Kommunikation nicht dem Zufall überlassen

Es mag den einen oder anderen verwundern, weil es nicht unbedingt nahe liegt: Aber vor kurzem luden wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Finanzierungslösungen für den Mittelstand“ unter anderem zum Thema „Der Journalist – das unbekannte Wesen. Wenn Mittelständler auf die Medien treffen“ ein, moderiert von einem freien Journalisten mit Leidenschaft und Esprit.

„Wer nicht überhört werden will, muss sich zu Wort melden“, dies gilt in der heutigen Zeit mehr denn je und das betrifft Banker, Mittelständler und jeden einzelnen von uns gleichermaßen. Die Informationsflut ist gewaltig und die Nutzung der Medien explodierend. Nach der von ARD und ZDF in Auftrag gegebenen Studie „Massenkommunikation 2000“ verbringen die Deutschen durchschnittlich achteinhalb Stunden täglich mit Radio, Fernsehen, Zeitung und Internet. Der erst seit 1989 für jeden zugängliche weltweite Kommunikationskanal Internet hat die Verfügbarkeit von Information geradezu inflationiert.

Aus Sicht eines Unternehmens heißt die zunehmende Information und Kommunikation, dass nichts dem Zufall überlassen bleiben darf, wie es in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Vielmehr ist der Unternehmer oder Manager auf die Medien angewiesen, um Image, Glaubwürdigkeit und Bekanntheitsgrade zu steigern. Dabei kommt in jüngster Zeit der Person oder den Personen hinter dem Unternehmen auch medial eine immer größere Bedeutung zu.

Größere Unternehmen haben eigene Abteilungen für Investor Relations und Public Relations, für interne und externe Kommunikation, die eine professionelle Kommunikation mit Kapitalgebern, Analysten, Fondsgesellschaften (IR) und der Öffentlichkeit, vor allem Journalisten, managen. Der Arbeitsalltag eines Vorstandes – so habe ich mir sagen lassen – ist heute stärker als je zuvor davon geprägt, dass er Gespräche mit Journalisten und Analysten führt.

Die meisten Mittelständler sind wahre Kommunikationsprofis, weil sie mit Leidenschaft und Kompetenz nach innen und außen für ihre Unternehmen werben und für Mitarbeiter, Kapitalgeber und Öffentlichkeit Glaubwürdigkeit und Vertrauen verkörpern. Nicht wenige verlassen sich bei dem Umgang mit Medien nicht auf ihre Intuition, sondern lassen sich coachen oder versichern sich der Dienste von Kommunikationsprofis der Agenturen: Wie verfasse ich eine Presseerklärung? Wie spreche ich den Leser, Hörer oder Zuschauer an? Wie setze ich mich und mein Unternehmen glaubwürdig ins Bild?

Vor diesem Hintergrund liefert die aktuelle Ausgabe des IHK WirtschaftsForums für nahezu jeden Leser Impulse und Ideen und macht deutlich, wie medienstark und kreativ unsere Region FrankfurtRheinMain ist.


Kornelia Manchanda
Leiterin
Niederlassung Rhein-Main
Firmenkunden und Freie Berufe
HypoVereinsbank
Frankfurt am Main


IHK WirtschaftsForum
Juli  August 2006