechs Euro. Für Einzelhandelsflächen in guten Lagen muss mit zehn Euro gerechnet werden. Lager und Produktionsflächen werden monatlich mit einem Mietpreis von drei bis vier Euro gehandelt.

Die Verkehrsanbindung Neu-Anspachs an das Rhein-Main-Gebiet erfolgt neben der Taunusbahn durch das Köpperner Tal und über die Saalburg. Und so verbleibt auch ein Wermutstropfen: Seit vielen Jahren ist die Politik bestrebt, den Kreuzungsknotenpunkt in Bad Homburg, am Fuße der Saalburgchaussee, neu zu beplanen. Täglich staut sich hier der Verkehr, insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, auf mehreren Kilometern Länge. Das belastet die Bürger und die weitere Entwicklung von Neu-Anspach sehr stark.

Autor:
Stephan Schlocker
Geschäftsleitung
Henning Immobilien
Bad Homburg
info@henning-immobilien.de

 

Zitat:

„Die Herausforderung: Eine Siedlungspolitik, ausgerichtet auf ein harmonisches Wachstum, eine moderne Infrastruktur und einen robusten Gewerbemix, aber mit wenig Eingriffen in eine intakte Umwelt. Das war das selbst gesetzte Ziel. Besonders das umfassende Betreuungs- und Bildungsangebot hat die Attraktivität Neu-Anspachs bei jungen Familien signifikant erhöht. Im Gewerbebereich führen wir unsere Erfolge auf die permanente Kommunikation zwischen Unternehmen und Rathaus zurück.“
Klaus Mainz, Wirtschaftsförderung, Neu-Anspach


Kontakt:
Stadt Neu-Anspach
Klaus Mainz
Wirtschaftsförderung
Bahnhofstraße 26
61267 Neu-Anspach
Telefon 0 60 81 / 10 25 10 12
klaus-mainz@neu-anspach.de
www.neu-anspach.de

 
Fotos: Jochen Müller


 

IHK WirtschaftsForum
November 2011