Geldwäschegesetz - Handlungspflichten für Unternehmen

Unter Geldwäsche versteht man die Verschleierung der wahren Herkunft von illegal erzielten Einnahmen des organisierten Verbrechens. Mit dem Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz – GwG) sollen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verhindert werden. Um diese Ziele zu erreichen, nimmt das Gesetz bestimmte Unternehmen und Personen besonders in die Pflicht.

 

Unternehmen müssen prüfen, ob sie vom Geldwäschegesetz betroffen sind, welche Mitwirkungspflichten (Sorgfaltspflichten und organisatorische Pflichten) sie im Geschäftsverkehr mit ihren Kunden beachten müssen und welche Strafen bei Nichtbeachtung drohen.

 

In Zusammenhang mit der Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie in deutsches Recht ist das Geldwäschegesetz überarbeitet worden. Am 26.06.2017 sind die neuen Regelungen in Kraft getreten. Entscheidende Änderungen betreffen die Absenkung der Identifizierungsschwelle bei Barzahlungen von ehemals 15.000 Euro auf nun 10.000 Euro im Bereich des Güterhandels, die Ausweitung des risikobasierten Ansatzes sowie die Verschärfung von Sanktionen und Einführung eines Prangers.

 

Das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt bietet als Aufsichtsbehörde für Verpflichtete des Nichtbankenbereiches aus dem IHK-Bezirk aktuelle Informationen zu den gesetzlichen Neuerungen.