Sofortprogramm Klimaschutz 2022: Zusätzliches Geld für die Industrie

Deutschland soll bereits 2045 klimaneutral werden. Dieses neue Ziel hat die Bundesregierung im novellierten Klimaschutzgesetz verankert. Mit dem Sofortprogramm 2022 stellt sie zusätzliche acht Milliarden Euro bereit für eine Industrie ohne Kohle, für grünen Wasserstoff und grünen Stahl, für energetische Gebäudesanierung und klimafreundlichen Verkehr.

 

Die Industrie soll ihre Treibhausgas-Emissionen bis zum Jahr 2030 auf 118 Millionen Tonnen verringern. 2020 betrug die Treibhausgas-Bilanz des Sektors laut Umweltbundesamtes 178 Millionen Tonnen CO2. Knapp 100 Millionen Euro will der Bund zusätzlich für die Erzeugung und Erforschung grünen Wasserstoffs sowie in neue Wärmenetze investieren. Dafür soll das Programm zur Dekarbonisierung in der Industrie um 650 Millionen Euro aufgestockt werden. Mit den geplanten Klimaschutzverträgen sollen die höheren Betriebskosten treibhausgasarmer und -freier Verfahren abgefedert werden. Mit dem Sofortprogramm sollen außerdem vor allem Stahl- und Chemieindustrie weitere Investitionshilfen erhalten. Mehr Geld ist auch vorgesehen, um neue industrielle Abwärme-Quellen zu erschließen. Insgesamt 860 Millionen Euro sind im Sofortprogramm für den Industriesektor eingeplant.

 

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