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Beiträge der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main 2019

Die Vollversammlung der IHK Frankfurt am Main hat am 12. Dezember 2018 mit der Wirtschaftssatzung 2019 die Beiträge der IHK Frankfurt am Main für 2019 beschlossen (veröffentlicht im IHK WirtschaftsForum, Ausgabe 02.19).

 

2. Beitragsfreistellung

Natürliche Personen und Personengesellschaften, die nicht in das Handelsregister eingetragen sind, und eingetragene Vereine, wenn nach Art oder Umfang ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb nicht erforderlich ist, sind vom Beitrag freigestellt, soweit ihr Gewerbeertrag nach dem Gewerbesteuergesetz oder, soweit für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag nicht festgesetzt wird, ihr nach dem Einkommensteuergesetz ermittelter Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 Euro nicht übersteigt.


Nicht im Handelsregister eingetragene natürliche Personen sind, soweit sie in den letzten fünf Wirtschaftsjahren vor ihrer Betriebseröffnung weder Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erzielt haben noch an einer Kapitalgesellschaft mittelbar oder unmittelbar zu mehr als einem Zehntel beteiligt waren, für das Geschäftsjahr der IHK, in dem die Betriebseröffnung erfolgt, und für das darauf folgende Jahr von der Umlage und vom Grundbeitrag sowie für das dritte und vierte Jahr von der Umlage befreit, wenn ihr Gewerbeertrag hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000,00 € nicht übersteigt (Existenzgründerfreistellung).

 

3. Grundbeiträge 2019

 

Gewerbeertrag

 

Grundbeitrag

1. Nichtkaufleute 1)

 

 

a) mit einem Gewerbeertrag /
Gewinn aus Gewerbebetrieb

über 5.200,00 Euro bis 25.000,00 Euro

20,00 Euro

b) mit einem Gewerbeertrag /
Gewinn aus Gewerbebetrieb

über 25.000,00 Euro

40,00 Euro

2. Kaufleute 2)

 

 

a) mit einem Verlust oder
mit einem Gewerbeertrag /
Gewinn aus Gewerbebetrieb bis

bis 38.000,00 Euro

200,00 Euro

b) mit einem Gewerbeertrag /
Gewinn aus Gewerbebetrieb

über 38.000,00 Euro

360,00 Euro

3. alle Gewerbetreibenden, die im IHK-Bezirk zwei von drei Kriterien erfüllen:
- mehr als 500 Mio. Euro Bilanzsumme
- mehr als 100 Mio. Euro Umsatz
- mehr als 1.000 Beschäftigte

10.000,00 Euro

auch wenn sie sonst nach Punkt 1. und 2. zu veranlagen wären.

4. Abgesehen von der Freistellung gemäß Ziffer II erfolgt die Veranlagung zum pauschalen Grundbeitrag unabhängig davon, ob ein Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb oder ein Verlust erzielt wird.

5. Für Kapitalgesellschaften, die nach Ziffer III, Punkt 2 zum Grundbeitrag veranlagt werden und deren im Handelsregister eingetragene Geschäftstätigkeit sich auf die persönliche Haftung in nicht mehr als einer ebenfalls der IHK zugehörigen Personenhandelsgesellschaft in Komplementärfunktion beschränkt, wird auf Antrag der zu veranlagende Grundbeitrag auf 90,00 Euro ermäßigt. Diese Ermäßigung betrifft nur solche Komplementärgesellschaften, deren Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.500,00 Euro nicht übersteigt.

4. Umlage 2019

Als Umlagen sind zu erheben 0,19 % des Gewerbeertrages bzw. Gewinns aus Gewerbebetrieb. Bei natürlichen Personen und Personengesellschaften ist die Bemessungsgrundlage einmal um einen Freibetrag von 15.340,00 Euro für das Unternehmen zu kürzen.

5. Bemessungsgrundlagen für die Beitragsberechnung

Bemessungsjahr für Grundbeitrag und Umlage ist das Jahr 2019.

6. Bemessungsgrundlagen für die Vorauszahlung

Sofern der Gewerbeertrag, Gewinn aus Gewerbebetrieb oder der Zerlegungsanteil für das Bemessungsjahr noch nicht bekannt ist, kann der IHK-Zugehörige aufgrund des letzten vorliegenden Gewerbeertrages oder - soweit ein solcher nicht bekannt ist - aufgrund einer Schätzung in entsprechender Anwendung des § 162 AO vorläufig veranlagt werden. Teilt der IHK-Zugehörige seinen Gewerbeertrag / Gewinn aus Gewerbebetrieb mit, kann eine Vorauszahlung der Umlage auf Grundlage des mitgeteilten Betrages erhoben werden.

 

Den IHK-Zugehörigen bleibt es vorbehalten, die vorläufige Veranlagung zu berichtigen, falls der Gewerbeertrag oder Gewinn des Geschäftsjahres eine erhebliche Abweichung erwarten lässt. Die IHK kann die Umlagevorauszahlungen an die voraussichtlichen Umlagen für den Erhebungszeitraum anpassen.

Änderung der Bemessungsgrundlage

Ändert sich die Bemessungsgrundlage nach Erteilung des Beitragsbescheides, so erlässt die IHK einen berichtigten Bescheid. Zuviel gezahlte Beiträge werden erstattet, zu wenig erhobene Beiträge werden nachgefordert. Von einer Nachforderung kann abgesehen werden, wenn die Kosten der Nachforderung in einem Missverhältnis zu dem zu fordernden Beitrag stehen.

 

 

Frankfurt am Main, 12. Dezember 2018

 

 

1) Nichtkaufleute sind Gewerbetreibende, die nicht im Handelsregister eingetragen sind und deren Gewerbebetrieb nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert.

2) Kaufleute sind Gewerbetreibende, die im Handelsregister eingetragen sind oder deren Gewerbebetrieb nach Art und Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.

 

 

Ansprechpartner

Anfragen aus dem IHK-Bezirk beantwortet:
Simone Bettelmann Finanzen und Organisation
Telefon: 069 2197-1264Fax: 069 2197-1486

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