Chemikalienrecht: Meldepflicht für besorgniserregende Stoffe in Chemikalien

Ein Lieferant von Erzeugnissen (Produzent, Importeur oder Händler) muss gemäß Artikel 33 der europäischen Chemikalienverordnung REACH seine Abnehmer informieren, sofern ein besonders besorgniserregender Stoff (substance of very high concern - SVHC) in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent im Erzeugnis enthalten ist. Die SVHC-Stoffe werden auf der sogenannten Kandidatenliste der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) gelistet, die mehrfach im Jahr erweitert wird. Dies ist seit Jahren gängige Praxis.
 
Zum Januar 2021 soll eine neue Meldepflicht für besorgniserregende Stoffe in eine Rechtsverordnung des Bundesumweltministeriums aufgenommen werden. Ob es fristgerecht dazu kommt, ist noch nicht klar.
 
Wer sich dennoch über die neuen Meldepflichten informieren möchte, hat bei einem Webninar der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) am 19.11.2020 um 11 Uhr Gelegenheit dazu.