BNetzA befragt Industrieunternehmen zur Spannungsqualität

Mit der Energiewende geht eine vollständige Umstellung der Stromerzeugungsstruktur einher. Zugleich müssen die Stromnetze weiterentwickelt und ausgebaut werden. Immer wieder wird kritisiert, dass durch die Energiewende Versorgungszuverlässigkeit, Spannungsqualität und Servicequalität des Netzes leiden. Die Kritiker verweisen regelmäßig auch auf die fortschreitende Digitalisierung von Produktion und Dienstleistungen in den Unternehmen und die damit verbundenen höheren Anforderungen an die Elektrizitätsversorgung verwiesen. Beschwerden gibt es beispielsweise über Spannungseinbrüche und -schwankungen, die zu Schäden an Produktionsanlagen und Qualitätseinbußen der hergestellten Produkte führen können. Das ist auch regelmäßig das Ergebnis der Befragungen zum Energiewende-Barometer der IHK-Organisation.

 

Aussagekräfte Daten zur Spannungsqualität fehlen

 

Der Bundesnetzagentur liegen allerdings bislang keine systematisch auswertbaren Daten zur Spannungsqualität bei der Abnahme durch Industrieunternehmen vor. Um sich ein besseres Bild über die Probleme bei und Anforderungen an die Spannungsqualität machen zu können, führt die Bundesnetzagentur derzeit eine freiwillige Befragung von Industrieunternehmen durch. Im Sinne eines aussagekräftigen Gesamtbildes bittet die Bundesnetzagentur, dass sich auch solche Unternehmen beteiligen, die bislang keine oder nur geringe Auffälligkeiten der Spannungsqualität registriert haben oder diese aufgrund fehlender technischer Ausrüstungen nicht registrieren konnten.

 

Der Fragenkatalog sowie weitere Informationen sind auf der Homepage der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Die Befragung läuft bis zum 31.10.2020. Für Rückfragen steht das zuständige Referat der Bundesnetzagentur unter spannungsqualitaet@bnetza.de zur Verfügung.