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Luftfrachtsicherheit: "Bekannter Versender"

Neuerung ab 4. März 2017

 

Alle Beteiligten der sicheren Lieferkette müssen jetzt eine Zuverlässigkeitsüberprüfung zu durchlaufen. D.h. Mitarbeiter, externe Mitarbeiter und Dienstleister von

  • Reglementierten Beauftragten
  • Bekannten Versendern
  • Reglementierten Lieferanten
  • Bekannten Lieferanten
  • Zugelassenen Transporteuren

 

Fremdes Personal steht eigenem Personal gleich. Es gibt eine Übergangsfrist von einem Jahr. Spätestens ab 04. März 2018 werden beschäftigungsbezogene Überprüfungen nicht mehr anerkannt. Das gilt auch für Personal, welches bereits geprüft und geschult ist!

 

Weitere Informationen erhalten Sie beim Luftfahrtbundesamt. Das Luftsicherheitsgesetz können Sie hier nachlesen.

 

Grundlagen

Zum Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs sind in den vergangenen Jahren nationale und europäische Sicherheitskonzeptionen sowie Rechtsvorschriften erlassen worden.

 

Luftfrachtsendungen sollen in besonderer Weise gegen unbefugte Zugriffe Dritter geschützt werden. Nur als sicher eingestufte Luftfracht darf an Fluggesellschaften übergeben werden. Um die Lieferkette zu sichern, muss entweder die Fracht einmalig vor der Anlieferung an den Abgangsflughafen oder am Abgangsflughafen selbst durch einen reglementierten Beauftragten (Luftfrachtspediteure, Handlingsagenten, Logistikanbieter, integrierte Lager- und Transportdienstleistungsunternehmen, etc.) untersucht werden oder der Verlader muss vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) als bekannter Versender zugelassen worden sein.

 

Gesetzliche Grundlagen

Eine Übersicht der Rechtsgrundlagen findet sich ebenfalls auf der Homepage der Luftfahrt-Bundesamts.

 

Seit 01. Februar 2016 gilt die  Verordnung (EU) Nr. 2015/1998

Detaillierte Fragen zur Verordnung beantwortet das Luftfahrt Bundesamt.

 

Unternehmen können den Status des Bekannten Versenders bei ihren Luftfrachtspeditionen (Reglementierten Beauftragten) durch die Abgabe einer Sicherheitserklärung erlangen. Näheres ist in VO (EG) Nr. 300/2008 und deren überarbeiteter Durchführungsbestimmungen zu finden.

 

Alle Unternehmen, die ihre Waren als sogenannte bekannte Versender sicher per Luftfracht versenden möchten, benötigen eine Zulassung vom Luftfahrtbundesamt (LBA). Grundlage hierfür ist die Verordnung (EU) Nr. 2015/1998Die Durchführungsverordnung VO (EU) Nr. 687/2014 beinhaltet umfassende Änderungen, insbesondere für bekannte Versender, reglementierte Beauftragte, reglementierte Lieferanten, Bekannte Lieferanten, Transporteure, geschäftliche Versender und ACC3-Validierungen. Das Luftsicherheitsgesetz können Sie hier nachlesen.

 

Das LBA hat die am häufigsten zum Thema gestellten Fragen zusammengefasst: FAQ.

 

Was ist "die sichere Lieferkette"?

Unter dem Begriff "sichere Lieferkette" sind alle Akteure und Maßnahmen zu verstehen, die mit dem Versand von Luftfracht unter Einhaltung der gesetzlichen Sicherheitsanforderungen (VO (EG) Nr.300/2008 und deren Durchführungsvorschriften) in Verbindung stehen. Letztlich dürfen Luftfahrtunternehmen ihre Luftfahrzeuge nur mit Fracht beladen, die als "sicher" eingestuft wurde. Diese Einstufung resultiert zum Beispiel aus einer erfolgreichen Kontrolle (Durchsuchung, Röntgen, etc.) der Luftfracht durch einen reglementierten Beauftragten.

 

Reglementierter Beauftragter

Reglementierte Beauftragte sind zum Beispiel Versandagenturen, Spediteure, Logistikanbieter, integrierte Lager- und Transportdienstleistungsunternehmen, etc. Der Status der als "sicher" eingestuften Luftfracht ist aufrecht zu erhalten und die Fracht ist gegen unbefugte Zugriffe und Manipulation zu schützen. Die Lieferkette kann stromaufwärts bis zum Versender, bei dem die Fracht ihren Ursprung hat, erweitert werden. Die daran beteiligten Unternehmen müssen dafür im Vorfeld des Versands der Fracht entsprechende Sicherheitsmaßnahmen durchführen. Der zeitliche, logistische beziehungsweise qualitätsmäßige Vorteil einer so erweiterten "sicheren Lieferkette" besteht darin, dass die Luftfracht am Flughafen ohne eine erneute Kontrolle (Umpacken, Durchsuchen, Neuverpacken, etc.) in das Luftfahrzeug verladen werden kann.

 

Mehr Informationen auf den Internetseiten des Luftfahrt-Bundesamts.

 

Wer oder was ist der bekannte Versender?

Der bekannte Versender ist Bestandteil der Sicherheitsinitiative der EU (VO(EG) Nr.300/2008). Es handelt sich um Unternehmen, die regelmäßig Güter per Luftfracht verschicken und als zuverlässig und vertrauenswürdig eingestuft wurden.

