Kommunalwahl 2016
Verkehrsinfrastruktur und ÖPNV: Auskömmliche Finanzierung und hohe Qualität sicherstellen

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WIE ES IST

 

Leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist elementar für wirtschaftlichen Erfolg der Region: Eine quantitativ und qualitativ leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist für die deutsche Volkswirtschaft mit ihrem hohen Grad an Arbeitsteilung, ihren vielfältigen Austauschbeziehungen und ihrer zentraleuropäischen Lage eine grundlegende Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg. Aufgrund seiner Lage im Herzen von Deutschland und Europa hat FrankfurtRheinMain eine Schlüsselrolle als Mobilitätsdrehscheibe. Mit wertschöpfungsintensiven Branchen, wie der Automobil-, Pharma- und Maschinenbauindustrie und einer prosperierenden Logistikbranche, hat Frankfurt­RheinMain einen großen Anteil an Ziel- und Quellverkehren.

 

Mobilität ist ein Grundbedürfnis für Bewohner, Besucher und Wirtschaft einer Stadt und Region: Die Befriedigung von Mobilitätsansprüchen und die jederzeit garantierte mögliche Erreichbarkeit werden auch in Zukunft einer der entscheidenden Standortfaktoren für FrankfurtRheinMain bleiben. Wo Lieferverkehre und Entsorgungstransporte sowie Geschäfts- und Servicefahrten und Einkaufsverkehre nicht reibungslos fließen können, entwickelt sich die urbane Wirtschaft nur schwer. Abwanderungen von Betrieben und Investitionsverzicht sind die Folge.

 

Die Kapazitätsgrenzen der Verkehrswege in FrankfurtRheinMain sind erreicht: Die Straßen- und Schienenwege sind zwar leistungsfähig, insbesondere in den Spitzenzeiten reichen die Kapazitäten jedoch nicht mehr aus. Seit Jahren wird zu wenig in die Erhaltung, Erneuerung und Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur investiert. Am Zustand der Verkehrsinfrastruktur werden die Folgen der Unterfinanzierung immer stärker sichtbar. Durch Staus, Verspätungen und Umwege führt dies zu hohen zusätzlichen Kosten und Umweltbelastungen für Wirtschaft und Gesellschaft - mit steigender Tendenz.

 

WAS ZU TUN IST

 

Leistungsfähigen und hochwertigen ÖPNV sicherstellen: Attraktive öffentliche Nahverkehrsangebote für Einwohner und Pendler sind komplementär zur Weiterentwicklung des Straßennetzes zu schaffen. Zur Erhaltung und Verbesserung der Finanzierungsspielräume muss die Ausschreibungspraxis von Buslinienverkehren im IHK-Bezirk weiter fortgeführt werden. Die Belange kleinerer und mittelständischer Busunternehmen sind dabei zu berücksichtigen.

 

Schieneninfrastruktur stärken und ausbauen: Das Optimierungsprogramm „Frankfurt RheinMain plus“ muss weitergeführt werden. Als wichtigste Nahverkehrsprojekte müssen die nordmainische S-Bahn und die Regional­tangente West zügig realisiert werden. Die RTW schafft zwischen der Stadt Frankfurt und den Nachbarstädten eine neue Tangentialverbindung zwischen den S-Bahn-Achsen. So entsteht eine direkte Nord-Süd-Schienenanbindung von Bad Homburg v. d. H., dem Gewerbegebiet Praunheim-Nord und den westlichen Stadtteilen Frankfurts zum  Flughafen.

 

Hauptverkehrsachsen leistungsfähig halten: Sie sind die Lebensadern der Region. Daher dürfen die Hauptverkehrsstraßen nicht für andere Zwecke durch Rückbau oder Verkehrsberuhigung für den Autoverkehr an Leistungsfähigkeit verlieren.

 

Kommunales Straßennetz sanieren: Der Zustand der Straßen in vielen Kommunen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Hier muss dringend nachgebessert werden. Die Kommunen müssen mehr in ihre Verkehrsinfrastruktur investieren, benötigen dazu aber auch dringend mehr Mittel für den Erhalt ihrer Straßen von Bund und Land. PPP muss dabei als Finanzierungsalternative stets geprüft werden.

 

Terminal 3 am Flughafen Frankfurt bauen und an das Schienennetz anschließen: Durch den Bau wird die Drehkreuzfunktion von Frankfurt im intensiven internationalen Wettbewerb gesichert werden. Die Zuverlässigkeit und Qualität des Flughafens werden durch den Neubau verbessert. Die sehr gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV muss realisiert werden.

 

WAS LEISTET DIE IHK FRANKFURT AM MAIN

 

Die IHK Frankfurt am Main setzt sich, gemeinsam mit anderen hessischen IHKs und dem DIHK, für eine ausreichende Verkehrsinfrastrukturfinanzierung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene ein. Dazu wurden die Kernforderungen in einem Positionspapier verfasst.

 

Mit einer breit angelegten PR-Kampagne für die Regionaltangente West hat die IHK Frankfurt am Main zusammen mit anderen Partnern die Bedeutung dieses Projektes herausgestellt. So bekannten sich alle profitierenden Städte und Gemeinden sowie die Landesregierung zu diesem Projekt.

 

Die IHK Frankfurt am Main unterstützt den Bau des Terminal 3 am Frankfurter Flughafen. Die Positionen hierzu wurden in einem Forderungspapier an die hessische Landes– und Frankfurter Kommunalpolitik verfasst.

 

ANSPRECHPARTNER

 

Dr. Alexander Theiss | Telefon 069 2197-1332 | E-Mail a.theiss@frankfurt-main.ihk.de

Sven Sänger | Telefon 069 2197-1457 | E-Mail s.saenger@frankfurt-main.ihk.de

 

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