Deutscher Technologie- und Industriepark in Abu Dhabi
Masterplan 2007 bis 2012 für Baumaßnahmen

Nachdem die Spitze des Baubooms in Dubai überschritten ist und sich die dortige Entwicklung normalisiert hat, stehen nunmehr umfangreiche Baumaßnahmen in Abu Dhabi an. Die Regierung hat einen Masterplan für Hoch- und Tiefbau inklusive Wasserwegebau sowie verschiedenste Infrastrukturprojekte für die nächsten sechs Jahre mit einem Volumen von 110 Milliarden Dollar entwickelt. Hierfür wurden die Erkenntnisse und Erfahrungen in Dubai berücksichtigt.

Denn dort waren erstaunlicherweise deutsche Firmen relativ geringfügig an dem Gesamtvolumen der Baumaßnahmen in den vergangenen sieben Jahren beteiligt, obwohl gerade deutsche Unternehmen wegen ihres umfassenden Know-hows und ihrer hervorragenden Leistung in den Emiraten hohes Ansehen genießen. Auf arabischer Seite vermutet man daher, dass nicht die richtigen Vertragspartner vor Ort gewählt wurden.

Um deutschen Unternehmen die Ansiedlung und Umsetzung von Projekten in Abu Dhabi zu erleichtern, wurde in einem ersten Schritt ein 50 Hektar großes, voll erschlossenes Gelände zur Verfügung gestellt. Auf Empfehlung einer Beratungsgesellschaft des Königshauses, der GA Holdings, wird dort ein Technologie- und Industriepark entstehen, in dem Büro-, Lager- und Produktionsstätten angepachtet oder selbst errichtet werden können. Verwaltung und Management des Parks erfolgen durch eine Tochtergesellschaft der GA Holdings.

Weiterhin wird interessierten Firmen die Möglichkeit eines Joint Ventures mit dem Königshaus von Abu Dhabi geboten, um erteilte Aufträge zu realisieren. Der arabische Partner könnte in diesem Fall in Kooperation mit der GA Holdings die administrativen, zulassungstechnischen und sonstigen Aufgaben vor Ort bei voller Souveränität und Entscheidungsfreiheit des deutschen Unternehmens übernehmen. Damit sind die Voraussetzungen für eine führende Funktion deutscher Firmen bei der Umsetzung des Masterplans geschaffen.


Dr. Rainer Staubach
Rechtsanwalt und Notar
Wiesbaden


Auf Initiative der Stadt Frankfurt und der IHK Frankfurt fand vom 8. bis 10. Mai erstmals in Frankfurt der „Emirates – Germany Business Summit“ statt. Rund 3 700 Fachbesucher und Delegierte aus diversen Wachstumsbranchen wie Logistik, Tourismus, Finanzen, Immobilien, Medizin nutzten Konferenz und Ausstellung zur Anbahnung von Geschäftskontakten. Als größter Aussteller warb  Al Fajer Properties aus Dubai um deutsche Investoren für die Jumeirah Business Centre Towers. Ministerpräsident Roland Koch und die Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth ließen sich an der Seite der Wirtschaftsministerin der Vereinigten Arabischen Emirate, I.H. Sheikha Lubna Bint Khaled Al Qassimi, die Details des Projektes am Modell erklären.

IHK WirtschaftsForum
Juni 2007