Finanzierungsplanung

Im Finanzierungsplan beantworten Sie die Frage, aus welchen Quellen das Kapital kommen soll.

Beachten Sie dabei grundsätzliche Finanzierungsregeln: Anlagevermögen sollte durch Eigenkapital und langfristige Kredite finanziert werden, Umlaufvermögen durch mittel- und kurzfristige Kredite. Von den Geldgebern werden - auch bei Förderkrediten - in der Regel bankübliche Sicherheiten und ein bestimmter Prozentsatz an Eigenkapital verlangt. Prüfen Sie also zunächst Ihr Eigenkapital!

Dazu können gehören:
  • Eigene Mittel einschließlich Sacheinlagen (Pkw usw.) und Eigenleistungen
  • Mittel von Teilhabern (Mitspracherecht!)
  • und Unternehmerkapital der KfW (vgl. öffentliche Finanzierungshilfen)
Das nötige Fremdkapital (Kapitalbedarf / Eigenkapital) kann aus folgenden Quellen kommen:
  • Darlehen aus öffentlichen Mitteln
  • Darlehen von Kreditinstituten
  • Privatdarlehen von Verwandten und Freunden.
Ergründen Sie genau, welche Förderprogramme oder öffentlich geförderte Darlehen durch Ihr Unternehmen beantragt werden können. Beachten Sie dabei auch die Bearbeitungszeiten, welche Verpflichtungen Sie mit einer Förderung eingehen und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind. Die Ergebnisse sind auch in die Liquiditätsplanung einzuarbeiten.

Bei der Finanzierungsplanung sollten alle Finanzierungsquellen optimal ausgeschöpft werden. Wie viele stimmberechtigte Anteile Ihres Unternehmens Sie zur Kapitalbeschaffung verkaufen und an wen, ist eine wichtige strategische Entscheidung und sollte nicht nur aus monetärer Sicht beurteilt werden. Kapitalbeteiligungen geben Ihrem Unternehmen den Vorteil eines teilweise erheblichen Zuflusses an Eigenkapital um den Preis der Mitbestimmung des Investors. Durch Leasing lässt sich die Anfangsbelastung Ihres Unternehmens verringern. Ihr Betrieb arbeitet dann kostengünstiger und mit größerer Liquidität. Auch durch Factoring lässt sich die Liquidität günstig beeinflussen.

IHK Frankfurt hält auch grundlegende Informationen über Mittelstandsfinanzierung vor.