 

Bekannte Versender sind behördlich zugelassene Unternehmen, die Luftfracht erstmalig in Sendungsumlauf bringen und deren Betriebsverfahren den Sicherheitsvorschriften entsprechen, die es gestatten, die betreffende Fracht auf dem Luftweg zu befördern. Die jeweilige Sendung muss ihren Ursprung in der jeweils zugelassenen Betriebsstätte haben.

 

Ein "bekannter Versender" gewährleistet eigenverantwortlich, dass die identifizierbare Luftfrachtsendung/ -post an seinem Betriebsstandort ausreichend vor unbefugtem Zugriff und Manipulationen geschützt wird. Aufgrund dessen kann der "bekannte Versender" die Luftfracht an jedes Unternehmen, welches den Status eines "reglementierten Beauftragten" besitzt, sofort "sicher" übergeben, vorbehaltlich, dass der sichere Transport auch gewährleistet wird.

 

Hinweise zum Prozedere der Zulassung erhalten Sie beim Luftfahrt-Bundesamt.

 

Warum sollte ich die Zulassung zum "bekannten Versender" beantragen?

Der Status "bekannter Versender" ist ein Gütezeichen dafür, dass die luftfrachtrelevanten Prozesse eines Unternehmens im Hinblick zur sicheren Versendung von Luftfracht unter Einhaltung der dafür gesetzlich geforderten Sicherheitsstandards erfolgt sind. Das bedeutet, dass die weiteren Beteiligten an der sicheren Lieferkette die Luftfracht den ansonsten erforderlichen Kontrollen unterziehen müssen.

 

Der Status "bekannter Versender" sorgt dafür, dass der Abfertigungsprozess der Luftfracht vom Versender bis zum Verladen in das Luftfahrzeug deutlich vereinfacht und beschleunigt werden kann.

 

Muss ich den Status "bekannter Versender" besitzen, um Luftfracht versenden zu können?

Nein. Der Status als bekannter Versender ist keine Voraussetzung, um Luftfrachtsendungen zu befördern. Für die üblichen Post- und Kuriersendungen wird der Status in der Regel ohnehin nicht verlangt, da die KEP-Dienste alle Sendungen untersuchen. Wer also bislang von seinem Post- oder Kurierdienst nicht zur Abgabe einer solchen Erklärung aufgefordert worden ist, sollte auch künftig nicht bekannter Versender werden müssen.

 

Der Nachteil als „unbekannter Versender” besteht darin, dass die Sendung als unsicher gilt. Die Luftfracht muss dann vor dem Verladen vom reglementierten Beauftragten (das sind zum Beispiel Versandagenturen, Spediteure, Logistikanbieter, integrierte Lager- und Transportdienstleistungsunternehmen, etc.) oder durch das Luftfahrtunternehmen selbst nach einem dafür zugelassenen Verfahren kontrolliert werden.

 

Diese Kontrollen beanspruchen in der Regel Zeit und verursachen zusätzliche Kosten. Dies hängt davon ab, welchen Aufwand die Untersuchung darstellt, also ob Waren einfach geröntgt werden können oder ob sie zu groß für eine Auswertung der Röntgenbilder sind. Kann nicht geröntgt werden, ist ggf. eine manuelle Untersuchung der Fracht erforderlich.

 

Erlauben es die Vertriebswege, dass die Luftfrachtsendungen den Empfänger ausschließlich mit Nurfracht- oder Nurpostluftfahrzeugen zeitgerecht und unversehrt erreichen können, ist gegebenenfalls der Status des geschäftlichen Versenders ausreichend. Für den geschäftlichen Versender gelten ähnliche Sicherheitsstandards wie im Falle eines bekannten Versenders. Es entfällt jedoch das behördliche Zulassungsverfahren. Der geschäftliche Versender wird durch einen reglementierten Beauftragten benannt, nachdem der geschäftliche Versender eine Verpflichtungserklärung abgegeben hat. Mit dieser Erklärung verpflichtet sich das Unternehmen, bestimmte Sicherheitsstandards zu erfüllen.

 

Was bedeutet es, bekannter Versender zu werden?

Um bekannter Versender werden zu können, müssen Unternehmen bestimmte gesetzliche Voraussetzungen erfüllen. Die Zulassung zum bekannten Versender kann beim LBA beantragt werden. Ablauf Zulassung

 

Auf der Homepage des Luftfahrt-Bundesamts wird genau erklärt, wie das funktioniert. Voraussetzung dafür ist, dass die betreffenden Betriebsstätten in Deutschland liegen.

 

Woher wissen reglementierte Beauftragte oder Luftfahrtunternehmen, wer als bekannter Versender zugelassen ist?

Zugelassene reglementierte Beauftragte und bekannte Versender werden in die Datenbank der Union zur Sicherheit der Lieferkette eingetragen. Gleichzeitig erhält das Unternehmen einen personalisierten Zugang, mit dem überprüft werden kann, ob ein Unternehmen den entsprechenden Status besitzt. Einen Zugriff auf die Datenbank erhalten nur Unternehmen, die als bekannter Versender oder als reglementierter Beauftragter durch das Luftfahrt-Bundesamt zugelassen wurden.

 

Auskunft zu allen Fragen rund um Luftsicherheit erteilt das Luftfahrt-Bundesamt, insbesondere die Abteilung S.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Sven Sänger Standortpolitik Stv. Leiter
Telefon: 069 2197-1457 Fax: 069 2197-1485

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