Kommunalwahl 2016
Energie: Energiekonzepte regional koordinieren und kommunale Alleingänge vermeiden

WIE ES IST

 

Steigende Energiepreise: Der größte Anteil am Energieverbrauch in Hessen konzentriert sich auf die Region FrankfurtRheinMain. Steigende Energiepreise vor allem für kleine und mittlere Unternehmen führen bereits heute dazu, dass Unternehmen schon aus Eigeninteresse ihre Energie- und Ressourcenverbräuche kräftig reduzieren. Immer schneller verändernde gesetzliche Anforderungen der EU und des Bundesgesetzgebers erschweren es, Investi­tionen zu planen.

 

Ziele für Frankfurt am Main: Die Unternehmen im Kammerbezirk der IHK Frankfurt am Main unterstützen die Ziele zur Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase. Die Einflussmöglichkeiten der Kommune sind begrenzt. Die Stadt Frankfurt am Main erarbeitet derzeit das Konzept „Masterplan 100% Klimaschutz“, dessen Grundgedanke eine 50-prozentige Reduzierung des Endenergiebedarfs in der Stadt und die Gewinnung des benötigten Rest­bedarfs aus erneuerbaren Energien beschreibt.

 

Unkoordinierte kommunale und regionale Klimaschutzaktivitäten: Neben dem von der Stadt Frankfurt am Main erarbeiteten „Masterplan 100% Klimaschutz“, arbeitet auch im Rahmen des Masterplans Industrie der Stadt Frankfurt am Main eine Arbeitsgruppe an einem Energiekonzept. Hinzu kommen Arbeiten des Regionalverbandes mit dem Ziel, ein regionales Energiekonzept „FrankfurtRheinMain 100% effizient und erneuerbar“ für die Region aufzustellen. Auch andere Kommunen und Landkreise erstellen zur Zeit ähnliche Konzepte oder haben diese bereits vorgelegt.

 

 

WAS ZU TUN IST

 

Koordination und Bündelung der existierenden Teilpläne: Die skizzierten Teilpläne und verschiedenen Klimaschutzprojekte in der Region bleiben bislang untereinander weder koordiniert noch aufeinander abgestimmt. Dies macht es für die oft international, auf jeden Fall aber überregional ausgerichtete Wirtschaft in der Metropolregion FrankfurtRheinMain schwer sich darauf einzustellen. Es ist daher dringend erforderlich, regionale und kommunale Klimaschutz- und Energiekonzepte nicht nur hinsichtlich ihrer Ziele, sondern auch im Hinblick auf die konkreten Umsetzungsschritte in der Metropolregion FrankfurtRheinMain aufeinander abzustimmen.

 

Verlässliche Rahmenbedingungen schaffen: Für die regionale Wirtschaft ist es vor allem wichtig, dass die Politik auch im Energiebereich stabile Rahmenbedingungen schafft, die Investitionssicherheit gewährleisten und sich nicht jedes Jahr ändern. Garantiert werden muss zudem eine sichere Energieversorgung, die zukünftig auch für die kleinen und mittleren Unternehmen bezahlbar bleibt.

 

Steigerung der Energieeffizienz: Damit die Energiewende gelingt, muss insbesondere die Energieeffizienz auf allen Ebenen erheblich gesteigert werden. Dies betrifft neben den Haushalten und dem öffentlichen Sektor selbstverständlich auch die Unternehmen sowie die Energieversorgung. Deshalb ist es wichtig, dass die kommunalen Energieberatungs- und Förderangebote deutlich unternehmensnäher ausgestaltet werden.

 

 

WAS LEISTET DIE IHK FRANKFURT AM MAIN

 

Regelmäßig führt die IHK Veranstaltungen und Beratungsgespräche zur Energieeffizienzsteigerung durch. Die IHK unterstützt die Unternehmen auch beim Aufbau von Energiemanagementsystemen und bei der Netzwerkarbeit.

 

Die IHK Frankfurt am Main koordiniert die „Kommission Energiepolitik der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern (ARGE)“. Neben dem Erfahrungsaustausch dient sie der Beratung der ARGE im Bereich der Energiepolitik und beteiligt sich an der energiepolitischen Meinungsbildung in Hessen.

 

Auf der EnergieEffizienz-Messe stellen alljährlich 350 Experten an Messeständen und in 50 Vorträgen aktuelle Lösungen, Best Practice Beispiele und Trends zum Thema Energieeffizienz vor. Die EnergieEffizienz-Messe ist Treffpunkt für 2.000 nationale und internationale Fachbesucher.

 

Mit „S.O.S. - Skyline ohne Strom“ sensibilisiert und interessiert die IHK Schüler für Probleme, Herausforderungen und Chancen der Energiewende. Die Schüler erarbeiten im Fach Politik und Wirtschaft die Ursachen, Hintergründe und Szenarien eines möglichen großräumigen Stromausfalls und diskutieren mit Politikern, Unternehmern und Energieversorgern darüber. Dabei immer im Blick: Die Besonderheiten Hessens und die aktuelle politische Diskussion zur Energiepolitik.

 

 

ANSPRECHPARTNERIN

 

Luise Riedel | Telefon 069 2197-1480 | E-Mail l.riedel@frankfurt-main.ihk.de

Weiterführende Informationen: www.frankfurt-main.ihk.de/standortpolitik/frankfurtrheinmain

 

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