Fernbahntunnel Frankfurt

Kapazitätsengpässe im Bahnknoten Frankfurt

 

Mit dem Programm FrankfurtRheinMainPlus (FRM Plus) sollen zusätzliche Strecken und Verbesserungen im Netz geschaffen werden, um mehr Züge und eine höhere Zuverlässigkeit zu erreichen. Besonders Strecken im Zulauf des Frankfurter Hauptbahnhofs werden geplant. Diese sind: Zudem sind kleinere Maßnahmen wie höhenfreie Ausfädelungen und Blockverdichtungen geplant.

 

Der Frankfurter Bahnknoten ist heute bis zur Grenze ausgelastet. Als zentraler Verkehrsknoten in Deutschland fließen zwei Drittel des deutschen Fernverkehrs durch FrankfurtRheinMain. Durch die Projekte Nordmainische S-Bahn, Neu- und Ausbaustrecke Hanau – Fulda, Ausbaustrecke Frankfurt – Friedberg, Regionaltangente West sowie Neubaustrecke RheinMain-RheinNeckar werden die Trassenkonflikte im Bereich des Bahnknotens Frankfurt verschärft.

 

Kapazitätserhöhungen können vor allem durch eine Entmischung von Fern- und Nahverkehr auf den Hauptkorridoren und im Knotenbereich durch zusätzliche Gleise entstehen, wodurch gegenseitige Behinderungen vermieden werden. Zudem ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit und eine Reisezeitverkürzung für Fernverkehrszüge in FrankfurtRheinMain Grundlage für die Einführung des Deutschland-Takts. Bessere Fernverkehrsverbindungen aus FranfurtRheinMain in andere Metropolen verbessern die Erreichbarkeit der Unternehmen für Besucher und stärken damit den Wirtschaftsstandort insgesamt.

 

 

Projekt Fernbahntunnel

 

Im November 2018 wurde öffentlich, dass der Bund einen Fernbahntunnel unter dem Frankfurter Hauptbahnhof plant, indem das Vorhaben „Knoten Frankfurt“ in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen wurde. Die zugrunde liegende Skizze zeigt einen Tunnel zwischen Niederrad über den Hauptbahnhof bis zum Kaiserlei oder bis zur nordmainischen Schienenstrecke bei Mainkur.

 

Durch den Bau eines zusätzlichen Tiefbahnhofs würde der Frankfurter Hauptbahnhof für einen großen Teil des Fernverkehrs zum Durchgangsbahnhof. Die Kopfbahnsteige des Hauptbahnhofs sollen dabei erhalten bleiben und mit der neuen Fernverkehrs- sowie der S-Bahn-Station über einen Quertunnel verbunden und Umsteigewege damit verkürzt werden.

 

Das Projekt Fernbahntunnel Frankfurt als Teil des BVWP-Projekts Knoten Frankfurt befindet sich in einem frühen Planungsstadium; eine exakte Linienführung ist noch nicht bekannt. Im Rahmen einer Studie soll zunächst die technische Machbarkeit und grundsätzliche Streckenanbindung bis zum Frühjahr 2021 geprüft werden.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Lukas Berkel Standortpolitik
Telefon: 069 2197-1303Fax: 069 2197-1485