Was Unternehmen wissen müssen

Das Thema CSR ist in aller Munde, denn es führt zu einer "Win-Win-Situation" für das Unternehmen und für die Gesellschaft. Viele Studien zeigen, dass Produkte von Unternehmen, die ökologische und soziale Strategien verfolgen von Kunden deutlich häufiger gewählt werden. Gesellschaftliches Engagement kann somit sogar zu einem höheren Profit Ihres Unternehmens führen.

 

Viele Jahrzehnte wurden Unternehmen ausschließlich nach ihrem wirtschaftlichen Erfolg bewertet. Mittlerweile findet jedoch ein Umdenken statt und die Bewertungskritieren wurden erweitert. Sogar in der internationalen Finanzwelt gewinnen Nachhaltigkeitsfaktoren immer mehr an Bedeutung. Denn beschäftigt ein bestimmtes Unternehmen Kinder im Ausland oder rodet den Urwald und wird dies öffentlich, so wirkt sich dies in der Regel negativ auf die Geschäfte aus.

 

Handelt ein Unternehmen dagegen verantwortungsbewusst und richtet sich nach dem Leitbild des ehrbaren Kaufmanns profitieren nicht nur ökologische, soziale oder gesellschaftliche Projekte. Sondern durch die Entstehung und Förderung von Innovationen und Nachfrage wird die  Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesichert. Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens bleibt jedoch das primäre Ziel, denn er bildet die Grundlage für ein gesellschaftliches Engagement eines Unternehmens.

 

Bei der Umsetzung von CSR gibt es einige wichtige Punkte zu beachten bei der Sie die IHK Frankfurt am Main gerne unterstützt.

 

CSR bedeutet viel mehr als nur finanzielle Unterstützung (Sponsoring) von sozialen, kulturellen oder umweltorientierten Projekten. CSR als Bestandteil eines Managementkonzeptes sollte fest in die Unternehmensstruktur eingebunden sein und bildet folglich einen wichtigen Anteil am Unternehmenserfolg. Kurzfristige Engagements stellen dagegen keinen Beitrag zu einer erfolgreichen CSR-Strategie dar.

 

Idealerweise sucht sich ein Unternehmen die CSR-Projekte in seiner unmittelbaren Nachbarschaft. Das ausgesuchte Vorhaben sollte primär mit dem Kerngeschäft des Unternehmnes übereinstimmen. Punktuelles soziales Engagement ist dagegen nicht zu empfehlen. Bestehen die CSR Maßnahmen eines Unternehmens nur aus einzelnen Aktionen besteht die Gefahr, dass Außenstehende das Engagement als "Greenwashing" bezeichnen.

 

Beispiel:

Ein Pharmaunternehmen erforscht und vertreibt Arzneimittel zur Krebstherapie. In diesem Zusammenhang könnte durch das Unternehmen beispielsweise eine nahegelegene Krebsstation langfristig finanziell unterstützt oder die Universität bzw. die Forschung mit Stipendien oder neuen Geräten gefördert werden.

 

Gesellschaftliches Engagement wurde bisher jedoch hauptsächlich von großen Unternehmen betrieben. Für kleine und mittelständische Unternehmen stehen meistens für Großprojekte keine ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung. Der Spagat zwischen steigendem Wettbewerbsdruck und zunehmenden ethischen Ansprüchen stellt eine große Herausforderung dar. Aus diesem Grund werden häufig Investitionen im CSR-Bereich vermieden.
 

Für KMUs bieten sich deshalb Kooperationen mit etablierten Organisationen an. Sie unterstützen Unternehmen bei der Planung von Aktionen und dienen darüber hinaus als Gütesiegel. Durch die Unterstützung von gemeinnützigen Initiativen lässt sich mit geringem finanziellen Aufwand bei unterschiedlichen Aktionen die soziale Verantwortung des Unternehmens für andere sichtbar machen.

 

"Tue Gutes und rede darüber!" Hat ein Unternehmen durch ein erfolgreiches Projekt wirklich etwas bewegt, dann sollte es seine CSR-Maßnahme auch nach außen kommunizieren. Dies kann beispielsweise durch einen Zeitungsartikel oder durch einen Bericht am Ende des Jahres erfolgen.