Lkw-Parkleitsystem

Freie Parkplätze rechtzeitig mit einem Blick zu erkennen, ist das Ziel des Parkleitsystems für Lkw in Hessen.

 

2009 wurde die erste Anlage für ein Parkleitsystem für Hessen an der Tank- und Rastanlage Taunusblick an der A 5  in Betrieb genommen.

 

2011 folgte das zweite dynamische Lkw-Parkleitsystem an der A 45 Tank- und Rastanlage Langen-Bergheim mit insgesamt 166 Parkplätzen. Auch am Autohof Kassel-Lohfelden West (A 7) existiert ein telematisches Parksystem, da dort in den Nachtstunden die Rastanlagen stark überlastet sind.

 

Rund einen Kilometer vor der Rastanlage können die Lkw-Fahrer erkennen, ob hier ein Rast- und Ruheplatz frei ist. Eine Anzeigetafel informiert den Lkw-Fahrer mit Leuchtziffern über die Anzahl der freien Stellplätze.

 

Durch die dynamischen Parkleitsystem sollen das Anfahren der belegten oder bereits überlasteten Rastanlage ebenso wie das Abstellen der LKW im Zufahrts- und Tankstellenbereich, insbesondere wenn noch reguläre Stellplätze verfügbar sind vermieden werden. Ebenso sollen unnötige Abfahrten sowie Wiedereingliederungen in den Straßenverkehr wegfallen. Dies soll zu einer optimalen Auslastung der vorhandenen Lkw-Parkstände beitragen. Durch eine bessere Planung, die rechtzeitige Einhaltung der vorgeschriebenen Ruhezeiten und das Vermeiden von Suchfahrten kann zudem die Verkehrssicherheit erhöht und zugleich die Unfallgefahr an den entsprechenden Autobahnabschnitten gesenkt werden.

 

Die Lkw-Stellplätze der Tank- und Rastanlagen an deutschen Autobahnen sind insbesondere nachts erheblich ausgelastet – häufig sogar überlastet. Mit dynamischen Anzeigen zur Stellplatzbelegung kann nun Abhilfe geleistet werden.

 

In den Ausbau der beiden Tank- und Rastanlagen Langen-Bergheim östlich und westlich der A 45 investierte der Bund rund 12,4 Millionen Euro. Weitere 660.000 Euro flossen in den Bau der beiden Parkleitsysteme. Es stehen auf der Rastanlage Langen-Bergheim West 85 und auf Langen-Bergheim Ost 81 Parkstände zur Verfügung.

 

Neben den in der Erprobung befindlichen straßenseitigen Telematikeinrichtungen kommen auch fahrzeuggestützte oder mobile Systeme, beispielsweise Smartphone Applikationen, als Informationsquelle in Betracht.

 

2007 wurde der ak­tu­elle so­wie der mit­tel­fris­tige Be­darf an Lkw-Parkplätzen ent­lang der Au­to­bah­nen in Hes­sen mit 2.000 fehlenden Stellplätzen fest­ge­stellt. Der Be­darf für das Jahr 2020 wurde mit einem Mindest-Fehlbedarf von mehr als 4.000 Lkw-Stellplätzen prognostiziert.

 

Mit dem Ausbau von Rastanlagen und der nächtlichen Freigabe von Bus- und Pkw-Plätzen für Lastwagen sollen bis Ende 2010 rund 800 weitere Lkw-Stellflächen entstehen. Ferner ist an der Autobahn 3 bei Limburg der Neubau einer Rastanlage mit rund 200 Lkw-Plätzen geplant. Die Raststätte Taunusblick soll ausgebaut werden und dabei 200 zusätzliche Lkw-Plätze erhalten.


Die IHK Frankfurt fordert seit vielen Jahre mehr Lkw-Stellplätze und Autohöfe.


Nach der Aufgabe der beiden Autohöfe in Frankfurt am Main (Industriehof/Hanauer Landstraße) gab es zahlreiche Aktivitäten gemeinsam mit den zuständigen Dezernenten der Stadt Frankfurt am Main, Ersatzgrundstücke zu finden. Jedoch sind alle Verhandlungen gescheitert, sodass es in FrankfurtRheinMain derzeit keinen Standort mit Autohofdienstleistungen gibt. Die Folge ist, dass die Lkw in das Stadtgebiet hineinfahren und sie im Straßenraum abstellen (z. B. verlängerte Gutleutstraße) und damit das Straßennetz der Stadt Frankfurt und Umgebung stark belasten. Alle bekannten Prognosen weisen auf einen weiteren starken Anstieg des Straßengüterverkehrs in Deutschland hin.


Deshalb müssen im Ballungsraum FrankfurtRheinMain dringend Flächen zusätzlich zu Stellplatzflächen wie z.B. bei der Rastanlage Taunusblick gefunden werden, auf der alle notwendigen Serviceleistungen für Lkw geboten werden.

 

Dies wurde auch in gemeinsamen Positionspapieren der hessischen Fachverbände des Verkehrs und der IHK vom November 2004 und September 2008 nachdrücklich gefordert und auch von der Arbeitsgemeinschaft der hessischen  Industrie- und Handelskammern als eine zentrale Anforderung an eine funktionierende Straßeninfrastruktur für ganz Hessen definiert.


Aus der Dynamik des Ballungsraumes FrankfurtRheinMain ergibt sich ein hohes Verkehrsaufkommen, dessen reibungslose Abwicklung bedarfsgerecht ausgebaute Verkehrswege und hochleistungsfähige Schnittstellen (Flughafen, Containerterminal, Binnenhafen u.a.) voraussetzt. Der Wirtschaftsraum Rhein-Main ist mit seinem breit gefächerten Angebot an Verkehrsdienstleistungen eine im europäischen Vergleich führende Logistikdrehscheibe mit den Dimensionen eines regionalen Verkehrszentrums der besonderen Art. Diese Schnittstelle muss organisiert werden. Hierzu bedarf es leistungsfähiger Güterverkehrszentren, die die verschiedenen Verkehrsträger verknüpfen und die Verkehrsströme rationell und möglichst belastungsfrei für die Umwelt und Bevölkerung verknüpfen. Entsprechende Angebote fehlen sind allenfalls ansatzweise im Frankfurter Osten im Osthafen oder Westen im Industriepark Höchst vorhanden. Hier besteht dringend Handlungsbedarf.

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Sven Sänger Standortpolitik Stv. Leiter
Telefon: 069 2197-1457 Fax: 069 2197-1485

PERFORM-Positionspapier für eine zukunftsfähige Mobilität in FrankfurtRheinMain

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