UECC-Positionen zur Europawahl 2014

Ob Grenzwerte für Feinstaubbelastungen, Lärmaktionsplanungen, Mautfestlegung, Sicherheit in der Lieferkette, Ausbau der transeuropäischen Achsen oder Landstromversorgung für Binnenschiffe: Europäische Verkehrspolitik wird zwar in Brüssel gemacht, mehr und mehr werden die Folgen aber konkret hier vor Ort spürbar. Nicht immer ist das, was auf dem Papier klug erdacht sein mag, auch in der nationalen, regionalen und lokalen Umsetzung wirklich an den wirtschaftlichen Gegebenheiten orientiert.

Umso wichtiger ist es, frühzeitig Themen aufzuspüren, die für die verkehrspolitische Arbeit der IHK und damit für den Wirtschaftsstandort wichtig sind beziehungsweise wichtig werden könnten. Die "Union europäischer Industrie- und Handelskammern für Verkehrsfragen" (UECC) ist hier eine wertvolle Informations- und Austauschplattform.

 

In einem halbjährlichen Zyklus kommen Vertreter von rund 60 Industrie- und Handelskammern aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Österreich und der Schweiz zusammen, um neue Anregungen für die Arbeit vor Ort zu bekommen.

 

Bei ihrem letzten Treffen am 27. und 28. März in Straßburg (zuvor: Luxemburg) haben die Mitgliedskammern der Union jetzt die Arbeitsschwerpunkte der UECC für die kommenden vier Jahre definiert. Die UECC-Strategie "Für eine europäische Verkehrspolitik für das 21. Jahrhundert“ wurde mit großer Mehrheit angenommen. Sie ist ein Aufruf für weitgehend liberalisierte Verkehrsmärkte und nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur. Mittel aus dem Verkehr sollen auch dem Verkehrsträger zugutekommen, der sie aufbringt (Beispiel: Maut).

 

Die neue Strategie bildet auch die Grundlage eines gemeinsamen Positionspapiers, das zur Europawahl veröffentlicht wird. Die Initiative dafür ging von der Niederrheinischen IHK aus und stieß auf große und einhellige Akzeptanz unter den weiteren Mitgliedern. Mit den "Positionen zur Europawahl“ sollen die Belange der Wirtschaft künftig besser auf die europäische Ebene transportiert werden, lobte der neue UECC-Präsident Dr. Christian Moser das Ergebnis eines vorangegangenen umfassenden Diskussionsprozesses der Fachleute für Verkehrsfragen aus den verschiedenen Ländern.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Sven Sänger Standortpolitik Stv. Leiter
Telefon: 069 2197-1457 Fax: 069 2197-1485

Die UECC

Die UECC vertritt die Interessen von mehr als 2,5 Millionen europäischen Unternehmen im Einzugsgebiet von Rhein, Rhône, Donau und Alpen. Die Vertretung erfolgt unter anderem mit Hilfe eines Büros in Brüssel.

Die UECC wurde am 9. September 1949 in Rotterdam unter dem Namen "Union der Handelskammern des Rheingebiets" gegründet und beschäftigte sich zunächst mit der Wiedereröffnung des Rheins für die Binnenschifffahrt und dem Aufbau neuer wirtschaftlicher Kontakte in ihrem Einzugsgebiet.

In den darauffolgenden Jahrzehnten dehnte die Kammervereinigung ihren Wirkungskreis auch auf die Einzugsgebiete der Rhone und der Donau, deren Nebenflüsse und die mit ihnen zusammenhängenden Wasserstraßen aus.

Sie passte 1982, 1998 und 2006 ihren Namen dem jeweils erweiterten Aktionsradius und ihrem Tätigkeitsfeld an und nennt sich seither "Union europäischer Industrie- und Handelskammern für Verkehrsfragen" (UECC).

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